«Es findet ein Umdenken in der Finanzbranche statt»

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Martin Rohner übernimmt ab Januar 2023 den Vorsitz des Beirats Nachhaltigkeit des Konzerns BKB. Wie sieht er den Wandel in der Finanzbranche?
Am 22.09.2022 in Nachhaltigkeit

Welche Rolle kann der Finanzsektor bei der Vermeidung der Klimakrise spielen?

Der Finanzsektor ist mit der gesamten Realwirtschaft eng verflochten und verfügt daher über viele Anknüpfungspunkte, um den Klimaschutz zu fördern. Er kann die Kundinnen und Kunden sensibilisieren, und ihnen Lösungen aufzeigen, wie sie ihren Klimafussabdruck reduzieren können, und zu diesem Zweck die notwendige Finanzierung bereitstellen. Auch kann er aufzeigen, wie und wo die politischen Rahmenbedingungen angepasst werden müssen, um klimafreundlichen Lösungen flächendeckend zum Durchbruch zu verhelfen.

Wie bringt man die Banken dazu, dass sie diese Verantwortung auch tatsächlich übernehmen?

Es findet bereits heute ein Umdenken innerhalb der Finanzbranche statt, doch angesichts der nahenden Herausforderungen muss es noch deutlich schneller und entschiedener passieren. Eine Pflicht zur Offenlegung des Klimafussabdrucks der Banken könnte diese Entwicklung beschleunigen. Kundinnen und Kunden hätten dann eine bessere Grundlage, um zu entscheiden, welcher Bank sie ihr Geld anvertrauen.

Konkret, was kann eine nachhaltig handelnde Bank bewirken?

Banken können insbesondere bei der Kreditvergabe Anreize für klimafreundliche Investitionen setzen. Energetische Sanierungen, die sich notabene für die Eigentümer in der Regel auszahlen, können durch Zinsvergünstigungen gefördert werden. Unternehmen sollten durch umfassende Beratungsleistungen und vorteilhafte Kreditkonditionen dazu motiviert werden, klimafreundliche Investitionen zu tätigen. Dies stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Firmen und schont direkt das Klima. Bei nachhaltigen Geldanlagen ist es wichtig, dass besonders klimaschädliche Anlagen konsequent vermieden werden. Anlegerinnen und Anleger sollten zudem über ihre Anlage Einfluss auf die investierten Unternehmen ausüben, damit diese zunehmend nachhaltig arbeiten.

Werdegang Martin Rohner

Martin Rohner ist Executive Director der Global Alliance for Banking on Values, einem weltweiten Netzwerk der führenden nachhaltigen Banken. Als ehemaliger Vorsitzender der Geschäftsleitung der Alternativen Bank Schweiz ist ihm die nachhaltige Finanzbranche in der Schweiz bestens vertraut. Frühere berufliche Stationen umfassen die Max Havelaar Stiftung (Schweiz), das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und die Weltbank. Martin Rohner hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft der Hochschule St. Gallen und einen M.Phil Environment and Development der University of Cambridge, England.

Ab dem 1. Januar 2023 übernimmt Martin Rohner den Vorsitz des Beirats Nachhaltigkeit des Konzerns BKB. Dieser Beirat besteht aus 5 unabhängigen Expertinnen und Experten und berät den Konzern BKB bei ethischen, sozialen und ökonomischen Fragen sowie bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie.

Unsere Welt ist nachhaltig

  • Sie ist Teil der Unternehmensstrategie und prägt unser Kerngeschäft.
  • Die BKB engagiert sich seit Jahren für eine nachhaltige Entwicklung der Region. Dabei beachtet sie wirtschaftliche, ökologische und soziale Aspekte.
  • Für unsere Stromversorgung nutzen wir zu 100% erneuerbare Energie.
  • Die BKB hat ihre betrieblichen Emissionen in den letzten Jahren deutlich reduziert.
  • Seit 2018 sind wir klimaneutral. Unvermeidbare CO2-Emissionen kompensieren wir mit regionalen Klimaschutzprojekten.

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