Rente oder Kapital – so entscheiden Sie richtig

Viele Menschen verbringen mehr Zeit damit, ihre Ferien zu planen als ihre Pensionierung. Dabei zählt der Entscheid, wie sie ihr Pensionskassenguthaben beziehen wollen, zu den folgenreichsten des Lebens – denn er ist unwiderrufbar.
Heute in Vorsorge von Melanie Bissig

Auf einen Blick

  • Entscheiden Sie sich früh: Rente, Kapital oder eine Mischung daraus. Die Fristen Ihrer Pensionskasse starten oft schon lange vor der Pensionierung.
  • Warten Sie zu lange, bleibt meist nur die Rente. Klären Sie die Regeln daher rechtzeitig.
  • Ihre Wahl prägt Ihren finanziellen Spielraum im Ruhestand. Wir beraten Sie gerne in einem kostenlosen Erstgespräch.

Einen Entscheid müssen Sie deutlich früher treffen als dann, wenn Sie Ihren Arbeitsplatz für immer räumen: Wollen Sie von der Pensionskasse das Kapital,
eine Rente oder eine Mischform beziehen? Je nach Pensionskasse variieren die Anmeldefristen beim Kapitalbezug zwischen einem Monat und drei Jahren vor der Pensionierung. Klären Sie darum die Bezugsbedingungen frühzeitig ab. Denn wer diese Frist verpasst, erhält in der Regel automatisch die Rente.

Rente oder Kapital – was passt besser zu mir?

Die Rente bietet Ihnen ein regelmässiges, lebenslanges Einkommen. Sie profitieren von Planungssicherheit und müssen sich nicht um die Anlage Ihres Vermögens kümmern. Im Gegenzug ist das Kapital nicht frei verfügbar und kann nur eingeschränkt vererbt werden. Beim Kapitalbezug erhalten Sie Ihr Guthaben – oft mehrere hunderttausend Franken – auf einmal. Das schafft Flexibilität: Sie können investieren, sich auch grössere Wünsche erfüllen – und das Vermögen Ihren Liebsten weitergeben. Dafür tragen Sie die Verantwortung für Anlage und Planung selbst, was Fachwissen oder gute Beratung voraussetzt.

Fragen, die Sie sich stellen sollten

Jede Lösung hat Vor- und Nachteile. Welche Sie stärker gewichten, hängt von Ihrer individuellen Situation ab.

  1. Familiäre Situation: Sind Sie verheiratet oder im Konkubinat? Gibt es Kinder? Auch der Altersunterschied in der Partnerschaft spielt eine Rolle.
  2. Gesundheit und Lebenserwartung: Je länger jemand lebt, desto besser sind die Chancen, von einer Rente zu profitieren.
  3. Persönliche Ziele: Planen Sie grössere Ausgaben, Schenkungen oder möchten Sie Vermögen vererben? Das würde eher für den Kapitalbezug sprechen.
  4. Finanzielle Situation: Einkommen, Vermögen und steuerliche Auswirkungen sollten ganzheitlich betrachtet werden.
Am Ende geht es nicht nur um Finanz-, sondern um Lebensfragen. Genau deshalb lohnt sich eine ganzheitliche Finanzplanung bei der Basler Kantonalbank.
Melanie Bissig, Leiterin Finanzplanung

Renten werden als Einkommen besteuert, Kapitalbezüge einmalig zu einem reduzierten Satz – danach unterliegt das Vermögen der Vermögenssteuer. Oft ist der Kapitalbezug darum steuerlich attraktiver als der Rentenbezug. Entscheiden Sie aber nie nur aus steuerlicher Sicht, es zählt das Gesamtbild.

Auswirkung auf Steuern

Alleinstehende Person, 65 Jahre, wohnhaft zur Miete im Kt. Basel-Stadt, Bezug einer max. einfachen AHV-Rente (inkl. 13. AHV-Rente) von 32 760 CHF

Jährliche PK-Rente:
25 000 CHF

Annahme:
Umwandlungssatz 5 % 

Einmaliger
Kapitalbezug:
500 000 CHF

Steuern: 7004 CHF

Grenzsteuersatz 23,6 %
Steuern: 47 300 CHF
Kapitalleistungssteuer
9,5 %

Netto PK-Rente:

17 996 CHF

Netto PK-Kapital:

452 700 CHF

Am Ende geht es nicht nur um Finanz-, sondern um Lebensfragen. Genau deshalb lohnt sich eine ganzheitliche Finanzplanung bei der Basler Kantonalbank. Wir rechnen Szenarien durch, zeigen Ihnen Chancen und Risiken auf und helfen Ihnen, die Variante zu finden, die wirklich zu Ihrer Situation passt. Damit Sie am Abend vor der Pensionierung wissen: Ich habe die richtige Wahl getroffen.

Realitätscheck: Warum die Lücke wächst

Viele verlassen sich darauf, dass AHV und Pensionskasse den gewohnten Lebensstandard sichern. Doch sinkende Umwandlungssätze führen zu tieferen Renten – während die Lebenshaltungskosten steigen und die Inflation die Kaufkraft schmälert.

Fakt ist: Im Schnitt decken AHV und Pensionskasse nur noch rund 60 Prozent des früheren Erwerbseinkommens. Selbst wer jahrzehntelang einbezahlt hat, steht oft vor Vorsorgelücken. Umso wichtiger ist es, diese frühzeitig zu entdecken und
wirksam vorzusorgen.

Vereinbaren Sie jetzt ein persönliches Beratungsgespräch und bringen Sie Ihren Pensionskassenausweis mit. Gemeinsam analysieren wir Ihre Vorsorgesituation und entwickeln eine Strategie, die auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.

Melanie Bissig

Leiterin Finanzplanung

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