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Globale Konjunktur - Oktober 2021

Der US-Arbeitsmarkt erholt sich deutlich von den Folgen der Covid-Krise und in der Eurozone ist aktuell keine Stagflation in Sicht. Erfahren Sie jetzt mehr von Anlagechef Dr. Sandro Merino.

Am 08.10.2021 in Globale Konjunktur von Dr. Sandro Merino

USA: Arbeitsmarkt bleibt im Fokus

Im Windschatten der grossen Hilfsprogramme zur Linderung und Überwindung der Folgen der Pandemie und der starken Belebung der Wirtschaft hat sich der US-Arbeitsmarkt deutlich von den negativen Folgen der Covid-Krise erholt. In einzelnen Bereichen ist zwischenzeitlich sogar eine deutlich angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt festzustellen, wie verschiedene Indikatoren aus dem KMU-Bereich belegen (Abb. 1). Auch wenn der Zenit der Konjunkturerholung überschritten scheint, signalisieren die Frühindikatoren eine weiterhin positive Entwicklung für die kommenden Monate und Quartale. Sowohl der Einkaufsmanagerindex der Industrie wie auch der für den Dienstleistungsbereich sind nach wie vor deutlich expansiv. Beide liegen über 61 Punkten und damit deutlich über der kritischen 50-Punkte-Marke. Für das kommende Jahr liegt die Konsensprognose für den Anstieg des US-BIP bei gut 4 %, für das laufende Jahr wird noch mit einer Zunahme von etwa 6 % gerechnet.

Abb. 1: US-Arbeitsmarkt

Eurozone: Aktuell keine Stagflation in Sicht

Nachdem die Inflation in Deutschland mit 4,1 % den höchsten Anstieg seit Ende 1993 verzeichnet hatte, gab es viele, welche das Risiko einer Stagflation für Deutschland – und damit für Europa – thematisierten. Also die Situation einer stagnierenden Wirtschaft und gleichzeitig anhaltend hohen Inflationsraten, bspw. in Folge der guten Situation auf dem Arbeitsmarkt (Abb. 2). Aktuell gibt es aber keine Anzeichen, das eine solche Entwicklung wahrscheinlich ist. So liegen die Prognosen für den Anstieg des deutschen BIP und dem der Eurozone für 2022 über 4 %. Zudem ist die deutsche Inflationsrate aktuell stark von einer Anhebung der MwSt verzerrt, die ceteris paribus alleine rund 2,6 %-Punkte der aktuellen Preissteigerungsrate von 4,1 % ausmacht.

Abb. 2: Eurozone – Arbeitslosenquote

Schweiz: Kojunkturausblick weiter positiv

Auch die Herbstprognose der Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) zeichnet für die kommenden Monate und für das kommende Jahr ein positives Bild der Schweizer Konjunktur. Für 2022 rechnen die Experten mit einem Anstieg des BIP von 3,6 %. Infolge der globalen Lieferengpässe und regional unterschiedlicher Verläufe der Pandemie verschiebt sich ein Teil der Konjunkturerholung auf das kommende Jahr. Für 2023 sagen die Prognostiker dann eine Abnahme der Konjunkturdynamik in Richtung des längerfristigen Wachstumspotenzials um 1,5 % voraus. Die aktuell weiter positiven Aussichten werden vom deutlich expansiven Einkaufsmanagerindex der Industrie und vom KOF-Konjunkturbarometer (Abb. 3) gestützt.

Abb.3: Schweizer Frühindikator und BIP

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Dr. Sandro Merino

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