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Geschichte

Die Basler Kantonalbank von den Anfängen bis heute.

Die Anfänge

Bereits im Jahr 1883 wurde mit dem „Kantonalgesetzlichen Erlass für die Errichtung von Banken unter kantonaler Verwaltung“ die verfassungsrechtliche Grundlage zur Gründung einer Kantonalbank geschaffen. Erst 16 Jahre später, 1899, wurde nach dem Erlass des entsprechenden Gesetzes im ehemaligen Gasthaus «Zur Krone» an der Schifflände die Basler Kantonalbank (BKB) gegründet.

Der Leistungsauftrag der Basler Kantonalbank bestand in erster Linie darin, den Handwerkern und Gewerbetreibenden zu günstigen Konditionen Kredite zu beschaffen. Ausserdem sollte sie der Bevölkerung dank der Staatsgarantie eine sichere Geldanlage ermöglichen. Schon bald konnte die BKB eine wichtige Lücke im Wirtschaftsleben des Kantons schliessen und eine dominierende Stellung im Hypothekargeschäft übernehmen. Auch in den Krisenzeiten während des Ersten und Zweiten Weltkriegs verzeichnete die Basler Kantonalbank einen erfreulichen Geschäftsgang. Und die Entwicklung der Schifffahrt auf dem Oberrhein als neuer Wirtschaftszweig in Basel, der Aufbau der Schweizer Mustermesse oder der Bau der Markthalle lieferten nicht nur der Stadt, sondern auch der Kantonalbank Impulse. 1938 wurde an der Spiegelgasse das Hauptgebäude eröffnet. Bereits davor öffneten im Kleinbasel, im Gundeli und an der Missionsstrasse die ersten BKB-Filialen ihre Türen.

Durch Krisen gebremste Expansionsjahre der Nachkriegszeit

Die Basler Kantonalbank profitierte in den Nachkriegsjahren bis 1974 vom wirtschaftlichen Aufschwung in der Region und wuchs kontinuierlich. Während der Rezession 1975/1976 und in den 80er-Jahren verlangsamte sich die Expansion spürbar. Wie alle anderen Banken erlitt auch die BKB im Jahr 1987 mit dem Börsencrash einen herben Rückschlag. Aufgrund ihrer Ausrichtung auf das Hypothekargeschäft wurde die Basler Kantonalbank Ende der 80er-Jahre auch von der Immobilienkrise durchgeschüttelt. Der damit verbundene Wertberichtigungsbedarf konnte jedoch vollständig durch die Auflösung vorhandener stiller Reserven gedeckt werden.

Um ihre Anfälligkeit auf wirtschaftliche Krisen zu verringern, hat die BKB daraufhin neben dem Hypothekargeschäft das Handelsgeschäft und das Private Banking ausgebaut. Mit den drei Ertragspfeilern – Zinsdifferenz-, Handels- sowie Kommissions-/Dienstleistungsgeschäft - verfügt die BKB seither über ein differenziertes Geschäftsmodell, das sie operativ widerstandsfähiger für Krisen macht.

Ab Ende der 80er-Jahre durchlief die Bankenlandschaft in der Schweiz eine tiefgreifende Restrukturierungsphase. Neben vereinzelten Schliessungen haben vor allem Fusionen und Übernahmen von kleineren Instituten zu einer Konzentration auf dem Schweizer Bankenplatz geführt. Wichtige Treiber des Strukturwandels waren die fortschreitende Internationalisierung und der rasante technologischen Wandel. Beide Faktoren setzten eine gewisse Mindestgrösse voraus, um konkurrenzfähig zu bleiben. Auch BKB leistete ihren Beitrag zur Konsolidierung: 1999 – pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum - hat sie die Mehrheitsbeteiligung an der damaligen Bank Coop (heutige Bank Cler) übernommen. Dank diesem Schritt ist der Konzern BKB heute in der ganzen Schweiz präsent.

Herausforderungen des neuen Jahrtausends

Seit der Jahrtausendwende haben sich die Rahmenbedingungen auf dem Schweizer Bankenplatz weiter verschärft. Einerseits haben die internationalen Steuerbehörden immer stärkeren Zugriff auf Bankkundendaten erhalten, wodurch das Schweizer Bankkundengeheimnis mehr und mehr durchlöchert wurde. Andererseits wurden als direkte Folge der Banken- und Finanzkrise nach 2007 und der daraus resultierenden Schuldenkrise in Europa die Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften der Banken verschärft. Gleichzeitig führte die Tiefzinsphase im Zinsdifferenzgeschäft zu einem Margenschwund. Vor diesem Hintergrund waren viele Institute in der Schweiz gezwungen, ihr Geschäftsmodell zu überdenken. Auch die BKB musste sich strategisch neu ausrichten. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil sie aus den Fehlern der Vergangenheit (Steuerstreit USA, Fall ASE, Kursmanipulation PS-BKB) Lehren gezogen hatte. Als erste Massnahmen hat sich die BKB ab 2011 von sämtlichen US-Kunden getrennt, eine radikale Weissgeldstrategie angekündigt und das grenzüberschreitende Geschäft auf wenige Kernmärkte verkleinert.

Von Grund auf neu mit der „Strategie 2014-2017“

2013 markiert in der Geschichte der BKB einen wichtigen Meilenstein: Der Startschuss zum Neuanfang. Mit einem tiefgreifenden Umbau des Geschäftsmodells und einer strategischen Neuausrichtung sollten den veränderten Rahmenbedingungen und den anspruchsvollen Herausforderungen nicht nur die Stirn geboten, sondern auch die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt werden. Fast gleichzeitig mit dem damit verbundenen Kurswechsel verlegte die BKB im Herbst 2013 nach rund 75 Jahren ihren Hauptsitz von der Spiegelgasse in die Aeschenvorstadt.

Der Neubeginn der BKB sollte in zwei Schüben erfolgen: Mit dem Neuaufbau der Bank in den Jahren 2014 bis 2017 und der darauf aufbauenden Wachstumsstrategie für die Jahre 2018 bis 2021.

Eckpunkte der Strategie 2014 bis 2017 waren die Neupositionierung der BKB als unabhängige Beraterbank, die Einführung der wertorientierten Steuerung zur Ausbalancierung von Risiko- und Renditeaspekten und die Verstärkung der Kooperationen im Konzern. Untermauert wurde das neue Geschäftsmodell mit einer klaren Fokussierung auf den Wirtschaftsraum Basel und dem Ausbau des digitalen Angebots. Mit der im Juni 2016 in Kraft getretenen Totalrevision des Kantonalbankengesetzes hat die BKB nicht nur ein neues juristisches Gewand, sondern auch einen erneuerten, professionalisierten und verkleinerten Bankrat für die Amtsperiode 2017 bis 2021 erhalten.

Einen Höhepunkt des Neuaufbaus bildeten im Herbst 2016 die Lancierung des neuen Markenauftritts der Basler Kantonalbank und die Eröffnung der ersten, nach neuem Design umgebauten Filiale an der Greifengasse. Damit wurde die inwendige Erneuerung der Bank mit einem modernen Erscheinungsbild abgerundet. Sie zeigt sich fortan in einem baslerisch zurückhaltenden, schwarz-weissen Kleid; gleichzeitig modern und frisch.

Damit und mit dem Start der digitalen BKB-Filiale myBKB im Frühjahr 2017 steht die BKB auf neuen Beinen und ist für die, auf die Strategie 2014 bis 2017 folgende Wachstumsstrategie bestens gerüstet. Der neue Bankrat, der seit dem 1. April 2017 im Amt ist, wird als eine der ersten, wegweisenden Handlungen im 2. Quartal 2017 die Strategie 2018 bis 2021 verabschieden und mit verschiedenen Katalysatoren der Expansion der neuen BKB Schub verleihen.

Die Anfänge

Jahr Meilenstein
1899 Gründung der Basler Kantonalbank und Übernahme der Spar- und Leihkasse Riehen

Eröffnung der Filiale Riehen Bahnhofstrasse; Eröffnung der Schalter an der Schifflände
1926-1928 Eröffnung der Filialen Kleinbasel, Gundeldingen und Missionsstrasse
1938 Bezug des Hauptgebäudes an der Spiegelgasse 2

Expansionsjahre

Jahr Meilenstein
1965 Eröffnung der Filiale Steinenvorstadt und Brausebad
1967 Eröffnung der Filiale Neuweilerplatz
1968 Eröffnung der Filiale Riehen Schmiedgasse
1972 Eröffnung der Filiale Aeschenvorstadt
1978 Eröffnung der Filiale Riehen Rauracherstrasse
1984 Eröffnung der Filiale Mustermesse
1985 Eröffnung der Filiale Breite
1987 Eröffnung der Filiale Kleinhüningen
1988 Neubau des Gebäudes an de Spiegelgasse 1
1989 Eröffnung der Filiale Claraspital
1990 Eröffnung der Filiale Bahnhof SBB
1994 Schliessung der Filialen Riehen Baslerstrasse und Bahnhof SBB
1995 Eröffnung des Private Banking Riehen
1996 Eröffnung des Handelszentrums
1997 Eröffnung des Private Banking Zürich

Wiedereröffnung der Filiale Bahnhof SBB

Standortwechsel der Filiale Kleinhüningen und Brausebad
1998 Gründung der Sourcag AG zusammen mit der BLKB

Eröffnung des Private Banking Mittelland in Olten
1999 BKB feiert 100-jähriges Bestehen

Herausforderungen des neuen Jahrtausends

Jahr Meilenstein
2000 Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der Bank Coop, der heutigen Bank Cler
2001 Eröffnung der Filiale Güterstrasse

Konzentration der IT-Betriebsaufgaben auf Konzernebene durch das Competence Center IT (CCIT)
2006 Etablierung von drei Competence Centern auf Konzernebene: Finanzen, Marketing und Personal
  Einführung neues Förderprogramm "KMUimpuls"
2007 Einführung Claim "fair banking" für beide Konzernbanken
2008 Schaffung der neuen Bereiche "Privatkunden und Private Banking" und  "Firmenkunden und Institutionelle"
2009 Gründung Christoph Merian Kantonalbanken Stiftung zur Unterstützung von gemeinnützigen Projekten in der Region Basel

Vollständige Übernahme der Aktienmehrheit an der AAM Privatbank AG

Standortwechsel der Filiale Voltaplatz (neu: BKB-Voltacenter)

Einführung der IT-Plattform Avaloq
2010 Gründung des Competence Center Asset Management (CCAM)

Integration der AAM Privatbank AG in die Basler Kantonalbank und Eröffnung des Private Banking Standorts Bern

Schliessung des Private Banking Standorts Olten
2011 Zentralisierung der Kreditverarbeitung im Konzern
2012 Bezug des "Südparks" hinter dem Bahnhof SBB an der Güterstrasse

Gründung des neuen Geschäftsbereichs "Legal and Risk"
2013

Schliessung der Filiale an der Steinenvorstadt

Die BKB erneuert sich von Grund auf

Jahr Meilenstein
2013
Einführung der neuen Handelsstrategie und Ankündigung zur Einstellung des Geschäfts rund um die Emission von strukturierten Produkten

Präsentation der Strategie 2014 – 2017 (Aufbau neue BKB)

Eröffnung des KMU-Centers im Südpark

Bezug des neuen Hauptsitzes an der Aeschenvorstadt 41

Einführung des BKB Mobile Banking mit neuer App für Smartphones

Bildung einer Rückstellung im Umfang von 100 Mio. CHF im Steuerstreit mit den USA

Einigung mit ASE-Geschädigtenvertretern auf Vergleichslösung
2014
Einführung der KMU-Pakete

Lancierung des BKB-Eigenheimindex

Einführung des Geschäftsmodells einer unabhängigen Beraterbank

Schliessung der ausserkantonalen Private Banking Standorte Bern und Zürich
2015
Stärkung der Kooperationen mit der Bank Coop durch die Zusammenlegung verschiedener vertriebsferner Abteilungen

Einigung mit Deutschland betreffend nicht versteuerter Vermögen deutscher Kunden mit der Zahlung von 38,6 Mio. EUR

Lancierung der BKB-Anlagelösung, auch für kleinere Vermögen

Schaffung des neuen Geschäftsbereichs "Finanzen und Risiko"

Eröffnung der BKB-Filiale im Gellert

Lancierung des ersten digitalen Angebots: Die Online Hypothek "EasyHypo"

Abschluss des Projekts Weissgeldstrategie für In- und Auslandskunden
2016
Einführung des zweiten digitalen Angebots: Die Bezahl-App "TWINT"
  Präsentation der weiterentwickelten Nachhaltigkeitsstrategie
  Zusammenführung der früheren Bereiche "Handel und Institutionelle" bzw. "Firmenkunden" zum neuen Bereich "Vertrieb Firmenkunden"
  Bündelung aller vertriebsfernen Aufgaben im Bereich "Services"
  Inkrafttreten des neuen BKB-Gesetzes
  Lancierung des neuen Markenauftritts der BKB
  Eröffnung des der neuen Filiale "Greifengasse" nach dem neuen Filialkonzept und Integration des Standorts "Klybeck" dorthin
  Berufung des Beirats "Nachhaltigkeit"
  Erstmalige Wahl des Bankrats gemäss dem neuen BKB-Gesetz
 2017 Eröffnung der renovierten Filiale Burgfelderplatz und Integration der Filiale Brausebad

Veröffentlichung der Eignerstrategie des Regierungsrats
  Erhöhung der Beteiligung der BKB an der Bank Coop auf 75,8 Prozent
  Präsentation der Strategie 2018 bis 2021 (Fokus auf Kundschaft und Wachstum)
Info table

Gasthaus zur Krone, Sitz der Basler Kantonalbank 1899 - 1903

Gasthaus zur Krone, Sitz der Basler Kantonalbank 1899 - 1903

Bankgebäude 1903 - 1938 (heute Hotel Les Trois Rois)

Bankgebäude 1903 - 1938 (heute Hotel Les Trois Rois)

Das Bankgebäude 1938 - 2013 an der Spiegelgasse 2

Das Bankgebäude 1938 - 2013 an der Spiegelgasse 2

Der neue Hauptsitz der Basler Kantonalbank seit 2013 an der Aeschenvorstadt 41

Der neue Hauptsitz der Basler Kantonalbank seit 2013 an der Aeschenvorstadt 41

 

Die neue BKB-Filiale an der Greifengasse