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Zinsen, Währungen und Immobilienmarkt - November 2021

Die EZB erwartet einen kurzfristigen Inflationsanstieg, der jedoch nicht lange anhalten soll. Die Entwicklung hängt derweil vom weiteren Pandemieverlauf und den Impffortschritten ab. Erfahren Sie mehr von Anlagechef Dr. Sandro Merino.

Am 05.11.2021 in Zinsen, Währungen und Immobilienmarkt von Dr. Sandro Merino

Fed leitet geldpolitische Wende ein

In Anbetracht der erheblichen weiteren Fortschritte, die die Wirtschaft seit letztem Dezember in Richtung der Fed-Ziele gemacht hat, beschloss die US-Notenbank (Fed), das Tempo der Ankäufe von Vermögenswerten ab November zu verringern. Das Zielband für den US-Leitzins wird hingegen nahe null belassen. Das Fed geht weiterhin davon aus, dass es sich beim erhöhten Inflationsdruck um ein vorübergehendes Phänomen handelt. Von dieser Einschätzung hängt im Wesentlichen der geldpolitische Kurs für die kommenden Monate ab. Mit Spannung wird daher die nächste Sitzung im Dezember erwartet. Dann offenbaren die Fed-Mitglieder ihre aktualisierten Projektionen.

EZB behält ihre Marschroute vorerst bei

Die Europäische Zentralbank (EZB) kam an ihrer Sitzung im Oktober zum Entschluss, die Eckdaten ihrer Geldpolitik unverändert zu belassen. So bestätigte der EZB-Rat die Höhe der Leitzinsen, die Forward Guidance sowie sein Ankaufprogramm. Kurzfristig erwartet die EZB einen weiteren Anstieg der Inflation. Mittelfristig geht sie allerdings davon aus, dass die Inflation wieder sinken wird. Die Risiken für die Konjunkturaussichten erachtet die EZB als überwiegend ausgewogen. Die Erholung hängt weiterhin vom Pandemieverlauf und den Impffortschritten ab. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind aus Sicht der EZB-Chefin Lagarde die Bedingungen für einen Kurswechsel nicht gegeben.

Ausblick

Inflationsängste und Sorgen vor einer frühzeitigen Abschwächung der globalen Konjunkturerholung machten sich an den Anleihemärkten dies- und jenseits des Atlantiks bemerkbar. Während die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen im Oktober ein Dämpfer (Abb. 1) hinnehmen musste, konnten die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen Deutschlands und der Schweiz ihren Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fortsetzen, wenn auch nicht in gleichem Masse. Die Renditen könnten weiterhin leicht aufwärts tendieren. Dem Aufwärtsdruck bei den Renditen durch die Inflationsgefahren steht die Angst vor konjunkturellen Rückschlägen gegenüber. Hinzu kommt die weiterhin expansive Grundhaltung der Notenbanken, die das Renditeaufwärtspotenzial begrenzt. Wir bleiben in unseren Mandaten deutlich untergewichtet.

Abb.1: Rendite 10-jähriger Staatsanleihen

Schweizer Immobilienmarkt

Der Oktober zeigte ein gemischtes Bild für Schweizer Immobilienanlagen. Immobilienaktien hatten einen guten Monat und konnten um über 1 % zulegen. Die Immobilienfonds erlebten dagegen einen Rückgang um fast 4 %. Im Jahresverlauf entwickeln sich Immobilien jedoch weiter positiv. Aktien konnten 5 % zulegen, Fonds immerhin noch gut 2,5 %. Fundamental gab es keine weiteren Erkenntnisgewinne. Die Nachfrage nach Wohneigentum bleibt hoch, die Ausschüttungsrenditen von Immobilien sind attraktiv, die Mieten stabil und die Renditen der Schweizer Obligationen sind tief. Aktuell beleuchten die Medien hauptsächlich die Risikoseite des Immobilienmarktes. Auch die SNB thematisiert die Gefahren der aktuellen Vergabe von Hypotheken der Banken. Wir halten an unserer neutralen Gewichtung von 5 % im Segment der indirekten Immobilienanlagen fest.

Wie legen Sie Ihr Vermögen am besten an? Lassen Sie sich beraten und entscheiden Sie selbst. Oder definieren Sie mit uns Ihre persönliche Anlagestrategie und überlassen Sie die Umsetzung der Basler Kantonalbank.

Dr. Sandro Merino

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