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«BKB-Wirtschaftsausblick 2015 für die Nordwestschweiz»

Mit der pharmazeutischen Industrie als Wachstumslokomotive wächst die Nordwestschweiz im laufenden und im kommenden Jahr im Vergleich zur Gesamtschweiz überdurchschnittlich; mit einem geschätzten BIP-Wachstum von 2,1 respektive 2,2 Prozent (CH: +1,4 und +1,9%). Die Nordwestschweiz steuert trotz ihrer flächenmässig geringen Grösse (2,4% der Gesamtschweiz) einen nicht unwesentlichen Teil an das gesamte Schweizer BIP bei (2011: 9,4%). Dies liegt insbesondere an der dominanten pharmazeutischen Industrie, welche in der Region einen Wertschöpfungsanteil von gegen 25 Prozent aufweist. Betrachtet man die gesamte Schweiz, so liegt der Anteil dieser Branche bei gerade mal etwas über 3 Prozent.

10.11.2014

Basel, 10.11.2014

«BKB-Wirtschaftsausblick 2015 für die Nordwestschweiz»

Mit der pharmazeutischen Industrie als Wachstumslokomotive wächst die Nordwestschweiz im laufenden und im kommenden Jahr im Vergleich zur Gesamtschweiz überdurchschnittlich; mit einem geschätzten BIP-Wachstum von 2,1 respektive 2,2 Prozent (CH: +1,4 und +1,9%). Die Nordwestschweiz steuert trotz ihrer flächenmässig geringen Grösse (2,4% der Gesamtschweiz) einen nicht unwesentlichen Teil an das gesamte Schweizer BIP bei (2011: 9,4%). Dies liegt insbesondere an der dominanten pharmazeutischen Industrie, welche in der Region einen Wertschöpfungsanteil von gegen 25 Prozent aufweist. Betrachtet man die gesamte Schweiz, so liegt der Anteil dieser Branche bei gerade mal etwas über 3 Prozent.

Life-Sciences als Wachstumsträger

Aufgrund der internationalen Ausrichtung der Life-Sciences-Industrie ist die Entwicklung der regionalen Wirtschaft stark mit der globalen Konjunktur verbunden. Aufgrund von stützenden strukturellen Faktoren, wie etwa der alternden Gesellschaft, zeigte sich die Schlüsselindustrie in der jüngsten Vergangenheit besonders krisenresistent. Trotz der schwunglosen Weltkonjunktur hat die Nachfrage nach pharmazeutischen Produkten mehrheitlich zugenommen, was der Region in den letzten Jahren ein robustes Wachstum ermöglichte.

 

Auch für die kommenden Quartale bleibt der Ausblick optimistisch. Die bisher vorliegenden Zahlen zu den Exporten deuten eine anhalte Expansion an. Wenngleich im zweiten Quartal 2014 im Zuge der verhaltenen globalen Wachstumsdynamik eine Stagnation der gesamten Warenausfuhren festgestellt werden musste, zeigen die Exporte von pharmazeutischen Produkten weiterhin nach oben. Mit der für das Jahr 2015 erwarteten Beschleunigung der Weltwirtschaft dürfte auch die Auslandsnachfrage weiter zulegen, was die pharmazeutische Industrie zusätzlich stützt. In der Summe der Faktoren dürfte die für die Nordwestschweiz so wichtige Branche im Jahr 2014 wie auch im Jahr 2015 ordentlich zulegen können.

 

Baugewerbe nach Delle im 2015 weiterhin stützend

Ebenfalls aufwärtsgerichtet bleiben die Perspektiven für das Jahr 2014 für das Baugewerbe. Allerdings weisen die Baubewilligungen für das Jahr 2015 auf einen Rückgang der realen Wertschöpfung der Bauwirtschaft hin. Hier spielt aber auch die Fertigstellung verschiedener Grossprojekte (etwa des Roche Tower) eine Rolle. Die zahlreichen anstehenden Grossprojekte, vor allem im Auftrag der Pharmakonzerne, werden das Baugewerbe aber mittelfristig stützen.

 

Allgemein gute Perspektiven für den Dienstleistungssektor

Gut sind auch die Perspektiven für den Dienstleistungssektor. Negative Impulse kommen einzig aus dem öffentlichen Sektor sowie der Verkehrsbranche. Bei Ersterem zeigen sich die Folgen vermehrter Sparbemühungen der öffentlichen Haushalte, während sich beim Verkehr neben dem Umzug von SBB Cargo nach Olten auch die reduzierten Güteraufkommen bei den Rheinhäfen bemerkbar machen. In den ersten acht Monaten des Jahres 2014 haben diese deutlich weniger Güter umgeschlagen als noch im selben Zeitraum des Vorjahres.

 

Die anderen wichtigen Branchenzweige des tertiären Sektors können im laufenden Jahr ihre reale Wertschöpfung steigern. Dazu gehört etwa der Handel. Hier scheint sich nach den schwierigen Jahren mit der Konsumverlagerung ins Ausland eine erste leichte Erholung abzuzeichnen. Ebenfalls aufwärtsgerichtet ist der Ausblick für den Finanzsektor, welcher langsam, aber stetig aus der Krise findet und wieder zum regionalen Wachstum beitragen kann. Auch das Gastgewerbe findet aus der Krise, dies deuten zumindest die verfügbaren Daten zu den Logiernächten in der Nordwestschweiz an. So lag doch die Zahl der Übernachtungen in der Region im ersten Halbjahr 2014 spürbar über jener des gleichen Zeitraums im Vorjahr. Schliesslich profitieren die Unternehmensdienstleistungen von der sich beschleunigenden regionalen Konjunktur.

 

Stabiler Arbeitsmarkt

Mit diesem positiven Konjunkturausblick sind auch die Perspektiven für den Arbeitsmarkt freundlich. Die Lage am Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren nur wenig verändert. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in der Nordwestschweiz liegt seit mehr als zwei Jahren bei rund 3 Prozent und damit genau im Bereich des Schweizer Mittels. Allerdings kann die Entwicklung der Zahl der Erwerbstätigen in der Region nicht mit dem Wachstum des BIP mithalten. Grund hierfür ist die hohe Produktivität und die Produktivitätssteigerung der Pharmabranche. Ein kräftiges Wachstum der realen Wertschöpfung schlägt sich weniger stark in einer Zunahme der Erwerbstätigen nieder. Nichtsdestotrotz kann in den Jahren 2014 und 2015 mit einer Zunahme der Zahl der Erwerbstätigen um 1,0 respektive 0,7 Prozent gerechnet werden.

 

Ausführliche Informationen und Grafiken finden Sie innerhalb der Publikation «BKB-Wirtschaftsausblick 2015 für die Nordwestschweiz» unter den folgenden Links:

 

www.bkb.ch/wirtschaftsausblick                            www.bakbasel.com > reports & studies

 

Mit dem BKB-Wirtschaftsausblick 2015 für die Nordwestschweiz untermauert die Basler Kantonalbank ihre regionale Verankerung und ihr Engagement für den Wirtschaftsstandort und die Bevölkerung im Raum Basel.

 

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