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Globale Konjunktur - Februar 2022

Die Prognosen für die Konjunktur 2022 in der Eurozone sind gut, eine Lohnpreisspirale zeichnet sich noch nicht ab. Aktuelle Preistreiber sind die exorbitant gestiegenen Nahrungsmittel- und Energiepreise.
Am 04.02.2022 in Globale Konjunktur von Dr. Sandro Merino

USA: Anstieg des US-BIP über den Erwartungen

Im 4. Quartal 2021 ist das Bruttoinlandsprodukt gemäss der ersten offiziellen Schätzung deutlich stärker gestiegen als erwartet. Während die Prognosen einen Anstieg des realen BIP um 5,5 % (QoQ, annualisiert) in Aussicht stellten, legen die vorläufigen Zahlen einen Anstieg um fast 7 % nahe. Ein wichtiger Treiber war die Veränderung der Lagerbestände. Der Lageraufbau trug 4,9 %-Punkte zum BIP-Anstieg bei. Während ein deutlicher Anstieg der Lager im Falle eines ungeplanten Aufbaus als negative Indikation für die Wachstumsaussichten gilt, könnte die aktuelle Entwicklung auf eine gewisse Entschärfung der Lieferkettenproblematik hindeuten. Dies wäre positiv für die Konjunkturaussichten der nächsten Monate und könnte beim momentan hohen Inflationsdruck in den USA für etwas Entspannung sorgen. Negativ wiegt dagegen die Tatsache, dass der private Konsum allem Anschein nach nur um 3,3 % zulegen konnte. Generell bleiben die Aussichten für die US-Wirtschaft aber positiv, der Einkaufsmanagerindex der Industrie ist expansiv (Abb. 1).

Abb. 1: USA: Einkaufsmanagerindex der Industrie Quelle: BKB, Bloomberg

Eurozone: Arbeitslosenquote sinkt auf 7 %

Im Dezember ist die Arbeitslosenquote in der Eurozone auf den tiefsten Stand seit Verfügbarkeit der Zeitreihe gesunken. Sie liegt somit aktuell auch unter dem Stand vor Ausbruch der Covid-19-Pandemie (Abb. 2). Im Gegensatz zur Finanzkrise 2008/2009 hat sich die Coronakrise also nicht nachhaltig negativ auf die Lage auf dem Arbeitsmarkt ausgewirkt, der Einsatz der Kurzarbeit hat in vielen Ländern Schlimmeres verhindert. Trotz der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt und der positiven Prognosen für die Konjunktur 2022 zeichnet sich noch keine Lohn-Preis-Spirale in der Eurozone ab. Preistreiber sind aktuell vielmehr exorbitant gestiegene Energie- und höhere Nahrungsmittelpreise.

Abb. 2: Eurozone – Arbeitslosenquote, Quelle: BKB Bloomberg

Schweiz: Einkaufsmanagerindex deutlich expansiv

Trotz Omikronwelle, gestörten Lieferketten sowie hohen Energie- und Rohstoffpreisen bleiben die Aussichten gemäss der verfügbaren Frühindikatoren für die Schweizer Wirtschaft unverändert positiv. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie liegt mit 63,8 Punkten deutlich im expansiven Bereich und das KOF-Konjunkturbarometer (Abb. 3) bewegt sich über seinem langfristigen Durchschnitt. Die aktuellen Unwägbarkeiten gehen aber auch an der Schweizer Wirtschaft nicht spurlos vorüber. So hat sich die Konsumentenstimmung jüngst leicht eingetrübt und liegt nun nahe ihres langfristigen Durchschnitts. Als Ursache verweist das SECO unter anderem auf die – auch in der Schweiz – gestiegene Inflationsrate (Dezember +1,5 % YoY).

Abb.3: Schweizer Frühindikator und BIP; Quelle: BKB Bloomberg

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Dr. Sandro Merino

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