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Globale Konjunktur - September 2020

Die Konsumentenstimmung in den USA trübt sich aufgrund der steigenden Zahl an Neuinfizierten erneut ein und Deutschland verlängert seine Kurzarbeiterregelung bis Ende 2021. Erfahren Sie jetzt mehr dazu von Chief Investment Officer Dr. Sandro Merino.
Am 07.09.2020 in Globale Konjunktur von Dr. Sandro Merino

In den USA hat mit den beiden Parteitagen der Republikaner und der Demokraten die heisse Phase des Wahlkampfs begonnen. Dabei dürfte den Ausgang der Präsidentschaftswahl Anfang November die Verfassung der US-amerikanischen Wirtschaft mit bestimmen. Auch wenn sich das ökonomische Indikatorenset in den vergangenen Wochen und Monaten stetig verbessert hat, sind Rückschläge nicht ausgeblieben. Ein Beispiel hierfür ist die Stimmung unter den Konsumenten. Diese hat sich zuletzt infolge der mit der Covid-19-Pandemie verbundenen hohen Zahl an Neuinfizierten und der weiter prekären Lage auf dem Arbeitsmarkt wieder eingetrübt. Dies gilt für die Einschätzung der aktuellen Lage wie auch für die zukünftigen Erwartungen (Abb. 1). Dabei ist die Kauflaune der Konsumenten für die US-Konjunktur von grosser Bedeutung, macht doch der private Konsum normalerweise rund 70 % der gesamten Wirtschaftsleistung aus.

Abb.1: USA - Konsumentenvertrauen | Quelle: BKB, Bloomberg

Auch in Europa sorgen die wieder steigenden Infektionszahlen für Unruhe. Speziell für den Tourismus bleibt die Situation herausfordernd. Dabei sind die südeuropäischen Länder besonders negativ betroffen. Werden Regionen als Risikogebiete eingestuft, so werden diese von ausländischen Touristen in aller Regel gemieden. Aber auch Länder wie Deutschland müssen sich auf eine anhaltend schwierige Situation einstellen. Entsprechend wurde in Deutschland die Lockerung des Insolvenzrechts bis Ende Jahr – und die in diesem Jahr in Anspruch genommene Kurzarbeiterregelung sogar bis Ende 2021 – verlängert. Das dürfte auf dem Arbeitsmarkt (Abb. 2) im Gegensatz zur Lage in den USA für eine anhaltende Entlastung sorgen.

Abb.2: Eurozone - Arbeitslosenquoten

Nun haben wir es auch in der Schweiz schwarz auf weiss. Die Wirtschaftsleistung ist im zweiten Quartal dramatisch eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal hat das Bruttoinlandsprodukt um 9,3 % nachgegeben. Die Schweizer Wirtschaft ist damit nicht ganz so stark unter die Räder gekommen wie die deutsche. Auch für die Schweizer Wirtschaft gilt, dass das Schlimmste wohl überstanden ist. Dies zeigen auch die Frühindikatoren. Das KOF-Konjunkturbarometer ist überraschend stark wieder über den langfristigen Durchschnitt gestiegen und hat sich von seinem Tief deutlich erholt (Abb. 3).

Abb.3: Schweizer Frühindikator und BIP, Quelle: BKB, Bloomberg

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Rechtliche Informationen

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Dr. Sandro Merino

Dr. Sandro Merino

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