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BKB-Anlegermagazin «Chancen»: US-Dollar als Leitwährung – konkurrenzlos?

Der US-Dollar gilt seit dem Ende des Ersten Weltkriegs als unbestrittene Nummer 1 im globalen Währungssystem. Doch China scheint im Begriff zu sein, zur dominierenden Wirtschaftsmacht aufzusteigen. Wird darum der chinesische Yuan die Rolle des US-Dollars in absehbarer Zeit übernehmen? Auch Investoren, die Nachhaltigkeitsaspekte ernst nehmen, hinterfragen zusehends, ob Anlagen in US-Staatsanleihen mit ihren Grundsätzen vereinbar sind.

15.08.2018

15. August 2018

BKB-Anlegermagazin «Chancen»:
US-Dollar als Leitwährung – konkurrenzlos?

Der US-Dollar gilt seit dem Ende des Ersten Weltkriegs als unbestrittene Nummer 1 im globalen Währungssystem. Doch China scheint im Begriff zu sein, zur dominierenden Wirtschaftsmacht aufzusteigen. Wird darum der chinesische Yuan die Rolle des US-Dollars in absehbarer Zeit übernehmen? Auch Investoren, die Nachhaltigkeitsaspekte ernst nehmen, hinterfragen zusehends, ob Anlagen in US-Staatsanleihen mit ihren Grundsätzen vereinbar sind.

Das aktuelle BKB-Anlegermagazin «Chancen» betrachtet den US-Dollar aus verschiedenen Perspektiven: Sein Wertverlust, seine trotzdem vorhandene weltweite Dominanz und seine Rolle im weltweiten Rohstoffhandel. Auch eine mögliche Ablösung des US-Dollars als Weltleitwährung wird diskutiert. Auch wenn Dr. Sandro Merino, Chief Investment Officer der BKB, in der Studie zum Schluss kommt, dass der chinesische Yuan noch sehr weit davon entfernt ist, die Rolle des US-Dollars als Leitwährung zu übernehmen, wendet sich die Basler Kantonalbank bei ihren nachhaltigen Anlagelösungen von US-Anleihen ab.
 

Gute Nachhaltigkeitsnoten nur für reiche Länder?

Die Basler Kantonalbank investiert bei nachhaltigen Mandaten und Anlagefonds grundsätzlich nur in Obligationen von Staaten, die im Nachhaltigkeitsrating der Ratingagentur MSCI mindestens eine A-Note erreichen. Weil heute vor allem reiche Länder gute Nachhaltigkeitsratings erhalten, werden viele Schwellenländer aus nachhaltigen Anlageportfolios ausgeschlossen. Gemäss Merino wäre eine dynamische Betrachtung sinnvoller, bei der neben dem Niveau auch der Fortschritt bei Nachhaltigkeitsaspekten  berücksichtigt wird. Damit erhielten Schwellenländer, die sich in Nachhaltigkeitsfragen erfolgreich engagieren, bevorzugt Zugang zu Finanzierungen, die Nachhaltigkeit stärker gewichten. Und der heutige Trend zu nachhaltigen Anlagen würde bei den sogenannten «B»-Staaten Anreize schaffen, Nachhaltigkeitsaspekten vermehrt Rechnung zu tragen.


Nachhaltiges Anlegen bei der BKB bedeutet: «America not first»

Ein gutes MSCI-Rating ist nicht das einzige Kriterium, das die BKB bei der Konstruktion von nachhaltigen Portfolios berücksichtigt. Staaten dürfen beispielsweise nicht gegen UN-Embargo-Regelungen verstossen und müssen UN-Konventionen zum Schutz der Menschenrechte einhalten. Was das konkret bedeutet, zeigt sich am Beispiel der USA in aller Konsequenz. Merino: «Auch wenn die USA dank ihrer A-Note im MSCI-Rating für nachhaltige Anlagen geeignet wäre, bedeuten die erweiterten Ausschlusskriterien der BKB bezüglich Nachhaltigkeit: America not first». Die USA haben verschiedene internationale Konventionen zur Einhaltung elementarer Menschenrechte nicht vollständig umgesetzt. So sind sie nicht nur der einzige UN-Mitgliedstaat, der die UN-Kinderrechtskonvention nicht ratifiziert hat. Es wurden auch wichtige Regelungen des humanitären Völkerrechts (Teile der Genfer Konventionen) teils nicht unterzeichnet und ratifiziert. Ebenso wurde die UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau nicht ratifiziert. Folglich wird in nachhaltigen Anlageprodukten der BKB nicht in US-Staatsanleihen investiert.


Hintergrundinformationen? Gerne!

Dr. Sandro Merino, Chief Investment Officer der Basler Kantonalbank, steht für Auskünfte, Fach- oder Hintergrundgespräche, Interviews und bei Fragen gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich dazu an unsere Medienstelle.

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