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«Wir sind solibaslerisch und übernehmen Verantwortung für die Region und ihre Menschen»

Dr. Basil Heeb
Mehr denn je sind Kundinnen und Kunden in der aktuellen Situation auch auf ihre Kantonalbank als starke Partnerin angewiesen. BKB CEO Basil Heeb erklärt, wie die BKB in dieser ausserordentlichen Lage den Betrieb aufrechterhält und digital oder, wo nötig, in den Filialen für die Kundinnen und Kunden da ist - sei es für Unternehmen oder Privatpersonen. Bei allem hat aber für die BKB die Gesundheit von Mitarbeitenden sowie Kundinnen und Kunden höchste Priorität.
Am 07.04.2020 in Von Basel. Für Basel.

Die aktuelle Situation ist aussergewöhnlich. Was heisst das für die BKB als Institution, Herr Heeb?

Zusammen mit unseren Kundinnen und Kunden sowie unseren Mitarbeitenden stehen wir als Kantonalbank vor sehr anspruchsvollen Herausforderungen. Die Folgen der Pandemie für das gesellschaftliche, soziale und wirtschaftliche, aber auch familiäre Leben sind für uns alle enorm. Banken gehören zu den Unternehmen der Grundversorgung. Deshalb wollen und müssen wir unseren Betrieb aufrechterhalten. Basler Unternehmen wie auch Privatpersonen sind in diesen Zeiten mehr denn je auf uns als Bank angewiesen. Wir sind deshalb gerade auch jetzt für unsere Kundinnen und Kunden da und tragen diese Verantwortung mit viel Motivation, Mut und Tatkraft.

Was bedeutet das für den operativen Betrieb?

Wir stellen weiterhin alle Bankdienstleistungen sicher und wollen auch unsere Filialen nach Möglichkeit offen lassen. Aufgrund der sinkenden Besuchszahlen haben wir jedoch die Öffnungszeiten angepasst und werden allenfalls einzelne Filialen vorübergehend schliessen; dies hängt auch von der Gesundheit unserer Mitarbeitenden vor Ort ab. Damit schützen und entlasten wir unsere Mitarbeitenden. Den Zahlungsverkehr und den Handel mit Devisen und Wertschriften halten wir uneingeschränkt aufrecht. Anlagekunden bieten die täglichen Empfehlungen unseres Asset Managements eine klare Orientierung. Das ist wichtig, denn die Finanzmärkte zeigen sich volatil und angespannt. Das schürt Ängste, doch gilt es Ruhe zu bewahren und besonnen zu agieren. Wir bieten somit weiterhin alle Dienstleistungen an, setzen dabei aber vor allem auf digitale Formate oder das Telefon.

Wie sichern Sie die Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden und Ihrer Kundinnen und Kunden?

Gesundheit ist grundsätzlich das wichtigste Gut: Der Schutz unserer Mitarbeitenden und unserer Kundinnen und Kunden hat für uns alle oberste Priorität. Beinahe 900 Mitarbeitende im Konzern BKB, also rund 70 Prozent unserer Belegschaft und eigentlich alle, die nicht physisch vor Ort anwesend sein müssen, arbeiten aktuell im Homeoffice. Damit kommen wir den Vorgaben des Bundes nach, den Kontakt zu anderen Menschen so stark wie möglich zu reduzieren. Wir nutzen wie bereits gesagt digitale Formate. So haben wir mit Videoberatungen oder Videoaufzeichnungen der Referate der Events, die wir jetzt natürlich abgesagt haben, innovative Lösungen gefunden, um jenen Kunden, die wie vom Bundesrat empfohlen zuhause bleiben, weiterhin über das Internet einen guten Service zu bieten. Weil wir in den letzten Jahren konsequent unsere Digitalisierungsstrategie vorangetrieben haben, können wir die dadurch geschaffenen neuen Möglichkeiten nun nutzen. In den Filialen tun unsere Mitarbeitenden alles, um die Schutzregeln einzuhalten, aber gleichzeitig unseren Kunden, die trotzdem vorbeikommen müssen, zur Seite zu stehen. Unsere Filialen sind mit Plexiglasstellern und Desinfektionsmittel ausgestattet und wir schauen streng darauf, dass der Mindestabstand eingehalten wird. Wir halten die Hygiene-Regeln des Bundes immer und ohne Ausnahme ein.

Wie steht es um die Gesundheit der Bank als Unternehmen? Ist das Geld Ihrer Kundinnen und Kunden bei der BKB noch sicher?

Ja, das Geld unserer Kundinnen und Kunden ist sehr sicher. Die BKB ist dank ihrer hohen Eigenmittelausstattung sehr solid aufgestellt. Mit der Gesamtkapitalquote von 20 Prozent übertreffen wir das regulatorisch notwendige Kapital bei weitem. Deshalb haben wir von der Ratingagentur Standard&Poor's ja auch mit AA+ ein Top-Rating. Zusätzlich schafft die Staatsgarantie höchste Sicherheit. Gleichzeitig sind wir als Bank sehr liquide und können schnell reagieren: Unsere Quote für die kurzfristige Liquidität (LCR) liegt bei rund 150 Prozent.

Darüber hinaus gibt es auch noch die Einlagensicherung zur Sicherung von Kundengeldern bis 100000 Franken bei Schweizer Banken. Wir sind uns aber auch bewusst, dass die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschliessend beurteilt werden können. Wir überwachen und steuern deshalb die finanziellen Kennzahlen der BKB auf täglicher Basis. Auch hier gilt: Wir gehen diese Herausforderung mit Besonnenheit und dem nötigen Respekt an. Unsere Kundinnen und Kunden dürfen auf uns zählen.

Wie unterstützt die BKB die Basler KMU, die direkt oder indirekt sehr stark von den bundesrätlichen Massnahmen zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung betroffen sind?

Wir begrüssen die Massnahmen zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung, aber sie treffen viele KMU sehr hart. Viele mussten ihre Geschäfte und Betriebe vorübergehend schliessen, bei anderen gingen die Aufträge stark zurück. Viele bringt dies in enorme finanzielle Schwierigkeiten. Die Nachfrage nach Krediten – seitens Basler Unternehmen, aber auch von Privatpersonen, die Liquidität benötigen – hat entsprechend zugenommen. Als Kantonalbank arbeiten wir im Soforthilfeprogramm des Bundes mit und unterstützen die KMU mit Überbrückungskrediten ebenso im Rahmen des Unterstützungsprogramms des Kantons Basel-Stadt. Wir stehen voll und ganz hinter diesen beiden wichtigen Programmen, mit denen die Liquidität der Unternehmen gestärkt werden soll.

Andere Banken finanzieren nebst diesen Liquiditätshilfen noch eigene, direkte Unterstützungsmassnahmen und geben den KMU damit unbürokratisch schnelle finanzielle Hilfe. Weshalb macht das die BKB nicht?

Wir wissen heute [Stand: 27. März 2020] noch nicht, wann die Schweiz gesundheitlich über den Berg ist und wann wir auch wirtschaftlich langsam wieder zur Normalität zurückkehren können und werden. Es ist aber davon auszugehen, dass die Auswirkungen der Pandemie uns alle direkt und indirekt noch lange beschäftigen werden. Wir beurteilen deshalb die Situation laufend und werden uns auch vorbehalten, über das nationale und kantonale Überbrückungskredit-Programm der Liquiditätshilfen hinaus weitere Massnahmen für unsere Kundinnen und Kunden zu ergreifen. Wir sind mit unseren Kundinnen und Kunden im Gespräch und definieren, wenn nötig bzw. wo die Unterstützungsmassnahmen des Kantons und des Bundes nicht reichen oder nicht greifen, individuelle Lösungen, die durchaus höhere Beträge umfassen können.

Wir haben auch weitere Soforthilfen beschlossen. So verzichten wir auf die Ausnützung der Zahlungsfristen unserer Kreditoren. Dies bedeutet, dass wir fortlaufend und umgehend die an die Bank gestellten Rechnungen bezahlen. Damit helfen wir unseren Lieferanten, Handwerkern und externen Dienstleistern. Ebenso unterstützen wir den Solidaritätsfonds für Basler Kleinunternehmen der Gewerbestiftung, die Soforthilfen von 4000 Franken pro Unternehmen leistet, die nicht zurückbezahlt werden müssen. Auch solche «kleinen» Massnahmen helfen, die negativen Auswirkungen der ausserordentlichen Lage zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus abzufedern. Wir sind solibaslerisch!

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