Navigieren auf bkb.ch

Service-Links

Wie berechnet sich der CO₂-Fussabdruck meines Anlageportfolios?

Nachhaltigkeitsfonds boomen. Was gut für die Natur und auch noch profitabel ist, erscheint auf den ersten Blick wahnsinnig verlockend. Aber wie nachhaltig sind diese Anlagen wirklich? Und wie berechnet das Investmentteam der BKB die Nachhaltigkeit von Anlagelösungen konkret?
Am 17.03.2021 in Rund ums Geld von Ennio Perna
Nachhaltige Anlagefonds. Klingt toll. Aber wie sieht es auf den zweiten Blick aus? Nun, das kommt ganz drauf an, denn es gibt es Unmengen unterschiedlicher Nachhaltigkeitsrankings. Je nach Anbieter springt beispielsweise für Tesla ein sehr positives Ranking oder ein schwaches Resultat heraus. Für Anlegerinnen und Anleger ist es deshalb schwierig, die Übersicht zu bewahren. Bei vielen Anbietern findet man nur mit viel Recherchearbeit heraus wie viel CO₂-Emissionen ein bestimmtes Anlageprodukt verursacht. Die Investoren haben also oftmals keine Ahnung, welchen Effekt ihre nachhaltigen Anlagen auf die Umwelt haben. Und wie sich die Anlagen hinsichtlich CO₂-Fussabdruck von klassischen Anlagen unterscheiden.

Klar ist: Menschen, die ihr Geld nachhaltig anlegen, möchten möglichst genau wissen, welchen Effekt ihre Investitionen auf die Umwelt haben.
Viele Titel gelangen gar nicht in unser Anlageuniversum, weil sie unsere strengen nachhaltigen Kriterien nicht erfüllen.
Ennio Perna, Leiter Fachstelle Nachhaltigkeit Basler Kantonalbank

Wie wird der relative CO₂-Fussabdruck berechnet?

Die Spielregeln, die das BKB-Investmentteam für die Auswahl Ihres Portfolios festgelegt hat, werden transparent kommuniziert. Der Anspruch an nachhaltige Anlagen ist dabei sehr hoch und wird konsequent umgesetzt. Auf Basis von ESG-Daten aus unabhängigen Quellen analysieren die Anlageprofis interessante Titel auf Umwelt- und Sozialkriterien sowie Corporate Governance. Zudem rechnen sie für alle nachhaltigen Anlageportfolios den relativen CO₂-Fussabdruck des Portfolios aus, damit Anlegerinnen und Anleger exakt wissen, wie ihr Portfolio aus ökologischer Sicht abschliesst.

Exemplarisches Rechenbeispiel: Der relative CO₂-Fussabdruck eines Fonds 

Fondsvolumen: CHF 10 Millionen

Unternehmen A: 1000 Tonnen CO₂e Ausstoss  2% des Fondsvolumens
Unternehmen B: 500 Tonnen CO₂e Ausstoss  1% des Fondsvolumens

Emissionen des Fonds:

Unternehmen A:  20 Tonnen CO₂e (2% von 1000 tCO₂e)
Unternehmen B: 5 Tonnen CO₂e (1% von 500 tCO₂e)

Total:

25 Tonnen CO₂e

Relativer Fussabdruck: 25 Tonnen CO₂e /  CHF 10 Millionen = 2.5 Tonnen CO₂e

Der relative CO₂- Fussabdruck dieses Fonds beträgt 2.5 Tonnen CO₂e.

Wichtig zu wissen: Der absolute Fussabdruck des Investitionsbetrages verändert sich, je nachdem wie viel Geld in den Fonds investiert wird.

100'000 CHF = 0,25 Tonnen CO₂e
5 Mio. CHF = 12.5 Tonnen CO₂e
20'000 CHF = 0,05 Tonnen CO₂e

Der Einfluss auf die Umwelt

Jede Investition – nachhaltig oder klassisch - wirkt sich in irgendeiner Form auf die Umwelt aus. Aber ob die Investition in einen Ölkonzern fliesst, der seine Fracking-Aktivitäten ausbaut oder in einen Solarkonzern, macht einen grossen Unterschied:

Bei einer Investition von CHF 100 000 in die BKB Anlagelösung «Nachhaltig Ausgewogen» verringert sich der CO2-Ausstoss beispielsweise auf weniger als die Hälfte (2,86 Tonnen CO2) im Vergleich zu einem konventionellen Anlage-Portfolio, das in ähnliche Anlageklassen investiert (6,38 Tonnen CO2).

Wie unterscheidet sich die BKB Anlagelösung Nachhaltig von anderen Produkten?

Die BKB wendet bei der Auswahl nachhaltiger Anlageprodukte ein hauseigenes, strenges Prüfverfahren an. Es garantiert, dass nur Fonds berücksichtigt werden, die einen echten Nachhaltigkeitsansatz verfolgen.
Bei zwei Titeln mit ähnlichen Eigenschaften wählen wir für unser Portfolio den Titel mit dem besseren Nachhaltigkeitsranking.
Dr. Stefan Kunzmann, Leiter Investment Research Basler Kantonalbank
Um das Anlageuniversum möglichst gross zu halten, besteht bei vielen Anbietern der Anreiz, die Kriterien zu verwässern. Dieser weichgespülte Ansatz wird allerdings nur marginal positive Auswirkungen für unseren Planeten haben. Es ist essenziell, dass gewisse Branchen konsequent aus dem Anlageuniversum ausgeschlossen werden.

Die Basler Kantonalbank hat strenge Richtlinien zu kontroversen Umwelt- und Sozialthemen entwickelt. Diese führen derzeit zum Ausschluss von rund 300 börsenkotierten Unternehmen (z.B. Abbau von Kohle, Palmöl, geächtete Waffen usw.) aus dem Anlageuniversum. Das ist sowohl aus finanzieller und ökologischer Sicht sinnvoll. Die Anlagemöglichkeiten sind so zwar stärker eingeschränkt, aber die Anlegerinnen und Anleger haben die Gewissheit, dass ihr Geld zu klimaschonenden Unternehmen fliesst.

Woher weiss ich, ob grün drin ist, wenn grün draufsteht?

  • Die ESG-Kriterien werden konsequent bei der Auswahl der Titel integriert
  • Sie wissen nach welchen Kriterien die Unternehmen auf Nachhaltigkeit bewertet werden
  • Besonders kritische Branchen werden ausgeschlossen
  • Das Geld wird in Firmen investiert, die tendenziell weniger CO2 emittieren als ihre Mitbewerber

Nur das Beste ist gut genug

Nur die besten Unternehmen gemäss ESG-Kriterien bilden bei der BKB das Anlageuniversum für das Portfoliomanagement. Das heisst, die Firmen müssen sowohl bei der wirtschaftlichen als auch bei der ökologischen und sozialen Beurteilung exzellent abschliessen. So erhalten Kundinnen und Kunden ein Portfolio mit Einzeltiteln, die verhältnismässig wenig CO2 emittieren und gleichzeitig hohe Rendite versprechen.

Mit unseren nachhaltigen Anlagelösungen gewinnen nicht nur Sie, sondern auch die Umwelt und die nächste Generation. Und sie rentieren erwiesenermassen gleich gut.

Ennio Perna

Ennio Perna

Leiter Fachstelle Nachhaltigkeit

nachhaltigkeit@bkb.ch

Fusszeile