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Globale Konjunktur - April 2021

Die USA legen eine hohe Impfgeschwindigkeit an den Tag, entsprechend positiv sind auch die Erwartungen der Ökonomen und die Konsumentenstimmung. Mehr dazu sowie die wichtigsten Konjunktur-News aus der Schweiz und der Eurozone gibt es von Chief Investment Officer Dr. Sandro Merino.
Am 09.04.2021 in Globale Konjunktur von Dr. Sandro Merino

USA: Prognosen des BIP wurden angehoben

Während die durchschnittliche Wachstumsprognose des BIP für die USA zu Beginn des Jahres noch bei etwas mehr als 4 % lag, rechnen Ökonomen nun mit einem Anstieg von knapp 6 %. Gründe sind das hohe Impftempo und das vom Kongress beschlossene Ausgabenprogramm über 1900 Milliarden US-Dollar. Die Anhebung der Wachstumsprognosen ist auch für Europa und den Rest der Welt eine gute Nachricht, ist die USA doch nach wie vor die grösste Volkswirtschaft auf unserer Erde. Die positiven Erwartungen der Ökonomen spiegeln sich auch in der Stimmung unter den Unternehmen und den Konsumenten wider. Die Stimmung unter den Konsumenten konnte im März deutlich stärker als erwartet zulegen, Gleiches gilt für die Erwartungskomponente des Indikators. Beide erreichen aktuell den nahezu gleichen Indexstand (Abb. 1). Der Anstieg ist wichtig, weil der private Konsum in den USA rund 70 % der Wirtschaftsleistung ausmacht.

Abb.1: USA - Konsumentenstimmung

Eurozone: Schleppendes Impftempo belastet 

Während in den USA das hohe Impftempo zu einer Anpassung der Wachstumsprognosen nach oben geführt hat, gilt der schleppende Verlauf der Impfungen in Europa als Belastung. Aufgrund der anhaltenden Lockdown- Massnahmen kommt es bei der Konjunkturerholung zu zeitlichen Verzögerungen, die Wachstumsprognosen wurden entsprechend leicht gesenkt. Hatte Europa zu Beginn des Jahres im Vergleich zu den USA noch die Nase vorn, wird momentan nur noch mit einen Anstieg des BIP um gut 4 % gerechnet. Dennoch gilt auch hier: Die Aussichten bleiben intakt. Dies zeigt auch der Blick auf verschiedene Wirtschaftsdaten. Trotz Lockdown und 3. Welle legte auch in Europa die Konsumentenstimmung zu (Abb. 2). 

Abb.2: Eurozone - Stimmungsindikatoren

Schweiz: KOF-Indikator aufwärts 

Trotz aller Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie ist der KOF-Indikator auf den höchsten Stand seit Sommer 2010 gestiegen (Abb. 3). Damit signalisiert das Konjunkturbarometer eine rasche Erholung der Schweizer Wirtschaft in den kommenden Monaten. Der aktuelle Anstieg ist in erster Linie auf die Indikatoren aus dem Industriebereich zurückzuführen. Aber auch die in- und ausländische Nachfrage deuten auf eine – wenn auch schwächere – Erholung hin. Generell gilt aber auch für die Schweiz, dass die Lockdown-Massnahmen einer dynamischeren Entwicklung der Konjunktur vorerst noch entgegenstehen. Für das BIP erwarten Ökonomen durchschnittlich eine Zunahme von knapp 3,5 % im laufenden Jahr.

Abb.3: Schweizer Frühindikator und BIP

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Rechtliche Informationen

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Dr. Sandro Merino

Dr. Sandro Merino

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