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Basler Kantonalbank mit respektablem Ergebnis in schwierigem Umfeld 

Der Jahresabschluss des Konzerns BKB ist mit einem Bruttogewinn von 305,4 Mio. CHF um -10,8% schwächer als 2010 ausgefallen. Der Konzerngewinn liegt mit 220,7 Mio. CHF um -13,2% unter dem Vorjahresergebnis. Die konsolidierte Bilanzsumme erhöhte sich um +3,4 Mrd. CHF (+9,6%). Die Spar- und Anlagegelder nahmen um fast 1,0 Mrd. CHF zu.

 

Das Stammhaus Basler Kantonalbank erarbeitete in einem sehr schwierigen Finanzmarktumfeld einen um -9,8% tieferen Jahresgewinn von 79,7 Mio. CHF. Der Bruttogewinn erreichte 227,3 Mio. CHF (-19,8%). Der rekordhohe Zufluss der Kundengelder von 1,2 Mrd. CHF zeugt vom ungebrochenen Vertrauen in die Basler Kantonalbank.

16.02.2012

Basel, 16. Februar 2012

 

Basler Kantonalbank mit respektablem Ergebnis in schwierigem Umfeld

 

Der Jahresabschluss des Konzerns BKB ist mit einem Bruttogewinn von 305,4 Mio. CHF um -10,8% schwächer als 2010 ausgefallen. Der Konzerngewinn liegt mit 220,7 Mio. CHF um -13,2% unter dem Vorjahresergebnis. Die konsolidierte Bilanzsumme erhöhte sich um +3,4 Mrd. CHF (+9,6%). Die Spar- und Anlagegelder nahmen um fast 1,0 Mrd. CHF zu.

 

Das Stammhaus Basler Kantonalbank erarbeitete in einem sehr schwierigen Finanzmarktumfeld einen um -9,8% tieferen Jahresgewinn von 79,7 Mio. CHF. Der Bruttogewinn erreichte 227,3 Mio. CHF (-19,8%). Der rekordhohe Zufluss der Kundengelder von 1,2 Mrd. CHF zeugt vom ungebrochenen Vertrauen in die Basler Kantonalbank.

Hinweis: Nachfolgend werden die Jahresabschlüsse des Konzerns und des Stammhauses Basler Kantonalbank präsentiert. Über den Einzelabschluss der Tochtergesellschaft Bank Coop wurde bereits am 31. Januar 2012 informiert. Um eine korrekte Vergleichbarkeit der Jahresabschlusszahlen 2011 und 2010 zu gewährleisten, werden die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2011 ein letztes Mal bereinigt um die IT-Migrationskosten ausgewiesen.

 

Konsolidierte Jahresrechnung 2011:

 

Der Konzern BKB besteht hauptsächlich aus dem Stammhaus Basler Kantonalbank und der Bank Coop AG. Auf Konzernebene wirkten sich in der Berichtsperiode die gleichen Faktoren aus wie in den einzelnen Konzerngesellschaften.

 

Bruttogewinn von 305,4 Mio. CHF (-10,8% gegenüber dem Vorjahr)

In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld hat sich der Konzern BKB im Jahr 2011 gut behauptet. Der Rückgang des Bruttogewinns um -10,8% auf 305,4 Mio. CHF ist primär auf Bewertungsverluste zurückzuführen und stellt nicht das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit dar. Die Wertverminderung betrifft einerseits die Ausweitung der Bonitätsaufschläge (Credit Spreads) im letzten Quartal 2011, was zu Kurseinbussen auf dem Obligationen-Portfolio innerhalb des Handelsbestandes führte. Der Konzerngewinn liegt mit 220,7 Mio. CHF um -13,2% unter dem Vorjahresergebnis. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass im Vorjahresgewinn einmalige Erträge aus dem Teilverkauf einer Beteiligung durch die Bank Coop von 10,2 Mio. CHF enthalten waren. Die Cost Income Ratio im Konzern beträgt vergleichsweise gute 51,2%.

 

Zinserfolg mit +1,2% über Vorjahr

Im Hauptgeschäftsfeld konnte trotz enger werdender Zinsmarge eine Steigerung des Zinserfolgs auf 372,1 Mio. CHF erzielt werden (+1,2%). Aufgrund der schwierigen Marktverhältnisse resultierten aus dem Kommissionsgeschäft mit 183,3 Mio. CHF (-5,3%) und im Handelsgeschäft aufgrund der Ausweitung der Bonitätsaufschläge mit 65,2 Mio. CHF (-31,8%) geringere Erträge als im Vorjahr.

 

Tiefere Kosten

Diesem Ertragsrückgang begegnete der Konzern BKB durch gezielte Einsparungen beim Geschäftsaufwand von insgesamt -12,1 Mio. CHF. Damit steht einem um -7,3% tieferen Betriebsertrag von 625,5 Mio. CHF für 2011 ein geringerer bereinigter Geschäftsaufwand von 320,1 Mio. CHF (-3,6%) gegenüber, womit die Cost-Income-Ratio mit 51,2% den Vorjahreswert knapp verpasste (Vorjahr: 49,2%).

 

Erfreuliches Wachstum im Kundengeschäft

Die konsolidierte Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr um +3,4 Mrd. CHF oder um +9,6% auf 38,8 Mrd. CHF per 31.12.2011. Unter Einhaltung einer unverändert konservativen Kreditpolitik konnten die Kundenausleihungen um +1,4 Mrd. CHF auf 25,6 Mrd. CHF gesteigert werden. Wiederum sehr erfreulich präsentiert sich die Refinanzierungsseite. So nahmen im Konzern BKB die Spar- und Anlagegelder im zweiten aufeinanderfolgenden Jahr um fast 1 Mrd. CHF zu. Damit bilden die Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform mit einem Anteil von 55,9% (Vorjahr: 54,7%) nicht nur die bedeutendste Position innerhalb der Kundengelder von 24,3 Mrd. CHF (Vorjahr: 23,0 Mrd. CHF), sondern mit 13,6 Mrd. CHF auch eine sehr solide Basis zur Finanzierung des Ausleihungsgeschäftes.

 

Die Kundenvermögen betrugen Ende 2011 insgesamt 47,2 Mrd. CHF (31.12.2010: 49,2 Mrd. CHF). Für die Abnahme um -2.0 Mrd. CHF waren Performance- und Fremdwährungseinbussen resp. die bereits Mitte Jahr kommunizierten Sondereffekte im Zusammenhang mit dem Abgang von zwei institutionellen Kunden verantwortlich.

 

Eigene Mittel über 3 Mrd. CHF

Der Konzern BKB hat die Eigenkapitalbasis mit +36,8 Mio. CHF weiter gestärkt und verfügt Ende 2011 über ausgewiesene eigene Mittel von über 3 Milliarden-Franken (Vorjahr: 3,03 Mrd. CHF).

 


 

Jahresrechnung 2011 Stammhaus Basler Kantonalbank:

 

Kundenausleihungen um 1 Mrd. CHF gesteigert

Die Bilanzsumme der Basler Kantonalbank nahm im Geschäftsjahr 2011 um +13,4% auf 25,4 Mrd. CHF zu. Die Kundenausleihungen verzeichneten eine Zunahme um +7,9%, womit diese Ende Jahr einen Umfang von 13,0 Mrd. CHF aufwiesen. Davon konnte bei den Hypothekar­forderungen eine Steigerung um +609,5 Mio. CHF erzielt werden. Diese Zunahme ist hauptsächlich auf die hypothekarisch gedeckten Festen Vorschüssen und Darlehen von Grosskunden (+550,5 Mio. CHF) zurückzuführen. Dieses erfreuliche Wachstum wurde durch die unverändert angewendeten Grundsätze bei der Kreditvergabe mit konservativen Tragbarkeits- und Belehnungsrichtlinien erreicht.

 

Rekordhoher Zufluss an Kundengeldern

Auf der Passivseite konnte ebenfalls eine sehr erfreuliche Steigerung der Kundengelder auf 14,3 Mrd. CHF (Vorjahr: 13,0 Mrd. CHF) erzielt werden. Der rekordhohe Zufluss von +1,2 Mrd. CHF teilt sich auf die Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform mit +374,6 Mio. CHF (+6,3%) und auf die Sicht- und Termingelder mit +903,4 Mio. CHF (+13,1%) auf. Dadurch konnte der Refinanzierungsgrad weiter auf 110,0% (Vorjahr: 108,5%) verbessert werden.

 

Marktsituation beeinflusst Kundenvermögen negativ

Das Stammhaus Basler Kantonalbank verwaltete am 31.12.2011 Kundenvermögen von über 30 Mrd. CHF (Vorjahr: 33,0 Mrd. CHF). Dieser Rückgang ergab sich aufgrund der negativen Börsen- und Fremdwährungskursentwicklung. Wie bereits per Mitte 2011 kommuniziert, musste ein Abfluss von zwei institutionellen Kunden verzeichnet werden, welche eine Veräusserung eines Geschäftsfeldes, bzw. den Zusammenzug der Depots bei der Hauptbankverbindung vollzogen haben. Ohne diese beiden Abgänge hätte ein Neugeldzugang von 1 Mrd. CHF resultiert.

 

Stabiles Zinsengeschäft

Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft liegt mit 216,4 Mio. CHF (-1,2%) praktisch unverändert auf Vorjahreshöhe. Dank erneutem Volumenwachstum konnten der weiter anhaltende Margendruck im Ausleihungsgeschäft und die eingeschränkten Anlagemöglichkeiten für die überschüssige kurzfristige Liquidität weitgehend kompensiert werden.

 

Rückläufiges Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft

Die Einnahmen aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft bewegten sich im zurückliegenden Geschäftsjahr mit 116,6 Mio. CHF (Vorjahr: 125,0 Mio. CHF) auf einem tieferen Niveau. Die unsichere wirtschaftliche Lage resp. das mangelnde Vertrauen der Anleger in die Finanzmärkte führten zu generell schwachen Börsenumsätzen, wodurch die Courtage­einnahmen gegenüber dem Vorjahr um rund 20% gesunken sind. Während im Vorjahr bei ebenfalls be-

scheidenen Kursavancen an den Wertschriftenmärkten noch performanceabhängige Gebühren von 4,2 Mio. CHF vereinnahmt werden konnten, blieben diese Erträge infolge der schlechten Börsen mit 0,3 Mio. CHF praktisch vollständig aus.

 

Bewertungskorrekturen beeinträchtigen Handelserfolg

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft betrug 52,7 Mio. CHF und liegt damit -40,9% unter dem Vorjahr. Die Ursache dafür bildete ein analoger Effekt wie im Jahr 2008, indem die Ausweitung der Bonitätsaufschläge (Credit Spreads) zu Kursverlusten auf dem Obligationen-Portfolio innerhalb des Handelsbestandes führte. Diese Positionen verfügen über eine erstklassige Bonität. Deshalb ist davon auszugehen, dass die Kurseinbussen vorübergehender Natur sind und die Obligationen bei Laufzeitende vollständig zurückgezahlt werden. Das Ergebnis im Handel mit Wertschriften und Zinsderivaten nahm dadurch in der Berichtsperiode auf 4,6 Mio. CHF ab (Vorjahr: 39,6 Mio. CHF). Demgegenüber erwies sich der Devisen-, Sorten- und Edelmetall­handel mit 48,1 Mio. CHF für 2011 (-3,0%) als solide Einnahmequelle.

 

Übriger ordentlicher Erfolg

Der übrige ordentliche Erfolg fiel mit 28,0 Mio. CHF um -18,3 Mio. CHF unter dem Vorjahr aus. Dies ist primär auf die negative Börsenentwicklung, die zu einem tieferen Bewertungserfolg der Finanzanlagen führte, zurückzuführen.

 

Tiefere Kosten

Der bereinigte Geschäftsaufwand betrug 186,4 Mio. CHF, welcher dank beträchtlichen Kosteneinsparungen von fast 10 Mio. CHF deutlich reduziert werden konnte (Vorjahr: 196,2 Mio. CHF). Davon entfielen 122,1 Mio. CHF auf den Personalaufwand und 64,3 Mio. CHF auf den bereinigten Sachaufwand. Die Gründe für die Kostenreduktionen bilden Prozessoptimierungen und ein effektives Kostenmanagement.

 

Der tiefere Geschäftsaufwand (-5,0%) vermochte den Rückgang des Betriebsertrages (-13,7%) allerdings nicht zu kompensieren, womit der Bruttogewinn mit 227,3 Mio. CHF um 19,8% tiefer ausfiel. Die Cost-Income-Ratio beträgt 45,1% (Vorjahr: 40,9%), was im Branchenvergleich nach wie vor ein sehr guter Wert ist.

 

Konservative Kreditrisikopolitik

Die Abschreibungen auf dem Anlagevermögen sind gegenüber dem Vorjahr mit 15,5 Mio. CHF markant tiefer, was sich durch den Wegfall der in der Vorjahresperiode vorgenommenen Abschreibung bei der Beteiligung an der AAM Privatbank AG erklärt. Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste betragen 26,1 Mio. CHF (Vorjahr: 11,2 Mio. CHF). Die Basler Kantonalbank legt dabei grossen Wert auf eine solide Risikovorsorge und verfolgt auch unter Berücksichtigung des starken Ausleihungswachstums eine konstante, sehr konservative Kreditrisikopolitik.

 

Unveränderte Dividende von (brutto) CHF 3.30 pro BKB-PS

Als Jahresgewinn für 2011 weist das Stammhaus Basler Kantonalbank 79,7 Mio. CHF aus. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr mit -9,8% widerspiegelt das tiefere operative Ergebnis sowie die Absicht, auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten an der Ausschüttung einer unveränderten Dividende an die PS-Inhaber von CHF 3.30 brutto pro BKB-PS festzuhalten.

 

Durch den tieferen Jahresgewinn und die intensiv geführten Diskussionen zu den neuen Eigenmittelvorschriften für Banken in der Schweiz wurde die ordentliche Gewinnablieferung an den Kanton Basel-Stadt um -12,6% auf 42,6 Mio. CHF (Vorjahr: 48,8 Mio. CHF) zu Gunsten einer stärkeren Innenfinanzierung reduziert. Zusammen mit der Verzinsung des Dotationskapitals von 4,6 Mio. CHF und der Gewährsträger-Abgeltung von 21,0 Mio. CHF umfasst die Gesamtausschüttung an den Kanton Basel-Stadt für das Jahr 2011 insgesamt 68,2 Mio. CHF (Vorjahr: 85,0 Mio. CHF).

 

Eigene Mittel steigen auf 2,57 Mrd. CHF

Zur weiteren Stärkung der Eigenkapitalbasis wurde den Reserven für allgemeine Bankrisiken, bzw. den Reserven für eigene Beteiligungstitel ein Beitrag von 104,9 Mio. CHF zugewiesen. Nach Gewinnverwendung verfügt das Stammhaus Basler Kantonalbank über ausgewiesene eigene Mittel von 2,57 Mrd. CHF (Vorjahr: 2,45 Mrd. CHF).

 

Steuerangelegenheit mit den USA

Betreffend der Steuerangelegenheit mit den USA steht die Basler Kantonalbank im engen Kontakt mit den Behörden der Eidgenossenschaft und der USA, um eine Lösung auf dem Verhandlungsweg zu finden. Die Bank ist zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen.

Zum heutigen Zeitpunkt lässt sich nicht beurteilen, ob, wann und gegebenenfalls in welcher Höhe finanzielle Leistungen der BKB in diesem Zusammenhang anfallen werden. Deshalb wurden im Jahresabschluss per 31. Dezember 2011 keine Rückstellungen für den Steuerstreit mit den USA gebildet.

 

Im Weiteren hat die Basler Kantonalbank im letzten Jahr entschieden, dass sie sich im Vermögensverwaltungsgeschäft auf versteuerte Gelder fokussieren und insbesondere bei ausländischen Kunden alles daran setzen wird, keine unversteuerten Gelder anzunehmen.

 

Aktualisierung der Ziele per 2015

Vor dem Hintergrund zunehmend schwieriger gesamtwirtschaftlicher Aussichten und steigenden Herausforderungen im regulatorischen Umfeld hat die Basler Kantonalbank ihre Ziele per 2015 angepasst. Das Volumenziel per 2015 besteht einerseits in der Steigerung der Kundenausleihungen auf 15 Mrd. CHF und der Kundengelder auf 14,5 Mrd. CHF, andererseits sollen im Durchschnitt Netto-Neugelder (inkl. Übernahme von Teams und allfälligen Akquisitionen) von 650 Mio. CHF p.a. gewonnen werden. Das Ertragsziel per 2015 geht von einem Bruttogewinn von rund 330 Mio. CHF aus und strebt einen Betriebsertrag von rund 500 Mio. CHF an. Davon soll der Handelserfolg jeweils 100 Mio. CHF umfassen.

 

Ausblick 2012 Stammhaus und Konzern BKB

Die anhaltenden wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten an den Finanzmärkten erschweren eine verlässliche Einschätzung zur Entwicklung des Geschäftsergebnisses für 2012. Der Konzern BKB verfügt zusammen mit der Tochtergesellschaft Bank Coop über eine starke Positionierung, verbunden mit einer hohen Kosteneffizienz. Sofern sich die Wirtschaftslage und die Entwicklung an den Finanzmärkten nicht deutlich verschlechtern, rechnet die Basler Kantonalbank damit, operative Ergebnisse in der Grössenordnung von 2011 zu erzielen.

 

Die Informationen zu den Jahresabschlüssen Stammhaus Basler Kantonalbank und Konzern BKB finden Sie auch auf der Website www.bkb.ch.

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