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Jedes zweite KMU in der Region Basel investiert in die Digitalisierung

Auswirkungen der Coronakrise: die zweite KMU Befragung der BKB.

Die Basler Kantonalbank hat die KMU in der Region Basel zu den Auswirkungen der Coronakrise befragt. Auch in der zweiten Befragung zeigt sich die Mehrheit der KMU als solide aufgestellt – wenn auch die Unterschiede zwischen den Branchen erwartungsgemäss hoch sind und die Coronakrise schmerzt. Die regionalen KMU machen sich fit für die Zukunft. Sie passen ihr Geschäftsmodell an, überarbeiten die Strategie und investieren in die Digitalisierung bzw. den Nachwuchs.
Am 11.05.2021 in Von Basel. Für Basel. von Raphael Vannoni
Die zweite KMU-Befragung der BKB zu den Auswirkungen der Coronakrise wurde von Mitte April bis Anfang Mai 2021 durchgeführt. Sie lag damit in einer Phase, in der sich die ersten Lockerungsmassnahmen auf Bundesebene abzeichneten.

Umsatzeinbruch weniger hoch als von den KMU vor einem Jahr befürchtet

Die KMU erlitten 2020 einen durchschnittlichen Umsatzeinbruch von 19 Prozent und der Gewinn sank im Durchschnitt um 31 Prozent. In der ersten Befragung gingen die KMU noch von einem Umsatzrückgang für das Geschäftsjahr 2020 von einem Drittel aus. Die Beschäftigung reduzierte sich im Durchschnitt um 6 Prozent. Erfreulich ist, dass die grosse Mehrheit der befragten Unternehmen die Anzahl Lehrstellen nicht verändert hat. Damit investieren sie in den Nachwuchs und in die Ausbildung.

Unterschiedliche Massnahmen getroffen

Zur Abfederung der Coronakrise hat die Hälfte der Unternehmen Kurzarbeit eingeführt oder beantragt. Eine weitere wichtige Massnahme die KMU zur Ausgabensenkung trafen, sind ein Einstellungs- oder Investitionsstopp. Als positiv zu werten ist, dass ein Drittel der befragten Unternehmen ihr Geschäftsmodell angepasst oder die Strategie überarbeitet hat und nur wenige Entlassungen vornehmen mussten. Ein Drittel der befragten KMU hat einen Überbrückungskredit beantragt und jedes Zehnte konnte diesen bereits zurückzahlen, da die Liquidität des Unternehmens gesichert ist.

Regionale KMU trotz uneinheitlicher Zukunft gut aufgestellt

Trotz Coronakrise hat sich die Liquiditätssituation bei sechs von zehn KMU nicht verändert oder gar verbessert. Das Konkursrisiko hat sich bei der grossen Mehrheit der KMU nicht erhöht. 38 Prozent der befragten Unternehmen rechnen mit einer normalisierten Nachfrageentwicklung. Jedoch erwartet jedes Fünfte KMU, dass der Nachfragerückgang länger als zwölf Monate dauert. Dieser Anteil hat sich im Vergleich zu vor einem Jahr verdoppelt und verdeutlicht die unterschiedliche Betroffenheit der einzelnen Branchen. Es zeigt sich zudem, dass Investitionen vor allem in die Digitalisierung erfolgen dürften. 41 Prozent der regionalen KMU planen Ersatzinvestitionen oder haben diese bereits getätigt. Dies zeigt den Aufholbedarf.
Die Pandemie verursachte steigende Rohstoffpreise und knappe Transportkapazitäten, was unter anderem dazu führt, dass ein Drittel der KMU aus dem Baugewerbe und dem verarbeiteten Gewerbe von Zulieferschwierigkeiten betroffen ist.

Die BKB als Bank der regionalen KMU

Die KMU stellen das wirtschaftliche Rückgrat unserer Region dar. Als regional verankerte Bank steht die Basler Kantonalbank ihren Kunden auch in dieser herausfordernden Situation beratend und hilfestellend zur Seite. So unterstützt sie Gewerbetreibende, KMU und selbständig Erwerbende rasch und unkompliziert. Bis zum 30. April 2021 hat die BKB COVID-Kredite in der Höhe von über 100 Mio. CHF gesprochen, wovon 41 Mio. CHF benutzt sind. Seit Anfang dieses Jahres wurden zu den Unterstützungsprogrammen für Unternehmen und Startups 180 Kreditanträge bearbeitet.

Factsheet: Die wichtigsten Erkenntnisse der zweiten KMU-Befragung

Interview mit Regula Berger, Leiterin Bereich Vertrieb kommerzielle Kunden

Kurzanalyse: Auswirkungen der Coronavirus-Krise für KMU in der Region Basel

Raphael Vannoni

Fachspezialist Kommunikation

061 266 25 34
medien@bkb.ch

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