Mobile Payment: In Basel mit dem Smartphone bezahlen – das müssen Sie wissen über TWINT, Samsung Pay, SwatchPAY! & Co.

Mann bezahlt im Café mit seinem Smartphone
Bezahl-Apps wie TWINT, Apple Pay oder Samsung Pay werden immer beliebter. Doch wie sicher ist das mobile Zahlen und wo kann ich es in Basel tatsächlich nutzen? Mit diesen fünf Antworten wissen Sie Bescheid.
Am 28.01.2019 in Rund ums Geld von Ekaterina Cámara

Schon mal «geTWINTet»? Bis vor kurzem löste die Frage nur ahnungslose Blicke aus. Denn für rund 70 Prozent aller Zahlungen am Kiosk, in Migros und Coop greifen die Baslerinnen und Basler bis heute am liebsten auf Kleingeld und Noten zurück. Doch das Wort wird immer beliebter – und mit ihm das Bezahlen mit dem Smartphone. TWINT, die Bezahl-App der Schweizer Banken, hat nach einem harzigen Start rasant zugelegt und zählt heute beinahe 1,2 Millionen Nutzer in der Schweiz. Daneben gibt es viele weitere Apps fürs digitale Bargeld: Apple Pay, Samsung Pay, SwatchPAY! u.a. Höchste Zeit also, die wichtigsten Fragen zu klären.

Welche Bezahl-Apps sind heute in der Schweiz verfügbar?

TWINT ist aktuell die verbreitetste Bezahl-App in der Schweiz. Sie kann in Läden und Shops anstelle von Kredit- oder Debitkarten verwendet werden. Fürs Bezahlen gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder scannen Sie mit der App einen QR-Code ab oder Sie halten ihr Smartphone an einen sogenannten Beacon, einen kleinen Bluetooth-Sender, der auf der Ladentheke angebracht ist. Am beliebtesten ist die Funktion «Geld senden & anfordern» – ideal, um unter Freundinnen oder Familienmitgliedern kleine Schulden zu begleichen. Dazu ist nur die Mobiltelefonnummer notwendig. Diese «Peer to Peer»-Funktion bietet übrigens auch ZAK an, die digitale Banking-Lösung der Bank Cler.

Mit einem einfachen Wisch auf dem Bildschirm bezahlen: Das ermöglichen auch die Apps von Apple Pay und Samsung Pay. Sie sind fürs Smartphone und für die immer beliebteren Smart Watches verfügbar. Nützlich ist dabei, dass nebst mehreren Kreditkarten auch diverse Kundenkarten hinterlegt werden können. Das dicke Portemonnaie mit den vielen Plastikkarten können Sie damit getrost zuhause lassen. Für Sportfans interessant sind zudem die Bezahl-Apps von Garmin Pay™ und Fitbit Pay. Damit bezahlen Sie den Energy-Drink nach dem Training ganz einfach mit der Uhr. Vor wenigen Tagen hat auch Swatch eine Lösung für das mobile Zahlen lanciert: Die Kreditkarte wird via App auf die Swatch geladen und in einem Store aktiviert. Aktuell gibt es vier verschiedene Swatch-Modelle, welche die SwatchPAY!-Lösung unterstützen – weitere sollen folgen.

Welche Bezahl-Apps kann ich als BKB-Kunde nutzen?

Als Kundin oder Kunde der BKB entscheiden Sie selbst, welche Bezahl-App Ihnen am meisten zusagt. Wir ermöglichen die Nutzung sämtlicher heute verfügbarer Mobile Payment-Lösungen – übrigens als eine der wenigen Schweizer Kantonalbanken.

Wie verbreitet ist das Bezahlen per Handy?

Während in China bereits fast die Hälfte aller Internet-User mobil bezahlt, ist die Schweiz noch immer eine Nation von Barzahlern. Unter den elektronischen Bezahlmitteln haben die Debit- und die Kreditkarte sowie das E-Banking klar die Nase vorn. Mobile Payment – das Bezahlen mit dem Handy – legt zwar auch hierzulande rasch zu, hat jedoch noch einen geringen Anteil an den Geld-Transaktionen in der Schweiz.

Bekanntheit und Besitz unbarer Zahlungsinstrumente

Wo kann ich mobil bezahlen in Basel?

Die Bezahl-Apps können Sie fast überall dort einsetzen, wo Sie auch kontaktlos mit der Kredit- oder Maestro-Karte bezahlen können. TWINT funktioniert zudem in allen Läden, die über einen TWINT Beacon oder TWINT-QR-Code verfügen. In Basel sind dies beispielsweise alle Migros- und Coop-Filialen, alle Valora-Kioske oder auch im Aquabasilea. Die SBB hat angekündigt, dass ab Ende März Tickets in der SBB-App, auf der Website sowie an den Automaten mit TWINT bezahlt werden können. Nebst den Läden können Sie das digitale Bargeld auch im Online-Shopping nutzen, etwa bei Galaxus oder Microspot.

Sind die mobilen Bezahldienste sicher?

Bezahl-Apps wie Apple Pay oder Samsung Pay sind ebenso sicher wie eine Kreditkarte oder Maestro-Karte. Der Grund: Die Kreditkartendaten werden in einem sogenannten Token digital verschlüsselt: Somit werden die sie durch die Tokenisierung nicht auf dem Gerät gespeichert und nicht an den Händler übertragen. Auch überzeugte Barzahler können das Bezahlen mit dem Handy also unbesorgt ausprobieren.

Ekaterina Cámara

Redaktion

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