Aktienmarkt - Juli 2022

Deutliche Zinserhöhungen zum Ausdruck der restriktiven Geldpolitik der Notenbanken, anhaltend hohe Inflationsraten, die Sorge um die Erdgasversorgung in Europa und damit einhergehende Rezessionsängste dämpften den Risikoappetit der Investoren. Zum Monatsende wurde der Kursverfall jedoch abgeschwächt. Mehr dazu von BKB CIO Dr. Sandro Merino.
Am 01.07.2022 in Investment Letter von Dr. Sandro Merino

Kursverfall im Juni zum Monatsende abgeschwächt

Die Kursverluste an den Aktienmärkten der Industrieländer setzten sich im Juni zunächst fort (Abb. 1). Deutliche Zinserhöhungen zum Ausdruck der restriktiven Geldpolitik der Notenbanken, anhaltend hohe Inflationsraten, die Sorge um die Erdgasversorgung in Europa und damit einhergehende Rezessionsängste dämpften den Risikoappetit der Investoren. Defensive Titel wie Basiskonsumgüter, Gesundheitswerte und Kommunikationsdienstleister zeigten dabei die geringsten, zyklische Energie- und Grundstoffwerte die höchsten Verluste. Im späteren Monatsverlauf entspannte sich jedoch die Lage am Aktienmarkt, als die zuvor stark gestiegenen Obligationenrenditen konsolidierten. Das Ende der strengen Lockdown-Massnahmen in China und die Hoffnung auf eine konjunkturelle Belebung führten zu einer Erholung des grössten Aktienmarkts im Schwellenländer-Index, der dementsprechend den Industrieländerindex übertreffen konnte.

Abb. 1:  Regionale Aktienperformance; Quelle: BKB, Bloomberg (MSCI). Tägliche Daten bis 28.6.2022

Net-Total-Return-Indizes in CHF, 31.5.2022 = 100

Inflation und Aktienrenditen

Datenauswertungen über längere Zeiträume zeigen, dass das ideale Umfeld für Aktien eine Inflation um 2 % impliziert (Abb. 2). Es ist kein Zufall, dass dies dem vorherrschenden Inflationsziel der Zentralbanken entspricht. Sollten die Inflationsraten wie allgemein prognostiziert in den nächsten Monaten auf moderate Niveaus absinken, wäre dies konstruktiv für Aktien.

Anlagestrategie

Wir halten an der aktuellen Aktienquote fest. Diese liegt momentan geringfügig über der strategischen Quote. Trotz aller Schwierigkeiten und Risiken, die die Finanzmärkte beeinflussen (Krieg, Covid-19, gestörte Lieferketten), sprechen diverse Faktoren für eine leichte Übergewichtung von Aktien. Dazu zählen die bislang sehr robusten Unternehmensergebnisse, die fairen Bewertungen und die Vorwegnahme negativer Einflüsse in den Kursrückgängen, die bislang trotz negativen Revisionen positiven konjunkturellen Wachstumserwartungen sowie die Prognosen einer wieder sinkenden Inflation.

Abb.2: Aktienrenditen und Inflation in der Schweiz 

Quelle: Pictet, BfS, eigene Berechnungen BKB. Basierend auf rollierenden jährlichen Daten 1925–2021

Dr. Sandro Merino

Chief Investment Officer und Leiter BKB Asset Management

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Rechtliche Informationen

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