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Globale Konjunktur - April 2020

Die USA ist ins Epizentrum der Corona-Epidemie gerückt. Wie wirkt sich die Corona-Krise auf die globalen Märkte aus? Dies und mehr erfahren Sie jetzt von Chief Investment Officer Dr. Sandro Merino.

Am 04.04.2020 in Globale Konjunktur von Dr. Sandro Merino

USA: Im Epizentrum der Corona-Pandemie

Nachdem Donald Trump die Gefährlichkeit des Coronavirus wochenlang geleugnet hatte, entwickelt sich die USA nun rasch zum Epizentrum der Pandemie. Entsprechend kommen die Prognosen für das BIP zunehmend unter Druck. Im Vergleich zu anderen Regionen – insbesondere Europa – fielen die Abwärtsrevisionen von Ökonomen bislang meist jedoch relativ moderat aus. Dies wurde zum Teil mit der geringeren Abhängigkeit der US-Wirtschaft vom internationalen Handel begründet. Während die starke Binnenwirtschaft in Krisenzeiten oft ein Vorteil war, könnte sie sich aktuell als Damoklesschwert erweisen. Die US-Wirtschaft ist wie sonst keine Volkswirtschaft der Welt auf den privaten Konsum angewiesen. Er macht rund 70 % der gesamten Wirtschaftsleistung aus. Die sich in Ausmass und Dauer abzeichnenden Quarantänemassnahmen werden einen grossen Teil der US-Wirtschaft lahmlegen. Wegen der hohen Abhängigkeit vom privaten Konsum und der Risiken am Arbeitsmarkt (Abb. 1) scheinen viele Prognosen noch zu optimistisch. Ein Einbruch des BIP von mehr als 5 % ist durchaus realistisch.

Abb. 1: USA – Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe;
Quelle: BKB, Bloomberg

EU: Kurze, aber heftige Rezession

Für Länder in der Eurozone wird dagegen bereits ein teils dramatischer Einbruch der Wirtschaftsleistung erwartet. Besonders Italien und Spanien dürften stark negativ betroffen sein. Aber auch für Deutschland und Frankreich liegen die Prognosen im mittleren einstelligen Minusbereich. Umso wichtiger ist es, eine Insolvenzwelle zu vermeiden und einer Explosion der Arbeitslosenzahlen entgegenzuwirken. Entsprechend wurden Ausgaben-, Kredit- und Bürgschaftsprogramme auf den Weg gebracht. In vielen Frühindikatoren spiegelt sich die Dramatik der Situation bislang nur teilweise wider (Abb. 2), da zum Zeitpunkt der Umfragen das ganze Ausmass der Massnahmen kaum absehbar war.

Abb. 2: Eurozone – Frühindikatoren;
Quelle: BKB, Bloomberg

Schweiz: SECO-Prognose zu optimistisch

Auch die Schweizer Konjunktur (Abb. 3) kann sich den sehr negativen Auswirkungen des Coronaschocks nicht entziehen. Wie in anderen Ländern wurden viele Bereiche von Tempo 100 auf null abgebremst. Dies gilt für den Tourismus, das Gastgewerbe, aber auch für klassische Filialbetriebe in den Städten. Selbst Konzerne wie die Coop können sich den negativen Auswirkungen nicht gänzlich entziehen. Das am 19. März vom Schweizer Staatssekreteriat für Wirtschaft (SECO) prognostizierte BIP-Wachstum von Minus 1,3 % erscheint deshalb sehr optimistisch und wenig realistisch.

Abb. 3: Schweizer Frühindikator und BIP;
Quelle: BKB, Bloomberg

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Dr. Sandro Merino

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Rechtliche Informationen

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