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Der Brexit: Chaos und kein Ende

Kaum zu glauben, aber wahr: Auch fast drei Jahre nach dem Entscheid zum Austritt aus der EU sind die Briten noch Teil der Europäischen Union. Es ist völlig offen, wann, wie und ob der Brexit überhaupt stattfinden wird. Warum ist eine professionelle und breit diversifizierte Vermögensverwaltung gerade jetzt besonders wichtig?
Am 08.05.2019 in Rund ums Geld von Dr. Stefan Kunzmann
Direkt nach dem Volksentscheid vor fast drei Jahren ging es an den Börsen für wenige Stunden bergab. Seither konnte man aber fast den Eindruck gewinnen, als ob der Brexit die Anleger kalt gelassen hat. Eine genauere Betrachtung zeigt jedoch: eine professionelle und breit diversifizierte Vermögensverwaltung war gerade auch in den letzten Jahren von sehr grosser Bedeutung - und ist es bis heute.

Kapitalanlagen in Schweizer Franken sind beliebt

Während Theresa May weiterhin nach einem Kompromiss mit dem Parlament in London sucht, interessieren sich viele Anlegerinnen und Anleger in erster Linie für Kapitalanlagen in heimischer Währung oder für Aktien nationaler Unternehmen. Dieser sogenannte Home Bias kann in bestimmten Zeitphasen durchaus Sinn machen, in anderen aber zu Ertragseinbussen führen. Generell gilt jedoch, dass eine breite Diversifikation der Anlagen aus Rendite-Risiko-Überlegungen sinnvoll ist. Und zwar über Länder, Regionen, Sektoren und Anlagekategorien hinweg.

Der Entscheid von Grossbritannien zum EU-Austritt und die anschliessende Entwicklung nationaler und internationaler Aktienindizes ist dafür ein gutes Beispiel. Seit Anfang 2016, also dem Jahr vom Brexit-Referendum, haben die globalen Aktien in Schweizer Franken per Ende April 2019 jährlich fast 12% an Wert gewonnen. Spitzenreiter war dabei der MSCI USA mit einem Plus von durschnittlich gut 14% pro Jahr. Hat man dagegen „nur“ in Schweizer Aktien (SPI) investiert, lag das Plus bei 8.5% p.a., was in etwa dem Anstieg der Aktien der Eurozone entspricht. Käufer von britischen Aktien mussten sich dagegen mit rund 7% p.a. begnügen.

Britische Aktien performten schlechter

Vergleicht man die kummulierten Performancezahlen, dann wird das Ausmass der Unterschiede deutlicher. Hat man über diesen Zeitraum mit US-Aktien gut 55% (in CHF) verdient, war das Plus mit britischen Aktien weniger als halb so gross. Dies ist nicht wirklich überraschend. Europäische Volkswirtschaften - inklusive der Schweiz - wären von einem ungeordneten Brexit mit am stärksten betroffen. Leidet die europäische Konjunktur unter den Brexit-Verhandlungen oder dem endgültigen EU-Austritt, dann leidet wegen der engen Handelsverflechtungen auch die Schweizer Wirtschaft. Der Handel mit der Europäischen Union machte 2018 immerhin gut 60% der gesamten Schweizer Exporte und Importe aus.

Mit sinnvoller Diversifikation des eigenen Portfolios Chancen nutzen

Für uns ist es deshalb wichtig, bei der Geld- und Vermögensanlage über den nationalen Tellerrand hinauszuschauen. Wir bieten auch Kundinnen und Kunden mit einer Vorliebe für Schweizer Anlagen sinnvolle Lösungen für eine breite Diversifikation ihren Portfolios. Damit stellen wir sicher, dass sie die sich bietenden Chancen in der global vernetzen Welt nutzen können. Egal, ob und wann der Austritt aus der EU von Theresa May nun durchgesetzt wird, oder nicht.

Jede Marktsituation eröffnet neue Chancen

Auch wenn es in der Welt heiss zu und her geht, behalten wir einen kühlen Kopf, denn fundierte Analysen gehören zu unserem Kerngeschäft. Was auch immer die Märkte bewegt – ein starker Partner bringt Sie weiter. Eine finanzielle Standortbestimmung lohnt sich.
Dr. Stefan Kunzmann

Dr. Stefan Kunzmann

Leiter Investment Research

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