Navigieren auf bkb.ch

Service-Links

Städte der Zukunft – Rüebli von der Bahnhofstrasse

In Zukunftsfilmen drängeln sich oft Unmengen kleiner Raumschiffe durch futuristische Städte. Aber wie sehen Städte im Jahr 2100 wirklich aus? Dann werden dort voraussichtlich fast zehn Milliarden Menschen wohnen. Schon heute ziehen wöchentlich eine Million Menschen in die Stadt und erzeugen auf nur 2 % der Erdoberfläche einen Grossteil der globalen Wirtschaftsleistung. Die Schere geht bis 2100 noch weiter auseinander. Während die bisherigen Industrienationen altern und schrumpfen, wächst die Bevölkerung in Asien und Afrika. Schon in den nächsten zehn Jahren wird es über 160 neue Millionenstädte geben. Die Welt im Jahr 2100 ist digital, CO₂-neutral, erlebt enorme technische und medizinische Errungenschaften und ist mit den Folgen des menschengemachten Klimawandels beschäftigt.
Am 26.12.2021 in N° 3/2021 von Dr. Rolf Wetzer, Finanzanalyst

Die urbane Infrastruktur bietet vieles, was Menschen auf dem Land verwehrt bleibt. Dies zieht viele an, bringt Metropolen aber an ihre Grenzen. Heutige Megastädte schaffen oft nicht genug Arbeit, Wohnraum ist teuer, frisches Wasser knapp und der Grundwasserspiegel sinkt. Rund eine Milliarde Menschen leben laut der UN in Elendsquartieren. Hinzu kommen massive Umweltprobleme durch ungebremsten Flächenfrass sowie mangelnde Entsorgung von Müll und Abwasser. Viele Agglomerationen ersticken am Smog, den Industrie und Verkehr anrichten. Europa kennt diese Probleme kaum. Dies erklärt sich ziemlich einfach: In der Hauptstadt von Bangladesch leben rund 37 000 Menschen pro Quadratkilometer, in Basel dagegen sind es nur 5300

Metropolen stehen vor grossen Herausforderungen

Städte konsumieren zwei Drittel der Energie und verursachen drei Viertel aller CO₂-Emissionen. Künftig müssen sie sich daher drei Herausforderungen stellen: 1. Ressourcen wie Flächen, Wasser, Luft und Energie schützen, 2. Mobilität sinnvoll steuern und 3. Folgen des Klimawandels meistern. Eine zentrale Rolle wird dabei dem Einsatz von Technik zukommen. Millionen miteinander vernetzte Sensoren, intelligente Zähler und Kameras messen Energieverbrauch, Wasserdruck, Verkehr, Luftbelastung und vieles mehr. Elektronische Gehirne nutzen die Daten in Echtzeit und steuern gezielt Verkehr und benötigte Ressourcen. Erneuerbare Energien verbessern die Luftqualität. Wasser wird durch Nutzungsbeschränkungen, intelligente Leitungen und die biologische Aufbereitung von Brauchwasser schonend verwaltet. Um den Flächenwildwuchs zu bremsen, werden Flächen verdichtet oder neu überbaut. Verkehr ist künftig elektrisch, eingeschränkt, gebündelt oder durch moderne Verkehrsmittel, Seilbahnen oder Velos ersetzt.

Fernziel der Stadt Paris: autofreie Haushalte

Bestehende Städte müssen sich entlang ihrer Struktur weiterentwickeln. Das Beispiel Paris zeigt, wohin die Reise für die Bereiche Verkehr und Klimaschutz für Grossstädte geht:

  • Paris möchte bis 2050 CO₂-neutral werden. Dafür erlaubt es ab 2030 nur noch E-Fahrzeuge. Autos dürfen bereits heute nur noch 30 km/h fahren. Fernziel sind gänzlich autofreie Haushalte. Der Individualverkehr bräuchte dann kleinere Strassen und weniger Parkplätze, was neue Flächen für Fussgänger, Velos und Grünanlagen schafft.
  • Der Klimawandel trifft Städte häufig in Form von enormer Hitze. Paris reagiert mit der Begrünung als natürlicher Klimaanlage. Neben Parks sind es vor allem begrünte Fassaden, die die gefühlte Temperatur in dicht verbauten Gebieten um bis zu 13 Grad senken.

  • Hinzu kommt innerstädtische Landwirtschaft. Auf den Dächern von Paris erntet man inzwischen rund eine Tonne Obst und Gemüse am Tag. Paris will weitere 100 Hektar an Stadtfläche bepflanzen. Dies kühlt die Stadt, verbessert die Luft und reduziert den Lärm.

Neu entstehende Städte liegen meist in Randregionen und werden von Grund auf am Reissbrett geplant. Hier können die Planer SimCity spielen. King Abdullah Economic City ist eine solche Stadt, die seit 2005 in der arabischen Wüste für zwei Millionen Einwohner auf einer Fläche entsteht, in die Basel sieben Mal hineinpasst. Geplant sind ein Wirtschaftszentrum mit Tiefseehafen als Frachtumschlagsplatz, ein Flughafen, ein modernes Schienennetz und gute Fernstrassen. Die sechs Zonen Hafen, Industrie, Ausbildung, Erholung, Wohnen sowie ein Geschäftsviertel wurden so verzahnt, dass sich Fahrzeiten und Energieverbrauch minimieren. Ein modernes Leitungssystem schont die Wasserressourcen. Zudem entsteht eine Meerwasserentsalzungsanlage. Ob diese Retortenstädte auch lebenswert sind, muss sich noch zeigen. Die Zukunft ist offen, aber vielleicht durchstreifen künftig ja wirklich Flugtaxis die Häuserschluchten.
Kontakt

Dr. Rolf Wetzer, Finanzanalyst

Rechtliche Informationen

Rechtliche Informationen

Allgemein
Die BKB hat in Übereinstimmung mit den geltenden gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Regelungen (bzw. den Richtlinien der Schweizerischen Bankiervereinigung zur Sicherstellung der Unabhängigkeit der Finanzanalyse) interne organisatorische und regulative Vorkehrungen getroffen, um Interessenkonflikte bei der Erstellung und Weitergabe von Finanzanalysen zu vermeiden oder angemessen zu behandeln. In diesem Rahmen trifft die BKB insbesondere die geeigneten Massnahmen, um die Unabhängigkeit und die Objektivität der Mitarbeiter, die an der Erstellung von Finanzanalysen beteiligt sind oder deren bestimmungsgemässe Aufgaben oder wirtschaftliche Interessen mit den Interessen der voraussichtlichen Empfänger der Finanzanalyse in Konflikt treten können, sicherzustellen. 

Verbot bestimmter Mitarbeitergeschäfte
Die BKB stellt sicher, dass ihre Finanzanalysten sowie die an der Erstellung der Finanzanalyse beteiligten Mitarbeiter keine Geschäfte mit Finanzinstrumenten, auf die sich die Finanzanalysen beziehen, oder damit verbundenen Finanzinstrumenten tätigen, bevor die Empfänger der Finanzanalysen oder Anlageempfehlungen ausreichend Gelegenheit zu einer Reaktion hatten. 

Hinweis auf Bewertungsgrundlagen und -methoden –Sensitivität der Bewertungsparameter 
Die Analysen des Investment Research der BKB im sekundären Research beruhen auf allgemein anerkannten qualitativen und quantitativen Bewertungsgrundlagen und Bewertungsmethoden. Zur Unternehmens- und Aktienbewertung werden Methoden wie zum Beispiel Discounted-Cashflow-Analyse, KGV-Analyse sowie Peer-Group-Analyse angewandt. Die jeweiligen Erwartungen über die zukünftige Wertentwicklung eines Finanzinstrumentes sind Ergebnis einer Momentaufnahme und können sich jederzeit ändern. Die Einschätzung der zugrunde liegenden Parameter wird mit grösster Sorgfalt vorgenommen. Dennoch beschreibt das Ergebnis der Analyse immer nur eine aus einer Vielzahl möglicher zukünftiger Entwicklungen. Es ist die Entwicklung, der das Investment Research der BKB zum Zeitpunkt der Analyse die grösste Eintrittswahrscheinlichkeit beimisst.

Hinweis auf Empfehlung
Die in den Empfehlungen des Investment Research der BKB enthaltenen Prognosen, Werturteile oder Kursziele stellen, soweit nicht anders angegeben, die Meinung des Verfassers dar. Die verwendeten Kursdaten beziehen sich auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung, soweit nicht anders angegeben. 

Hinweis auf Zuverlässigkeit von Informationen und Veröffentlichung
Diese Veröffentlichung ist lediglich eine unverbindliche Stellungnahme zu den Marktverhältnissen und den angesprochenen Anlageinstrumenten zum Zeitpunkt der Herausgabe. Alle Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen, welche die BKB für zuverlässig hält, ohne aber alle diese Informationen selbst verifiziert zu haben. Eine Gewähr für deren Richtigkeit oder Vollständigkeit wird insofern seitens der BKB sowie der mit ihr verbundenen Unternehmen nicht übernommen. Die Veröffentlichung dient lediglich einer allgemeinen Information und stellt weder eine Anlageberatung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräusserung von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzt keinesfalls die persönliche Beratung durch unsere Kundenberater vor einem allfälligen Anlage- oder anderen Entscheid. Haftungsansprüche aus der Nutzung der dargebotenen Informationen sind ausgeschlossen, insbesondere für Verluste einschliesslich Folgeschäden, die sich aus der Verwendung dieser Veröffentlichung beziehungsweise ihres Inhalts ergeben. Eine Vervielfältigung oder Verwendung von Grafiken und Texten in anderen elektronischen Medien ist ohne ausdrückliche Zustimmung der BKB nicht gestattet. Eine inhaltliche Verwertung ist nur mit Quellenangabe zulässig, wobei um vorherige Übersendung eines Belegexemplars gebeten wird. 

Aufsicht
Die Basler Kantonalbank unterliegt der Aufsicht durch die Eidg. Finanzmarktaufsicht (FINMA), Laupenstrasse 27, 3003 Bern.

Basler Kantonalbank, Postfach, 4002 Basel
Telefon 061 266 33 33, welcome@bkb.ch

Diese Angaben dienen ausschliesslich Werbezwecken. Die Basler Kantonalbank (BKB) übernimmt keine Gewähr für deren Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit. Sie stellen weder ein Angebot oder eine Empfehlung dar, noch sind sie als Aufforderung zur Offertstellung zu verstehen. Bevor Sie Entscheidungen treffen, sollten Sie eine professionelle Beratung in Anspruch nehmen. Die jederzeitige Änderung der Angebote bzw. Leistungen der BKB sowie die Anpassung von Preisen bleiben vorbehalten. Einzelne Produkte oder Dienstleistungen können rechtlichen Restriktionen unterworfen sein und sind daher u.U. nicht für alle Kunden bzw. Interessenten verfügbar. Die Verwendung von Inhalten dieser Broschüre durch Dritte, insbesondere in eigenen Publikationen, ist ohne vorgängige schriftliche Zustimmung der BKB nicht gestattet.

Fusszeile