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Zinsen, Währungen und Immobilienmarkt - Februar 2021

Das FED passt seine Geldpolitik derzeit nicht an - diese bleibt weiter locker. Für eine Reduktion der Anleihekaufprogramme ist es, so FED-Chef Powell, noch zu früh. Alles rund um Zinsen, Währungen und Immobilien erfahren Sie jetzt von BKB-CIO Dr. Sandro Merino. 

Am 06.02.2021 in Zinsen, Währungen und Immobilienmarkt von Dr. Sandro Merino

Fed Geldpolitik bleibt weiter locker

Die US-Notenbank (Fed) hat an ihrer jüngsten Sitzung entschieden, an den bisherigen Leitzinsen sowie den monatlichen Anleihekaufprogrammen festzuhalten. Aus Sicht der Fed-Mitglieder gibt es keinen Grund, die aktuelle Geldpolitik anzupassen. Die Erholung der Wirtschaftstätigkeit und Beschäftigung hat sich in den letzten Monaten abgeschwächt. Es ist demnach laut Fed-Chef Powell verfrüht, um beispielsweise über eine mögliche Reduktion der Anleihekaufprogramme zu diskutieren. Die weitere Entwicklung hängt aus seiner Sicht im Wesentlichen vom Verlauf der Corona-Pandemie ab. Kurzfristig dürfte die Gesundheitskrise die Wirtschaft weiterhin belasten. Für das zweite Halbjahr ist die Fed jedoch zuversichtlicher. 

EZB setzt eingeschlagenen Weg fort

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat an seiner ersten Sitzung 2021 den geldpolitischen Kurs des vergangenen Jahres bestätigt. Demzufolge beschlossen die Mitglieder, die Leitzinsen und Kaufprogramme sowie die Forward Guidance unverändert zu belassen. Der Beginn der Impfkampagne im gesamten Euroraum stellt gemäss EZB-Präsidentin Lagarde in der Bekämpfung der Gesundheitskrise einen Meilenstein dar. Dennoch überwiegen kurzfristig die Abwärtsrisiken für die Konjunktur. Unter diesen Voraussetzungen sind deshalb gemäss Lagarde nach wie vor umfangreiche geldpolitische Impulse notwendig. Im März trifft sich der EZB-Rat zur nächsten Sitzung.

Ausblick

An den Finanzmärkten dominiert insgesamt der Optimismus, dass das Virus besiegt werden kann. Dieser Optimismus ist auch am Anleihenmarkt erkennbar. Die Risikoaufschläge für höherverzinsliche Titel sind wieder deutlich zurückgekommen. Auch bei den Renditen der Staatsanleihen gab es zwischenzeitlich eine Gegenbewegung. Insgesamt aber sank die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen der USA und Deutschlands seit Ende Januar 2020 bzw. im Fall der Schweiz seit Mitte März (Abb. 1). Die Furcht vor den Corona-Mutationen sowie die Impfverzögerungen sorgen weiterhin für einen erhöhten Bedarf an Sicherheit. Angesichts der unattraktiven Renditenaussichten bleiben wir in unseren Mandaten bei den Obligationen deutlich untergewichtet.

Abb. 1: Rendite 10-jähriger Staatsanleihen

(31.01.2020–27.01.2021), Quelle: BKB, Bloomberg

Schweizer Immobilienmarkt

Nach einem erfreulichen Dezember als Abschluss eines durchwachsenen Jahres 2020 starteten die Schweizer Immobilienanlagen mit einer Kurskorrektur ins Jahr 2021. Die Immobilienfonds verzeichneten einen Rückgang von rund 3,5 %, während Immobilienaktien den Verlust auf 2,3 % beschränken konnten.Die Gründe für diese Konsolidierung waren zum einen technischer Natur in Form von Gewinnmitnahmen nach dem guten Vormonat. Auf der fundamentalen Seite sorgten die verschärften Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für neue Bedenken, dass die damit verbundenen wirtschaftlichen Rückschläge auf den Immobilienmarkt übergreifen könnten. So verloren sowohl Wohn- als auch kommerzielle Fonds gleichermassen. Als einer der wenigen konnte sich der nachhaltige CS Green Property dieser Tendenz entziehen und beendete den Monat im Plus.

Längerfristig bleiben Immobilien jedoch ein beruhigendes Element im Portfolio. Über die letzten drei und fünf Jahre erzielten sowohl die Fonds als auch die Immobilienaktien eine annualisierte Performance von über 7 %. Der Grund dafür ist die langfristige Ausrichtung der beiden Treiber für deren Wertentwicklung: stabile Mieteinnahmen und steigende Bewertungen aufgrund gesunkener Zinsen. Positive Faktoren für den Immobilienmarkt bleiben weiterhin die hohe Nachfrage, attraktive Ausschüttungsrenditen und der Ruf, eine krisenfeste Anlageklasse zu sein.

Wir halten an unserer neutralen Gewichtung von 5 % im Segment der indirekten Immobilienanlagen fest.

Wie legen Sie Ihr Vermögen am besten an? Lassen Sie sich beraten und entscheiden Sie selbst. Oder definieren Sie mit uns Ihre persönliche Anlagestrategie und überlassen Sie die Umsetzung der Basler Kantonalbank.

Dr. Sandro Merino

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Rechtliche Informationen

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