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Zinsen, Währungen und Immobilienmarkt - Mai 2020

Um genügend Liquidität sicherzustellen, lockert die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik erneut und die Fed behält die Leitzinsen auf niedrigem Niveau. Erfahren Sie Aktuelles rund um Zinsen, Währungen und Immobilien von Chief Investment Officer Dr. Sandro Merino.

Am 08.05.2020 in Zinsen, Währungen und Immobilienmarkt von Dr. Sandro Merino

Fed feuert aus allen Rohren

Die Leitzinsen werden gemäss Fed-Chef Powell noch so lange auf dem tiefen Niveau bleiben, bis die US-Wirtschaft auf dem Weg zurück zu Vollbeschäftigung und Preisstabilität ist. Für das Erreichen ihrer Ziele ist das Fed bereit, sämtliche verfügbaren geldpolitischen Instrumente einzusetzen. Seit Anfang März ist die Bilanzsumme der Fed innerhalb weniger Wochen um über 50 % auf insgesamt über 6,6 Billionen USD (Abb. 1) angestiegen, was rund 30 % des US-BIP entspricht.

EZB lockert Geldpolitik erneut

Auch die Europäische Zentralbank (EZB) beschloss umfangreiche Stützungsmassnahmen. Im Zentrum steht die Sicherstellung von genügend Liquidität, die unkomplizierte Kreditvergabe von Banken sowie die Beibehaltung sehr lockerer Finanzierungsbedingungen. Die Kaufprogramme bleiben laut EZB im Timing, in der Auswahl der Assets und der Staaten flexibel.

Ausblick

In den vergangenen Wochen war eine starke Erholungsbewegung wahrnehmbar. Beflügelt wurde die sinkende Risikoaversion durch die Entspannung bei den Corona-Infektionszahlen. Zudem wächst die Hoffnung auf ein erfolgreiches Wiederhochfahren der Wirtschaft in den nächsten Monaten. Kurzfristig dürften sich die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen der USA, Deutschlands und der Schweiz um die bisherigen Allzeittiefs bewegen. Mit dem Abebben der Coronavirus-Pandemie und einer wirtschaftlichen Erholung ist mittelfristig ein moderater Wiederanstieg zu erwarten.

Abb. 1: Fed-Bilanzsumme (in Billionen USD)
Quelle: BKB, Bloomberg

Die geld- und fiskalpolitischen Massnahmen bergen aber auch Risiken und Nebenwirkungen wie z. B. eine deutlich steigende Staatsverschuldung. Die Nachrichten betreffend die Konjunktur- und Unternehmensergebnisse dürften eine ganze Weile negativ bleiben. Auch die Gefahr einer zweiten Corona-Ansteckungswelle bleibt bestehen. Vor diesem Hintergrund bevorzugen wir Anleihen mit erstklassigen Bonitäten. Negative Fundamentaldaten und steigende Ausfallraten könnten bei Hochzinsanleihen einen erneuten Verkaufsdruck verursachen. Es besteht nach wie vor das Risiko deutlicher Spread-Ausweitungen, also wieder steigernder Zinsdifferenzen gegenüber Anleihen von Schuldnern mit guter Bonität.

Schweizer Immobilienmarkt

Der April war für Schweizer Immobilieninvestoren ein Monat mit gemischten Gefühlen. Die Immobilienfonds konnten 2,79 % zulegen, während Immobilienaktien um 1,47 % nachgaben. Seit Jahresbeginn verteidigten die Immobilienfonds die gute Jahresperformance aus dem letzten Jahr weitestgehend, mit einer geringen Kurskorrektur von 0,75 %. Immobilienaktien verloren dagegen 10,75 %, was nach dem fulminanten Jahr 2019 jedoch auch noch moderat erscheint. Trotz der vorherrschenden Krise scheinen die Auswirkungen auf die Immobilienmärkte in der Schweiz bislang eher gering zu sein. Die zwei grossen Treiber der Wertentwicklung sind Mieteinnahmen und die Entwicklung des Diskontsatzes zur Immobilienbewertung. Durch die Krise rücken Zinserhöhungen in weite Ferne. Dies nimmt Druck von den Bewertungsrisiken. Und obwohl die wirtschaftliche Situation vieler Menschen und Unternehmen angespannt ist, hat sich dies bislang noch nicht in massiven Mietausfällen entladen. Umgekehrt wurde beobachtet, dass manche Immobilienfonds ihren gewerblichen Mietern für eine gewisse Zeit die Miete erlassen haben und somit einen Beitrag der gesellschaftlichen Solidarität zur Überwindung der Krise geleistet haben. Positive Faktoren für den Immobilienmarkt bleiben die hohe Nachfrage, attraktive Ausschüttungsrenditen und eine sich leicht entspannte Bewertung. Wir halten an unserer neutralen Gewichtung von 5 % im Segment der indirekten Immobilienanlagen fest.

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Rechtliche Informationen

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Dr. Sandro Merino

Dr. Sandro Merino

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