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Zufriedenstellendes Ergebnis

Die BKB stellt mit der Strategie 2018 bis 2021 den Kunden in den Mittelpunkt und die Weichen auf Wachstum. Mehr dazu im Interview mit Christoph Auchli, Leiter Bereich Finanzen und Risiko a.i. der Basler Kantonalbank.
Am 28.02.2019 in Die Bank von Ekaterina Cámara

Wie ist das operative Ergebnis 2018 ausgefallen?

Christoph Auchli: Wir haben in Anbetracht des herausfordernden Marktumfeldes und unter Berücksichtigung des ausserordentlich hohen Handelsergebnisses im Vorjahr nun im Geschäftsjahr 2018 insgesamt ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht, welches im Rahmen der Erwartungen liegt.

Was war 2018 die grösste Herausforderung für das Geschäft der BKB?

Einerseits die Unsicherheit am Markt aufgrund politischer Entwicklungen und andererseits das anhaltende Negativzinsumfeld. Der Druck auf die Margen ist sehr hoch. Für den Vergleich mit den US-Behörden hat die BKB 60,4 Millionen US-Dollar bezahlt.

Für den Vergleich mit den US-Behörden hat die BKB 60,4 Millionen US-Dollar bezahlt. Hat dies einen Einfluss auf das Ergebnis?

Für die Lösung der Steuerangelegenheit hatten wir 2013 eine Rückstellung von 100 Millionen Franken gebildet. Nach dem Vergleich konnten wir nicht mehr benötigte Rückstellungen im Umfang von 33 Millionen Franken aufl ösen. Der Geschäftserfolg hat sich um diesen Betrag erhöht.

Wie hat sich das Zinsengeschäft entwickelt?

Trotz des anhaltenden Negativzinsumfelds und dem Druck auf die Margen konnte die BKB den Zinserfolg leicht verbessern. Dazu beigetragen hat das erfreuliche Wachstum bei den Kundenausleihungen. Zudem konnten wir uns aufgrund unseres hervorragenden Ratings mit zwei neuen Anleihen kostengünstig refinanzieren

Wie sieht es im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft aus?

Das turbulente Börsenumfeld mit fallenden Kursen und die Unsicherheit an den Finanzmärkten hatten zur Folge, dass unsere Kunden weniger Transaktionen mit Wertschriften getätigt haben. Zudem haben wir 2018 ein für unsere Kunden vorteilhafteres Tarifmodell in der Vermögensverwaltung eingeführt. Das Ergebnis liegt daher erwartungsgemäss leicht unter dem Vorjahr.

Wie lief es im Handel?

Das Handelsgeschäft ist erfahrungsgemäss sehr volatil. Das ausserordentlich gute Ergebnis aus dem Vorjahr konnten wir 2018 erwartungsgemäss nicht wiederholen. Dankder Diversifi kation unserer Ertragspfeiler können wir einen solchen Rückgang jedoch etwas dämpfen.

Wie will die BKB ihre Ertragspfeiler nachhaltig stärken?

Der Schlüssel dazu ist unsere Wachstumsstrategie. Im Retailgeschäft wollen wir neue Kunden gewinnen und bestehende Kunden noch bedürfnisgerechter beraten. Das Geschäft mit institutionellen Kunden soll weiter wachsen und das Handelsgeschäft ausgebaut werden, indem wir zum Beispiel unsere Kunden vermehrt bei Emissionen von Anleihen unterstützen.

Sie geben die Negativzinsen an Geschäftskunden und ausgewählte Privatkunden weiter. Wann zahlen die Kleinsparer?

Wir geben Negativzinsen auch weiterhin nicht an die Kleinsparer weiter. Allerdings beobachten wir die Situation aufmerksam und bieten den Kunden alternative Anlagemöglichkeiten.

Wie lief es im Hypothekargeschäft?

Hier verzeichnen wir ein starkes Wachstum, sowohl mit Hypotheken für Privatkunden als auch für institutionelle Kunden. Wir agieren in diesem Geschäft allerdings sehr umsichtig und risikobewusst. Unsere strikte Kreditvergabepolitik ist unverändert und konsequent vorsichtig.

Wie hat sich die Kostenseite im Vergleich mit dem Vorjahr entwickelt?

Die Kosten haben wir im Griff . Auch ohne den Sondereffekt mit der Stärkung der Pensionskasse im Vorjahr sind sowohl die Personal- als auch die Sachkosten 2018 tiefer ausgefallen.

Wofür wird die BKB im Jahr 2019 am meisten Geld ausgeben?

Die Digitalisierung wird der grösste Kostenfaktor bleiben. Wir treiben die Automatisierung und Optimierung unserer Prozesse voran und bedienen unsere Kunden mit neuen digitalen Produkten und Dienstleistungen.

Wie haben sich die Spar- und Anlagegelder entwickelt?

Wir verzeichnen hier ein moderates Wachstum. Unsere Kunden nutzen jedoch intensiv unsere alternativen Anlagelösungen.

Wie steht es um die Sicherheit der Bank?

Wir sind sehr solide kapitalisiert und eine rundum sichere Bank. Die BKB weist eine überdurchschnittliche Gesamtkapitalquote von 17,6 Prozent und eine komfortable Leverage Ratio von 8,8 Prozent auf.

Warum hat Standard & Poor’s 2018 das Rating für die BKB erhöht?

Ausschlaggebend waren die finanzielle und wirtschaftliche Situation des Kantons Basel-Stadt, unsere signifikanten Fortschritte im Risikomanagement sowie unsere sehr solide Eigenkapital- und Liquiditätsbasis. Das hervorragende Rating AA+ wird uns bei der Umsetzung der Wachstumsstrategie unterstützen.

Wie partizipieren die PS-Inhaber am Ergebnis?

Die Inhaber von BKB-Partizipationsscheinen profitieren auch 2018 von einer konstanten Dividende (CHF 3.10) sowie einer attraktiven Dividendenrendite von 4,3 Prozent.

Was erwartet die BKB im Jahr 2019?

Die Negativzinsen, der Druck auf die Margen sowie die Einflüsse der politischen Entwicklungen auf die Finanzmärkte werden uns auch 2019 beschäftigen. Wir konzentrieren uns jedoch auf unsere Wachstumsstrategie und erwarten ein ähnliches Ergebnis.
Ekaterina Cámara

Ekaterina Cámara

Online-Marketing Redaktion

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