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USA, EU, Schweiz: Globale Konjunktur - Januar 2020

Der Brexit steht kurz bevor, die Stimmung der Industrie in den USA lässt zu wünschen übrig. Wie sich diese Umstände und grosse Sportereignisse auf die globale Konjunktur auswirken - erfahren Sie es von BKB Chief Investment Officer Dr. Sandro Merino.

Am 13.01.2020 in Globale Konjunktur von Dr. Sandro Merino

USA: Stimmung in der Industrie im Keller

Die Konjunkturdynamik der US-Wirtschaft hat im Verlauf des vergangenen Jahres nachgelassen (Grafik 1) und die Aussichten sind eingetrübt. Die Stimmung in der Industrie erhielt im Dezember nochmals einen Dämpfer, der entsprechende Einkaufsmanagerindex gab – entgegen der Erwartungen – erneut nach und notiert aktuell bei 47.2 Punkten. Indexstände unter 50 Punkte signalisieren für die kommenden drei bis sechs Monate eine Kontraktion in den entsprechenden Wirtschaftsbereichen. Trotzdem gehen wir für 2020 von einem Anstieg des BIP um 1,5 % bis 2 % aus. Zum einen ist die Stimmung im Dienstleistungsbereich weiterhin stabil im expansiven Bereich, zum anderen bleiben auch die Konsumenten bislang optimistisch. Letztere sind eine wichtige Stütze für die US-Konjunktur, denn der private Konsum macht etwa 70 % der gesamten Wirtschaftsleistung aus. Wie der Handelsstreit mit China ausgeht, ist aber weiter offen. Der Konflikt bleibt ein Risikofaktor für die Konjunktur der USA und die globale Wirtschaft.

Grafik 1: USA - BIP und Einkaufsmanagerindex Industrie (Quelle: BKB, Bloomberg)


EU: Brexit steht kurz bevor

Nach dem deutlichen Wahlsieg von Boris Johnson im Dezember ist der Brexit am 31. Januar so gut wie sicher. Der Austritt der Briten aus der EU ist dabei das eine, die anschliessenden Verhandlungen das andere. Es ist davon auszugehen, dass auch bei diesen vieles nicht rundlaufen wird und die Begleiterscheinungen der Konjunktur in Europa noch den einen oder anderen Seitenhieb verpassen werden. Positiv ist, dass sich die Stimmung nicht weiter verschlechtert hat und die Lage auf dem Arbeitsmarkt stabil ist (Grafik 2). Das BIP der Eurozone sollte somit auch 2020 um rund 1 % wachsen.

Grafik 2: Eurozone - Arbeitslosenquote in % (Quelle: BKB, Bloomberg)

Schweiz: Grosse Sportereignisse verzerren das Bild

Die Aussichten bleiben auch für die Schweizer Wirtschaft eingetrübt. Der KOF-Indikator liegt trotz seinem Anstieg im Dezember weiter unter seinem langfristigen Durchschnitt und der Einkaufsmanagerindex bewegt sich um die kritische 50-Punkte-Marke (Grafik 3). Dennoch dürfte das Schweizer Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr um fast 1,5 % zulegen. Dies hängt unter anderem mit internationalen Sportereignissen zusammen, da die mit diesen zusammenhängenden Geldflüsse die Statistik verzerren. Diese werden nämlich in dem Land verbucht, wo IOC, FIFA & Co. ihren Sitz haben. Blendet man diese Verzerrungen aus, erachten wir für 2020 einen Anstieg des BIP um gut 1 % als realistisch.

Grafik 3: Schweizer Frühindikator und BIP (Quelle: BKB, Bloomberg)


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Dr. Sandro Merino

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Rechtliche Informationen

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