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Agilität: Was hat das mit uns zu tun?

Um im hart umkämpften Markt bestehen zu können, müssen Unternehmen die digitale Transformation meistern, im traditionellen Geschäft erfolgreich bleiben und mit Innovationen begeistern. Um das zu schaffen, ist es wichtig beweglicher zu werden und auch klassische Arbeitsformen zu überdenken.
Am 22.07.2019 in Die Bank
Die Basler Kantonalbank beschäftigt heute über 900 Mitarbeitende und besteht aus insgesamt sieben Geschäftsbereichen. Die Art und Weise der Zusammenarbeit am Unternehmen verbesserte sich über die Jahre stetig und schon immer bestimmten die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden unseren Alltag. Um noch schneller passende Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können, bedarf es jedoch immer öfter agilerer Formen der Zusammenarbeit. 

Strategieperiode 2018 – 2021

Im Rahmen der Strategieperiode 2018 – 2021 setzen wir einige HR-Initiativen - wie zum Beispiel die konzernweite Führungsentwicklung, das Mentoring und die Einführung eines Talent Development Ansatzes - um und begleiten so die Reise in eine agilere Welt. Doch was sagen eigentlich unsere Mitarbeitenden? Sind wir als Arbeitgeberin bereits als agile Organisation unterwegs? Praktikantin Luana Heyer hat Samuel Meyer, den Leiter Privatkunden und Projektmanagerin Irene Paget dazu befragt. Mehr dazu sehen Sie in unserem Video.

Interview mit Leiterin HR Development Judith Keller: Agiles arbeiten im Unternehmen – wie funktioniert das?

„Agiles Arbeiten“ - diese Methode der Zusammenarbeit ist in aller Munde. Doch was bedeutet es nun eigentlich genau und wie funktioniert es? Judith Keller – seit Juli diesen Jahres Leiterin HR Development – erklärt, was es heisst, agil zusammenzuarbeiten und wie das die Unternehmenskultur verändert.



Judith, was bedeutet agiles Arbeiten nun eigentlich konkret und warum ist das für Unternehmen aus Ihrer Sicht so wichtig?

Judith Keller: „Agil sein“ oder „Agilität“ bedeutet nicht nur, den Wandel zu akzeptieren sondern fordert selber den Wandel, wenn dies für die Erreichung der Ziele einer Organisation sinnvoll erscheint. Die Prinzipien und Methoden für agiles Arbeiten kommen ursprünglich aus der Softwareentwicklung. Nun fragt man sich, warum dies auch für uns als Bank immer relevanter wird. Agilität kann helfen, die steigende Komplexität und die Unsicherheit in den Griff zu bekommen. Wir werden laufend mit neuen technologischen Entwicklungen, steigenden Kundenerwartungen, verändertem Wettbewerbsverhalten und Innovationsdynamiken konfrontiert. Rasche Updates und Entscheidungen unter Unsicherheit werden zur Normalität. Dies erfordert und ermöglicht neue Formen von Arbeitsprozessen und Zusammenarbeit.

Mir ist auch wichtig zu erwähnen, dass Agilität eine Option ist. Ich finde es problematisch, wenn der Eindruck vermittelt wird, als sei es grundsätzlich für alle und immer richtig, agil zu sein. Wichtig ist, sehr genau zu prüfen, wann und wo neue Arbeitsformen im Unternehmen sinnvoll sind. Ein «Sowohl-als-Auch» muss möglich sein, das heisst, man muss entscheiden, wann Agilität überhaupt passt und wann eben auch nicht - der richtige Mix macht’s. Für uns Mitarbeitende bedeutet agileres Arbeiten konkret mehr Sicherheit im Umgang mit Unsicherheit gewinnen, mehr Mut aufbringen, um Neues auszuprobieren, sich und seine Arbeit auch mal in Frage stellen zu können sowie lernen, loszulassen und wieder neu zu beginnen – kontinuierlich.



Wie lange dauert es, bis die Organisation eine agilere Haltung entwickelt hat?

Judith Keller: Veränderungen in Organisationen brauchen Zeit. Ein Grossteil unserer Mitarbeitenden hat im Berufsleben starke Hierarchie erlebt: Der Chef weiss alles und sagt, was zu tun ist. Heute wird mehr Selbstverantwortung verlangt, Eigeninitiative wird immer wichtiger, Führungskräfte führen vermehrt über Vertrauen statt Kontrolle. Wir reden hier von einer Kulturveränderung, die von Menschen geprägt und gestaltet wird. Und eine Kulturveränderung braucht Zeit und Geduld.



Was können die Mitarbeitenden zur Entwicklung einer agileren Organisation beitragen?

Judith Keller: Jeder Mitarbeitende sollte mehr Eigenverantwortung übernehmen, Prozesse und Dinge hinterfragen, sein eigenes Tun und Handeln reflektieren, schnell und flexibel reagieren, Veränderungen offen annehmen und weitertreiben. Gerne auch mal etwas mehr Mut aufbringen, um aus der gewohnten Komfortzone auszubrechen. Das heisst auch, über mögliche Herausforderungen und Stolpersteine zu des "agil seins" zu reden. Mit einer guten Portion Interesse und Leidenschaft, einem permanenten offenen Austausch und dem Mut zur Transformation erreichen wir unser Ziel – und zwar gemeinsam.

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