Navigieren auf bkb.ch

Service-Links

Zinsen, Währungen und Immobilienmarkt - November 2020

Der Oktober war ein schwacher Monat für Schweizer Immobilienanlagen. Immobilienaktien konnten sich nicht dem allgemeinen Aktientrend entziehen und gaben rund 3,5 % nach. Auch Immobilienfonds waren schwach. Mehr zu Zinsen, Währungen und Immobilien erfahren Sie jetzt von BKB-CIO Dr. Sandro Merino. 

Am 06.11.2020 in Zinsen, Währungen und Immobilienmarkt von Dr. Sandro Merino

Fed hält sich in Bereitschaft

Die US-Notenbank (Fed) hat im Rahmen ihrer Sitzung beschlossen, an den Leitzinsen und den umfangreichen Wertpapierkäufen festzuhalten. Zwar setzt sich gemäss Fed-Chef Powell die Erholung bei Wirtschaftsaktivität und Beschäftigung fort, diese liegt aber immer noch weit unterhalb des Vorkrisenniveaus. Die weitere Entwicklung hängt aus Sicht der Fed hauptsächlich vom Verlauf der Corona-Pandemie ab. Diese stellt ein erhebliches Risiko für den mittelfristigen Konjunkturausblick dar. Das Fed ist deshalb entschlossen, alle verfügbaren geldpolitischen Instrumente zum Wohle der US-Wirtschaft einzusetzen.

EZB signalisiert geldpolitische Lockerung im Dezember

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat an seiner letzten Sitzung beschlossen, die Leitzinsen der EZB unverändert zu belassen. Ferner werden die Anleihekaufprogramme in ihrem bisherigen Umfang fortgesetzt. Seit der letzten Sitzung vom September haben sich die kurzfristigen Konjunkturaussichten aufgrund der stark ansteigenden Corona-Fallzahlen verschlechtert. Die Risiken tendieren aus Sicht der EZB deutlich nach unten. EZB-Chefin Lagarde kündigte eine umfassendere Neubeurteilung der Lage für die nächste Sitzung im Dezember an. Auf der Grundlage der neu zur Verfügung stehenden Projektionen für Konjunktur und Inflation wird die EZB ihre Instrumente der Lage entsprechend neu ausrichten. Dabei werden sämtliche geldpolitischen Instrumente betrachtet, um bestmöglich auf die konjunkturellen Herausforderungen zu antworten. 

Abb. 1: Rendite 10-jähriger Staatsanleihen

Quelle: BKB, Bloomberg

Ausblick

Die Verschärfung der Corona-Restriktionen aufgrund der stark steigenden Neuinfektionen insbesondere in Europa haben die Märkte zunehmend in Mitleidenschaft gezogen. Dies sorgte an den Finanzmärkten für eine deutliche Zunahme der Risikoaversion. Entsprechend kamen die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen der USA, Deutschlands und der Schweiz unter Druck (Abb. 1). Wir bleiben aufgrund der unattraktiven Renditenaussichten in unseren Mandaten bei den Obligationen deutlich untergewichtet.

Schweizer Immobilienmarkt

Der Oktober war ein schwacher Monat für Schweizer Immobilienanlagen. Immobilienaktien konnten sich nicht dem allgemeinen Aktientrend entziehen und gaben rund 3,5 % nach. Auch Immobilienfonds waren schwach und notierten zum Monatsende ca. 1,7 % im Minus. Im Jahrestrend liegen nun die Immobilienaktien rund 14 % tiefer als zu Jahresbeginn, während sich die Immobilienfonds mit knapp 0,5 % im Plus behaupten konnten. Es gibt zwei Gründe für diese unterschiedliche Entwicklung. Zum einen folgen Immobilienaktien dem Aktienmarkt und sind damit deutlich volatiler als Fonds. Zum anderen besitzen Immobilienaktien deutlich mehr kommerziell genutzte Immobilien als die Fonds. Diese belasten jedoch derzeit das Ergebnis deutlich. Für Immobilienfonds hingegen waren die Wohnimmobilien während der Corona-Krise tendenziell der rettende Anker. Längerfristig bleiben Immobilien jedoch ein beruhigendes Element im Portfolio. Der Grund dafür ist die langfristige Ausrichtung der beiden Treiber für deren Wertentwicklung: Mieteinnahmen und die Entwicklung des Diskontsatzes zur Immobilienbewertung. Die Mieteinnahmen haben sich bislang als sehr stabil erwiesen. Aufgrund der lockeren Geldpolitik sind derzeit keine Zinserhöhungen zu erwarten. Dies nimmt Druck von den Bewertungsrisiken. Die Aufgelder haben sich im Oktober leicht verringert und liegen noch immer deutlich unter den Werten, die Investoren zum Jahresbeginn bereit waren zu bezahlen. Positive Faktoren für den Immobilienmarkt bleiben die hohe Nachfrage, attraktive Ausschüttungsrenditen und der Ruf, eine krisenfeste Anlageklasse zu sein. Wir halten an unserer neutralen Gewichtung von 5 % im Segment der indirekten Immobilienanlagen fest.

Wie legen Sie Ihr Vermögen am besten an? Lassen Sie sich beraten und entscheiden Sie selbst. Oder definieren Sie mit uns Ihre persönliche Anlagestrategie und überlassen Sie die Umsetzung der Basler Kantonalbank.

Dr. Sandro Merino

Dr. Sandro Merino

Chief Investment Officer

Erfahren Sie aus erster Hand die Einschätzungen unseres Chief Investment Officers, Dr. Sandro Merino, und überprüfen Sie Ihre Anlagestrategie mit Ihrer Kundenberaterin oder Ihrem Kundenberater.

Rechtliche Informationen

Rechtliche Informationen

© Basler Kantonalbank / Diese Angaben dienen ausschliesslich Werbezwecken und stellen eine freiwillige Dienstleistung der Basler Kantonalbank (BKB) dar, auf welche kein Rechtsanspruch besteht. Die BKB kann die Publikation jederzeit ohne Vorankündigung einstellen. Die publizierten Informationen dienen nicht der Anlageberatung und stellen in keiner Weise ein Kaufangebot, eine Anlageempfehlung oder eine Entscheidungshilfe in rechtlichen, steuerlichen, wirtschaftlichen oder anderen Belangen dar. Sie dienen einzig informativen Zwecken. Die in dieser Information verarbeiteten Aussagen, Stammdaten, Kennzahlen und Marktkurse bezieht die BKB aus öffentlich zugänglichen Quellen, die sie für zuverlässig hält. Eine Garantie für Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben, deren Auswertung oder deren Wiedergabe kann die BKB nicht übernehmen und keine Aussage ist als Garantie zu verstehen. Es wird keine Haftung für Verluste oder entgangene Gewinne übernommen, die aus der Nutzung oben stehender Informationen entstehen könnten. Zum Ausdruck gebrachte Meinungen können sich ohne vorherige Ankündigung ändern. Die in dieser Publikation enthaltenen Anlageinformationen könnten – je nach speziellen Anlagezielen, Zeithorizonten oder bezüglich des Gesamtkontextes der Finanzposition – für bestimmte Investorinnen und Investoren ungeeignet sein. Wir empfehlen, dass diese, bevor sie Anlageentscheidungen treffen, sich den Rat der Anlageberaterin bzw. des Anlageberaters ihrer Bank einholen. Diese Informationen richten sich ausschliesslich an natürliche und juristische Personen sowie Personengesellschaften und Körperschaften mit Wohnsitz bzw. Sitz in der Schweiz.

Fusszeile