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Aktionärsrechterichtlinie II (SRD II)

Informationen zur Offenlegung von Kundendaten

Informationen zur Offenlegung von Kundendaten im Zusammenhang mit der Aktionärsrechterichtlinie II (EU) 2017/828

Informationen zur Offenlegung von Kundendaten im Zusammenhang mit der Aktionärsrechterichtlinie II (EU) 2017/828

Dieses Schreiben erläutert die Ziffer 16. der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Basler Kantonalbank («Bank») und ergänzt die von der Schweizerischen Bankiervereinigung publizierten Informationen über die Bekanntgabe von Kundendaten.

Aus Gründen besserer Verständlichkeit wird im Folgenden ausschliesslich die männliche Schreibweise verwendet, wobei diese auch die Kundinnen der Bank umfasst.

1. Zweck der Aktionärsrechterichtlinie II (EU) 2017/828

Die Aktionärsrechterichtlinie II (EU) 2017/828 ist eine Richtlinie der Europäischen Union («Richtlinie»), welche ab dem 3. September 2020 anwendbar ist. Die Richtlinie bezweckt die Steigerung der Transparenz zwischen Gesellschaften und ihren Anlegern sowie die Förderung einer langfristigen Mitwirkung der Anleger. Zur Erreichung dieser Ziele sieht die Richtlinie die Identifizierung der Anleger, die Übermittlung von Informationen und die Erleichterung der Ausübung namentlich von Aktionärsrechten vor. Die Mindestanforderungen diesbezüglich sind in der ebenso ab dem 3. September 2020 geltenden Durchführungsverordnung (EU) 2018/1212 präzisiert.

2. Anwendungsbereich der Richtlinie

Die Richtlinie und ihre nationalen Ausführungserlasse sind auf Gesellschaften anwendbar, die einerseits ihren Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum («EWR») haben; damit werden die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie Island, Liechtenstein und Norwegen umfasst. Andererseits müssen die von den Gesellschaften ausgegebenen Wertpapiere zum Handel an einem geregelten Markt im EWR oder in einem Drittstaat zugelassen sein.
Welche Arten von Wertpapieren auf welchen geregelten Märkten im EWR und ausserhalb des EWR in den Anwendungsbereich der Richtlinie fallen («betroffene Wertpapiere»), hängt von den nationalen Umsetzungsgesetzen der EWR-Mitgliedsstaaten ab. Die Richtlinie gilt primär für Aktien, die an einem geregelten Markt gehandelt werden. Einige nationale Umsetzungsgesetze gehen allerdings über die europäischen Mindestvorgaben der Richtlinie hinaus und erweitern deren Anwendungsbereich. Daher können z.B. auch Anleihen in den Anwendungsbereich fallen, sofern ein EWR-Mitgliedsstaat diese in das nationale Recht einbindet.

3. Offenlegung von Kundendaten

Gesellschaften mit Sitz im EWR («Gesellschaften») erhalten das Recht, sich über die Identität ihrer Anleger zu informieren, um mit ihnen Informationen auszutauschen. Der Anspruch auf Offenlegung der Anleger kann eine Gesellschaft weltweit gegenüber jeder Institution geltend machen, die betroffene Wertpapiere der Gesellschaft verwahrt. Als Konsequenz dieser Regulierung ist auch die Bank verpflichtet, der Gesellschaft auf deren Antrag hin Ihre Identität mitzuteilen, wenn Sie betroffene Wertpapiere in Ihrem Depot halten. Ihre Kundendaten gelangen mit einer Offenlegung auch ins Ausland. Die Daten unterliegen dann nicht mehr dem schweizerischen Da-ten¬schutzrecht und Bankkundengeheimnis. Dritte können nach lokalem ausländischem Recht auf diese Daten Zugriff erhalten.

3.1. Gibt es einen Schwellenwert für die Offenlegung der Identität der Anleger?

Die EWR-Mitgliedsstaaten können vorsehen, dass Gesellschaften Informationen zur Identität der Anleger verlangen dürfen, wenn ein gewisser Schwellenwert an betroffenen Wertpapieren oder Stimmrechten überschritten wird. In einigen EWR-Mitgliedsstaaten ist z.B. eine Identifikation möglich, wenn ein Anleger mehr als 0,5% der betroffenen Wertpapiere oder Stimmrechte hält.

3.2. Welche Kundendaten werden offengelegt?

Die Bank legt auf Verlangen einer Gesellschaft mindestens folgende Kundendaten offen:

  • Name und Kontaktdaten (einschliesslich vollständiger Adresse und, falls vorhanden, E-Mail-Adresse);
  • die nationale Registrierungsnummer oder eine eindeutige Kennziffer wie der Legal Entity Identifier (LEI), falls es sich beim Kunden um eine juristische Person handelt;
  • die Anzahl der gehaltenen betroffenen Wertpapiere;
  • die Kategorien oder Klassen der betroffenen Wertpapiere und das Datum, ab dem diese gehal-ten werden.

3.3. Kann ein Anleger die Offenlegung seiner Kundendaten verweigern?

Die Bank ist auf Anfrage zur Offenlegung der Identität von Anlegern verpflichtet. Bankkunden können sich daher nicht gegen die Offenlegung der erforderlichen Informationen gegenüber der anfragenden Gesellschaft entscheiden, wenn sich betroffene Wertpapiere in ihrem Depot befin-den. Wünschen Sie keine Offenlegung Ihrer Kundendaten, müssen Sie auf den Kauf beziehungsweise die Verwahrung von betroffenen Wertpapieren verzichten. 

4. Erleichterung der Ausübung von Aktionärsrechten

Aufgrund der neuen Bestimmungen ist die Bank verpflichtet, bestimmte zusätzliche Informationen zwischen der Gesellschaft und dem Anleger auszutauschen. Deshalb informiert die Bank ihre Kunden nach Erhalt von Informationen einer Gesellschaft über Hauptversammlungen und andere Unternehmensereignisse. Zudem erleichtert die Bank auf Wunsch ihrer Kunden insbesondere die Anmeldung zu Hauptversammlungen.

Information on the disclosure of customer data in connection with the Shareholders' Rights Directive II (EU) 2017/828

Information on the disclosure of customer data in connection with the Shareholders' Rights Directive II (EU) 2017/828

This letter explains Section 16 of the General Terms and Conditions of Basler Kantonalbank (the "Bank") and supplements the information published by the Swiss Bankers Association on the disclosure of customer data.

For ease of comprehension, the masculine form is used throughout these conditions; these references are intended to include also female clients of the Bank.

1. Purpose of the Shareholders' Rights Directive II (EU) 2017/828

The Shareholders' Rights Directive II (EU) 2017/828 is a directive of the European Union (the "Directive") which will apply from 3 September 2020. The Directive aims to increase transparency between companies and their investors and to promote long-term investor participation. In order to achieve these objectives, the Directive provides for the identification of investors, the trans-mission of information and the facilitation of the exercise of, in particular, shareholder rights. The minimum requirements in this respect are specified in the Implementing Regulation (EU) 2018/1212, which will also apply from 3 September 2020.

2. Scope of the Directive

The Directive and its national implementing decrees apply to companies established in the European Economic Area (the "EEA"); this will include the member states of the European Union, as well as Iceland, Liechtenstein and Norway. On the other hand, the securities issued by companies must be approved for trading on a regulated market in the EEA or a third country.
The types of securities in the regulated markets in the EEA and outside the EEA that fall within the scope of the Directive (the "Securities Concerned") depend on the national transposition laws of the EEA member states. The Directive applies primarily to shares traded on a regulated market. However, some national transposition laws go beyond the European minimum requirements for the Directive and extend its scope. Therefore, bonds, for example, may also fall within the scope of application, provided that an EEA member state incorporates them into national law.

3. Disclosure of Customer Data

Companies established in the EEA (the "Companies") will have the right to obtain information on the identity of their investors in order to exchange information with them. The right to investor disclosure may be asserted worldwide by a Company against any institution that retains the company's Securities Concerned. As a consequence of this regulation, the Bank is also required to provide the Company with your identity at its request if you hold Securities Concerned in your custody. Your customer data is also sent abroad where a disclosure takes place. The data will no longer be subject to Swiss data protection law and bank customer confidentiality. Third parties may have access to this data under local foreign law. 

3.1. Is there a threshold for disclosing the identity of investors?

EEA member states may provide that Companies may request information on the identity of investors if a certain threshold of Securities Concerned or voting rights is exceeded. In some EEA member states, for example, identification is possible if an investor holds more than 0.5% of the securities or voting rights concerned.

3.2. Which customer data is disclosed?

At the request of a Company, the Bank discloses at least the following customer data:

  • Name and contact details (including full address and, if available, e-mail address).
  • If the client is a legal entity, the national registration number or a unique identifier such as the "Legal Entity Identifier (LEI)" must be provided.
  • The number of securities held.
  • The categories or classes of the Securities Concerned and the date from which they are held.

3.3. Can an investor refuse to disclose their customer data?

The Bank is required to disclose the identity of investors upon request. Bank clients cannot, therefore, opt out of disclosing the necessary information to the requesting Company if Securities Concerned are in their custody. If you do not wish to disclose your customer data, you must refrain from purchasing or holding Securities Concerned.

4. Facilitating the exercise of shareholder rights

The new rules require the Bank to facilitate the exchange of certain additional information between the Company and the investor. Therefore, after receiving information from a Company, the Bank informs its clients about general meetings and other corporate events. In addition, at the request of its clients, the Bank can facilitate registration for general meetings.

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