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Zinsen, Währungen und Immobilienmarkt - Januar 2021

Die anhaltende Gesundheitskrise belastet weiterhin die US-Wirtschaft und trotz des Starts der Impfkampagne sieht das Fed mittelfristig grosse Risiken. Alles rund um Zinsen, Währungen und Immobilien erfahren Sie jetzt von BKB-CIO Dr. Sandro Merino. 

Am 08.01.2021 in Zinsen, Währungen und Immobilienmarkt von Dr. Sandro Merino

Fed verharrt im Krisenmodus

Die US-Notenbank (Fed) hat an ihrer Sitzung Mitte Dezember keine Änderung an ihrem geldpolitischen Kurs vorgenommen. Eine leichte Anpassung gibt es bei der Forward Guidance hinsichtlich des Anleihekaufprogramms. Demnach sollen die Käufe mindestens so lange fortgesetzt werden, bis wesentliche Fortschritte in den Zielen der Fed erreicht wurden. Trotz der leicht verbesserten Prognosen des Feds erachtet die überwiegende Mehrheit der Fed-Mitglieder eine Zinsanhebung vor dem Jahresende 2023 als nicht angemessen (Abb. 1). Die anhaltende Gesundheitskrise belastet die US-Wirtschaft, die Arbeitsmarktlage und die Preisentwicklung. Trotz des Starts der Impfkampagne und der Hilfspakete sieht das Fed auch mittelfristig beträchtliche Risiken.

Abb. 1: Erwartungen der einzelnen FOMC-Mitglieder

Quelle: US Federal Reserve, BKB

Ausblick

Die Corona-Pandemie hat sowohl die Wirtschaft als auch die Finanzmärkte stark beeinträchtigt. Mit massiven geld- und fiskalpolitischen Hilfsprogrammen wurden die Wirtschaft und die Kreditmärkte gestützt. Wie schnell sich die Wirtschaft erholen wird, hängt aber entscheidend vom Erfolg der Impfungen ab. Die tiefe Auslastung der Produktionskapazitäten in Kombination mit der ultraexpansiven Geldpolitik dürfte den Druck auf die Anleiherenditen aufrechterhalten. Selbst wenn die Renditen wieder etwas zulegten, sind wesentliche Steigerungen unwahrscheinlich. Hierfür spricht die Tatsache, dass sich an den tiefen Inflationsraten und der Unterauslastung der Wirtschaft in naher Zukunft nichts ändern dürfte. Hinsichtlich der Wechselkurse gehen wir für das Jahr 2021 davon aus, dass sich der Franken gegenüber dem Euro seitwärts bewegt bzw. sich allenfalls leicht abschwächen wird. Gemäss Kaufkraftparität ist der Franken zum Euro noch immer hoch bewertet. Zudem liess die positive Meldung über den Covid-Impfstoff die Nachfrage nach sicheren Häfen zurückgehen. Unsere Prognose für 2021 beträgt 1.08 CHF je EUR. Hingegen erwarten wir eine weitere Aufwertung gegenüber dem US-Dollar. Das Wahlprogramm Bidens, die Handelskonflikte mit China und der drastisch geschmolzene Renditevorteil von US-Anlagen dürften den US-Dollar weiter belasten. Hier lautet unsere Prognose für 2021 0.86 CHF je USD.

Schweizer Immobilienmarkt

Der Dezember war erneut ein sehr guter Monat für Schweizer Immobilienanlagen. Sowohl Immobilienaktien als auch Immobilienfonds notierten zum Monatsende gut 6 % höher. Damit ergibt sich für das gesamte Jahr ein gemischtes Bild. Während Immobilienfonds beinahe 11 % zulegen konnten, verloren Immobilienaktien rund 6,7 %. Immobilienaktien standen markttechnisch unter dem negativen Einfluss des gesamten Aktienmarktes und litten fundamental stärker unter der Corona-Krise, da sie deutlich mehr kommerziell genutzte Immobilien in den Büchern haben als Immobilienfonds. Für Immobilienfonds waren hingegen die Wohnimmobilien während der Krise tendenziell der rettende Anker. Längerfristig bleiben Immobilien jedoch ein beruhigendes Element im Portfolio. Über die letzten drei und fünf Jahre erzielten sowohl die Fonds als auch die Immobilienaktien eine annualisierte Performance von über 7,5 %. Der Grund dafür ist die langfristige Ausrichtung der beiden Treiber für deren Wertentwicklung: stabile Mieteinnahmen und steigende Bewertungen aufgrund gesunkener Zinsen. Positive Faktoren für den Immobilienmarkt bleiben die hohe Nachfrage, attraktive Ausschüttungsrenditen und der Ruf, eine krisenfeste Anlageklasse zu sein. Wir halten an unserer neutralen Gewichtung von 5 % im Segment der indirekten Immobilienanlagen fest.

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Dr. Sandro Merino

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Rechtliche Informationen

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