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Die BKB möchte mehr Frauen in Führungspositionen – und spricht sie in den neuen Stellenanzeigen direkt an

Die BKB möchte mehr weibliche Talente an Bord holen. Dazu wurden als erstes die Stellenanzeigen überarbeitet. Eine der zahlreichen Änderungen in den Inseraten: Stellenbezeichnungen werden nur noch in der weiblichen Form ausgeschrieben. Wir sprechen mit Anna Keuerleber, Leiterin Employer Marketing, und Samantha Knobel, HR Business Partnerin, über die Neuerungen und Diversität im Recruiting.
Am 27.11.2020 in Die Bank von Christine Gueniat

Anna, die BKB hat bei der Diversity konkrete Ziele. Welche sind das und wie sollen sie erreicht werden?

In den nächsten drei Jahren möchten wir mehr Frauenpower in unserer Bank, denn wir haben festgestellt, dass wir bezüglich Gender Diversity noch nicht da sind, wo wir sein möchten. Deshalb fokussieren wir uns jetzt darauf. Es ist unser erklärtes Ziel, mehr Frauen in allen Funktionen, auch in der Führung, zu haben. Konkret heisst das: Ein Drittel aller neu besetzten Führungsfunktionen im Konzern, sprich der BKB und unserer Tochter Bank Cler, sollen Frauen sein.

Die deutliche Förderung von Frauen bringt natürlich etliche Änderungen mit sich. Beim ersten Kennenlernen der BKB als Arbeitgeberin soll künftig immer eine Frau dabei sein, um so ein möglichst diverses Bild bei der Auswahl künftiger Kolleginnen und Kollegen zu erhalten. Auch ist bei der Talententwicklung ein Frauenanteil geplant. Zudem verstärken wir unsere Rekrutierungsmassnahmen und versuchen über breiter angelegte Kanäle vermehrt Frauen anzusprechen.

Ein Drittel aller neu besetzten Führungsfunktionen sollen Frauen sein.
Anna Keuerleber, Leiterin Employer Marketing

Samantha, das Ziel «mehr Gender Diversity» betrifft auch das Personalmarketing, sprich die Stellenanzeigen. Wie sehen die neuen Anzeigen aus und was will die BKB damit erreichen?

Übergeordnet wollen wir uns mit guten, professionellen Inseraten vom vorherrschenden Einerlei abheben und uns im Wettbewerb um die besten Mitarbeitenden differenzieren. Ein Inserat der BKB soll «glustig» machen auf mehr und vor allem weibliche Kandidatinnen überzeugen, dass sich eine Bewerbung lohnt. Unsere Stelleninserate sind seit neuestem weiblich formuliert – die letzten 100 Jahre war der Text für Männer geschrieben, die Frauen waren schlichtweg mitinbegriffen. Wir kehren den Spiess jetzt einfach mal um. Zudem sind wir der Meinung, dass ein Motivationsschreiben nicht mehr zeitgemäss ist und setzen auf gezielte Fragen.

«Als Arbeitgeberin sind wir erfrischend bunt, vielfältig und divers» heisst es in den Anzeigen. Samantha, was bieten wir Mitarbeitenden und Kandidaten, die eine diverse Umgebung suchen?

Wir möchten sagen, wie wir sind und das auch zeigen. Über Dynamik oder Innovation schreiben viele Unternehmen. Das sind schöne Worte, aber aus unserer Sicht ist das zu oberflächlich. Erfrischend bunt, vielfältig und divers trifft es auf den Punkt und beschreibt uns gut. Zum Beispiel kommen unsere Mitarbeitenden nicht nur aus banknahen Anstellungen, sondern waren vorher bei der Polizei, im Detailhandel etc. Wir setzen uns in der Rekrutierung für altersdurchmischte Teams und Chancengleichheit ein, um so weitere Diversität anzustreben.

Ein Goodie der BKB ist auch, dass unsere Mitarbeitenden etwas bewegen, verändern und prägen können. Zudem sind verschiedene Meinungen gefragt und jede und jeder kann seine einbringen. Dazu gibt es verschiedene Gefässe, seien es Design Challenges, Strategieworkshops mit unserem CEO oder bereichsübergreifende Projekte. Übrigens wurde letzte Woche erneut von einem externen Beratungsunternehmen in einer Zertifizierung bestätigt, dass bei uns Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern herrscht.

Die letzten 100 Jahre war der Text für Männer geschrieben. Wir kehren den Spiess jetzt einfach mal um.
Samantha Knobel, HR Business Partnerin

Anna, mit den neuen Anzeigen differenziert sich die BKB ja stark von anderen Banken. Bringt uns das im Wettbewerb um gute Mitarbeitende einen Vorteil?

Davon sind wir überzeugt! Wichtig ist doch, dass wir mit unserem Angebot auf dem Arbeitsmarkt punkten können und einen transparenten Auftritt haben. Auch modern und erreichbar sollten wir sein. Uns ist aber auch bewusst, dass wir mit der Anpassung von Stelleninseraten nicht die Welt verändern – wichtig ist "dran zu bleiben". Wir möchten uns weiterentwickeln und die Besten auf dem Arbeitsmarkt finden, die auch zu unserem Erfolg beitragen wollen.

Christine Gueniat

Fachspezialistin Kommunikation

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