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Fintech 3.0 – gekommen, um zu bleiben

Banken und Versicherungen sind nicht erst heute mit revolutionären, technologischen Veränderungen konfrontiert. Mit der Verlegung des ersten transatlantischen Telegrafenkabels im Jahr 1866 haben Technologien wie Telegrafen, Fernzüge und Dampfschiffe den Austausch von Finanzinformationen massiv erleichtert (Fintech 1.0). Ab dem Jahr 1966 revolutionierten erste digitale Finanzdienstleistungen wie Bancomaten oder elektronische Zahlungs-, Handels- und Effektenabwicklungssysteme das Finanzwesen (Fintech 2.0). Mit dem Internet und der «Demokratisierung» von Finanzdienstleistungen steht eine weitere Disruption des Sektors an (Fintech 3.0). Hierbei drängen neue und zum Teil branchenfremde Technologieunternehmen mit innovativen Produkten (Kryptowährungen, Blockchain etc.), digitalen Technologien (Cloud Computing, Big Data, künstliche Intelligenz, Internet der Dinge etc.) und Geschäftsmodellen in den Finanzsektor.
Am 23.12.2021 in N° 3/2021 von Peter Berger, Senior Investment Advisor

Neben grossen bekannten und börsenkotierten Fintech-Konzernen wie PayPal, Ant Financial oder Oscar Health prägen zahllose private Fintech- Firmen die Szene. Dazu gehören auch viele Startups. Die USA verzeichneten laut Statista per Ende 2020 global die grösste Anzahl an Fintech-Start-ups (10 600 Firmen), gefolgt von den Regionen EMEA (9300) und Asien (6300). Doch die Fintech-Innovation findet nicht nur in Start-ups statt. Auch langjährige und etablierte Finanzunternehmen digitalisieren ihre Geschäftsmodelle mit Hochdruck und verleiben sich bei Bedarf passende Fintech-Firmen und deren Technologien ein. Gemäss dem Forschungsinstitut IDC Financial Insights werden die globalen IT-Ausgaben des Finanzsektors bis im Jahr 2025 die Marke von USD 590 Mrd. überschreiten.

Fintech 3.0: quo vadis?

Die Chancen und Risiken im Fintech-Bereich sind gleichermassen hoch. Welche Technologien und Produkte sich im breiten Markt durchsetzen, welche in einer Marktnische landen oder welche ganz verschwinden, ist nicht überall klar. Das gilt auch für Kryptowährungen wie Bitcoin: Denn trotz oder gerade wegen der potenziellen Veränderungen, welche sie für das bestehende Geld- und Finanzsystem bedeuten könnten, bleibt ihre Zukunft in ihrer aktuellen Form ungewiss. Investoren wie Ray Dalio können sich gar vorstellen, dass Kryptowährungen wie Bitcoin, sollten diese zu erfolgreich werden, schlichtweg verboten werden. Kaum mehr verschwinden wird das Thema Blockchain. Allerdings hat dieses seinen Platz ausserhalb der Kryptowährungen noch nicht wirklich gefunden, trotz zahlreichen vielversprechenden Ansätzen. Ebenfalls gekommen, um zu bleiben, ist das Robo-Advising. Jedoch zeichnet es sich hier ab, dass die Online-Vermögensverwaltungstools mit einer Vor-Ort-Beratung kombiniert werden müssen, um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen und zu behalten. Definitiv durchgesetzt haben sich im Finanzbereich Themen wie Chatbots, Mobile Banking, Digital Lending und das Hardware- Thema Cloud. Ebenfalls überleben dürfte die noch junge Fintech-Richtung «Regtech», eine Kombination aus «Regulatory» und «Technology», der Sammelbegriff für Innovationen und moderne Technologien im Umfeld von Regulierung, insbesondere Banken- und Finanzmarktregulierung. Regtech fasst Massnahmen und Technologien zusammen, die die Compliance und das Risikomanagement unterstützen sowie Compliance-Prozesse und deren Integration und Verwaltung automatisieren und optimieren.

Für Anlegerinnen und Anleger, die am Thema Fintech partizipieren möchten, empfiehlt es sich angesichts der hohen Risiken, in einen Fonds und nicht in Einzeltitel zu investieren. Dieser wiederum investiert in eine Vielzahl von Fintech- Unternehmen, womit sich ihr Risiko deutlich reduziert. Als eine sinnvolle Möglichkeit erachten wir den BGF Fin- Tech Fund (LU1861217161) von BlackRock. Der Fonds investiert global in Unternehmen aus dem Fintech-Segment. Hier tummeln sich zahlreiche junge, innovative Firmen. Der Fonds setzt entsprechend stark auf klein- und mittelkapitalisierte Unternehmen und scheut auch nicht davor zurück, an dem einen oder anderen Börsengang zu partizipieren. Dies geschieht aber mit Augenmass und mit der nötigen Risikokontrolle. Der Fondsmanager Vasco Moreno wird von einem interdisziplinären Team unterstützt, das über eine grosse Expertise in Finanz- und Technologiethemen verfügt.

Wofür steht Fintech 3.0?

Finanztechnologie oder Fintech 3.0 steht für einen rasch wachsenden Wirtschaftszweig von digitalen Finanzinnovationen und für die Nutzung von Technologie zur Erbringung von Finanzdienstleistungen. Fintech – eine Verkürzung von «Financial Technology» – ist ein Sammelbegriff für technologisch weiterentwickelte Finanzinnovationen, die in neuen Finanzinstrumenten, -dienstleistungen oder -intermediären in Kombination mit neuen Technologien resultieren. Die Technologie hat zum Ziel, finanzbezogene Produkte, Dienstleistungen (bspw. Robo-Advisory), Prozesse (Plattformen) und Infrastruktur (Cloud) rund um die Themen Finanzierung, Zahlungen, Risikoabsicherung, Vorsorge und Beratung zu verbessern. Die meisten der im Fintech-100-Ranking gelisteten Firmen bieten laut der Beratungsgesellschaft KPMG Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Kreditvergabe (32 Firmen), Bezahllösungen (18) und Versicherungsangebote (12) an. Geografisch stammen die globalen Top-10-Fintech-Firmen aus China (5), den USA (3) und Europa (2).

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Peter Berger, Senior Investment Advisor

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