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Gewusst wie: Nachhaltiges Anlegen & worauf es dabei ankommt

Das eigene Vermögen nachhaltig investieren - das ist heute der Wunsch von vielen Anlegerinnen und Anlegern. Doch wie macht man es am besten und worauf sollte man achten? Patrick Schürmann, Portfoliomanager für «Nachhaltige Anlagen» erklärt, worauf es für ihn persönlich dabei am meisten ankommt.
Am 09.04.2021 in Nachhaltigkeit von Christine Gueniat
Die Basler Kantonalbank leistet sich hohe ethische Standards in der Geschäftsausrichtung und engagiert sich insbesondere für das Thema Nachhaltigkeit. Hier setzen wir uns als Bank stets klare Ziele und überprüfen deren Fortschritt permanent.

Konkret betrachten wir das Thema Nachhaltigkeit durch ein ganzheitliches Prisma - also stets im Hinblick auf ökologische, ökonomische, aber auch soziale Aspekte. All diese Themengebiete in unserem Unternehmen - wie auch unsere Lösungen für nachhaltiges Investieren - wurden im Laufe der Zeit erfolgreich weitergedacht und weiterentwickelt. Das haben wir nicht zuletzt unseren engagierten Profis zu verdanken. – Christine Gueniat im Gespräch mit Patrick Schürmann, Portfoliomanager für «Nachhaltige Anlagen» im Asset Management der Basler Kantonalbank.

Christine Gueniat: Herr Schürmann, was genau macht Sie zum Profi für nachhaltiges Anlegen?

Patrick: Zunächst einmal finde ich den Anlagemarkt persönlich hochinteressant. Auch das Thema Nachhaltigkeit liegt mir sehr am Herzen und überzeugt mich einfach. Wesentlicher Baustein unserer Kompetenz ist, dass wir von einem starken Team profitieren, das sich ausschliesslich mit Nachhaltigkeit - u.a. im Bereich Investment beschäftigt. Dieses Team hat überzeugende und verbindliche Kriterien dafür aufgestellt, wann ein Unternehmen in der Schweiz und in der ganzen Welt als nachhaltig gilt. So können wir uns im Asset Management ganz auf die Titelselektion und Bewirtschaftung der Anlagen konzentrieren, um nachhaltiges Investieren für unsere Kundinnen und Kunden so einfach und effektiv wie möglich zu machen.

Wie wählt Ihr Team aus all den nachhaltigen Angeboten aus? Welche Massstäbe gelten dabei?

Für uns zählt: Passt ein Investment, bzw. eine Geldanlage ins Kundenprofil? Und: Generiert sie einen Mehrertrag? Schlussendlich geht es immer darum abzuwägen, ob ein Investment beibehalten oder ob gewechselt wird. Ein Beispiel: Ein alternativer Aktien-Europa-Fonds kann zwar historisch eine höhere Rendite ausweisen, aber wenn der Fonds einen anderen Investitionsansatz verfolgt, kann er das Risiko im Portfolio erhöhen und in einer divergenten Marktsituation schlechter dastehen.

Haben Sie Prüfkriterien bzw. Punkte, die Ihnen ganz persönlich wichtig sind?

Ja, die gibt es. Nachdem zum Beispiel die Fonds von den Spezialisten ausgewählt und empfohlen wurden, ist für mich schlussendlich der "Tracking Error" entscheidend. Er gibt Aufschluss über die Abweichung zur vorgegebenen Benchmark der Anlage und informiert darüber, wie stark das Portfolio verändert wird.

Wie beschreiben Sie Ihr persönliches Verhalten beim Anlegen?  

Mein eigenes Aktienportfolio ist nach dem Core-Satellite-Konzept investiert. Dieser Ansatz verbindet die klassische Buy-and-Hold-Strategie als Grundpfeiler mit der Beimischung von interessanten, aber auch risikoreicheren Anlagen. Demgemäss habe ich 2/3 passiv im breiten Aktienmarkt gestreut und 1/3 auf interessante Investmentthemen oder Einzelaktien verteilt.

Was raten Sie Freundinnen und Freunden, die ihr Geld erstmals in Aktien investieren wollen? 

Ich betone immer: Erstens, die Erwartungen vom Investor in Bezug auf Ertrag und Verlust müssen realistisch sein. Zweitens, die Höhe des investierten Betrages sollte immer mit der persönlichen finanziellen Situation im Einklang stehen und Chancen und Risiko gilt müssen gut aufeinander abgestimmt sein. Und: Falls das Investment mittelfristig wichtig für die eigene finanzielle Situation ist, sprich, wenn man sein Geld über einen eher kurzen Zeithorizont anlegt, dann ist unbedingt auch eine Diversifikation anzuraten. Auf jeden Fall gilt: Anfänger sollten sich Grundkenntnisse übers Anlegen aneignen. Kann oder will man jedoch nicht die Zeit aufbringen, um sich mit Einzeltiteln auseinanderzusetzen, so lohnt sich ein Blick auf Fonds oder ETFs (Exchange Traded Funds). Am wichtigsten für eine erfolgreiche Investition und für Chancen auf eine erfreuliche Rendite ist allerdings eine profunde Beratung rund ums Thema Vermögen und nachhaltiges anlegen.

Was waren für Sie inden letzten Jahren die einschneidendsten Ereignisse am Aktienmarkt?

 Definitiv die COVID-Krise. Neben den starken täglichen Marktbewegungen nach unten wie oben hat sich aber auch in diesem Fall bewahrheitet: Mit einer langfristigen Perspektive und vorausschauenden Vermögensplanung sollten kurzfristige Rückschläge verkraftbar sein.

Gibt es ein persönliches Ereignis, welches Sie in punkto Nachhaltigkeit beeinflusst oder geprägt hat?

Schon bevor unsere Sommer immer heisser wurden, ist mir der Klimawandel in der Schweiz aufgefallen – und zwar am Morteratsch-Gletscher: In jungen Jahren bin ich zweimal von der Diavolezza über den Gletscher ins Tal gewandert. Schon beim zweiten Mal war nicht zu übersehen, wie stark der Gletscher zurückgegangen ist. Zwischenzeitlich sind die ökologischen Veränderungen noch dramatischer.

Zu denken gegeben haben mir auch berufliche Erfahrungen – allerdings in positiver Hinsicht. Bei Investoren-Treffen spüre ich, dass «Environment, Social & Governance» – kurz ESG-Themen – für Unternehmen immer wichtiger werden. Immer mehr Unternehmen reicht es nicht aus, «nur» den CO2-Ausstoss zu verringern - sie weiten ihre Anstrengungen beispielsweise mittlerweile auch auf Lieferketten oder soziale Themen aus.


Möchten auch Sie Ihren Teil zum Klimaschutz beitragen? Dann investieren Sie klimafreundlich und zukunftsorientiert.

Christine Gueniat

Fachspezialistin Kommunikation

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