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Positiver Wirtschaftsausblick für die Region

Der von der Basler Kantonalbank veröffentlichte Wirtschaftsausblick 2017 zeigt, dass die Nordwestschweiz dank der Pharmaindustrie zu den dynamischsten Regionen der Schweiz gehört. Aber auch für die gesamte Schweiz zeichnet sich ab, dass die negativen Effekte des Frankenschocks überwunden sind und sich die Exportumsätze allmählich erholen. Eine unmittelbare Abkehr von den Negativzinsen steht in der Schweiz gemäss Expertenmeinung dennoch nicht bevor.

04.11.2016

4. November 2016

Positiver Wirtschaftsausblick für die Region

Der von der Basler Kantonalbank veröffentlichte Wirtschaftsausblick 2017 zeigt, dass die Nordwestschweiz dank der Pharmaindustrie zu den dynamischsten Regionen der Schweiz gehört. Aber auch für die gesamte Schweiz zeichnet sich ab, dass die negativen Effekte des Frankenschocks überwunden sind und sich die Exportumsätze allmählich erholen. Eine unmittelbare Abkehr von den Negativzinsen steht in der Schweiz gemäss Expertenmeinung dennoch nicht bevor.

Nordwestschweiz als wachstumsstärkste Region der Schweiz

In der Nordwestschweiz wird über ein Viertel der nominellen Wertschöpfung in der Pharmaindustrie generiert. Aufgrund der Tatsache, dass für die Pharmaindustrie im 2016 mit 3,2 bzw. mit 3,9 Prozent im 2017 eine recht dynamische Entwicklung erwartet wird, zählt die Nordwestschweiz zu den stärksten Wachstumsregionen der Schweiz. Die BIP-Prognosen sind mit 2,5 Prozent im 2017 denn auch höher als für die anderen Wirtschaftsregionen (Prognose Gesamtschweiz 2017: 1,7 Prozent).

 

Frankenschock allmählich überwunden

Die sich abzeichnende Erholung der Exportumsätze deutet darauf hin, dass die Schweizer Wirtschaft den Frankenschock allmählich überwunden hat. Für die Schweiz wird bis 2018 eine Beschleunigung des BIP-Wachstums auf 1.9 Prozent erwartet. Dr. Sandro Merino, Chief Investment Officer der BKB, ist vorsichtig optimistisch: Sobald die zentralen politischen Fragen zu den Beziehungen der Schweiz mit der EU geklärt sind, werden die Unternehmensinvestitionen ab 2017 wieder anziehen. Im Moment ist die Schweizer Wirtschaft jedoch wirtschaftspolitischen, politischen und ökonomische Risiken ausgesetzt, welche die konjunkturelle Erholung dämpfen könnten.“

 

Zinsen bleiben vorerst tief – wie lange ist ungewiss

Dr. Sandro Merino erwartet, dass sich die Zinsen weltweit nur langsam normalisieren werden. Zwar ist in den USA ein zweiter Zinsschritt bereits im Dezember wahrscheinlich. In Europa sei jedoch keine Zinserhöhung der EZB zu erwarten, solange ihr Anleihen-Kaufprogramm andauert. Merino rechnet damit, dass eine erste Zinserhöhung der EZB erst im Laufe von 2018 zum Thema werde, sofern die dann herrschende konjunkturelle Situation diese überhaupt zulasse. Entsprechend werde die SNB aufgrund der Abhängigkeit der Schweizer Wirtschaft vom EUR-Kurs auch im nächsten Jahr die Negativzinsen aller Voraussicht nach beibehalten. Prof. Dr. Tobias Straumann, Wirtschaftshistoriker der Universitäten Basel und Zürich, sieht für eine Normalisierung der Zinssituation derzeit noch gar keine Anzeichen. „Die US-Zentralbank hat Angst, mit einer allzu schnellen Zinserhöhung die Konjunktur abzuwürgen. Und in der Eurozone sitzen einige Staaten immer noch in einer Schuldenfalle. Sie könnten deshalb höhere Zinsen kaum verkraften."

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