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Medienmitteilungen

Untenstehend finden Sie die Medienmitteilungen aus dem laufenden und dem vergangenen Jahr.

Basel, 3. März 2016

Strategie erfolgreich – Jahresgewinn um 25,2 Prozent gesteigert

Das Stammhaus Basler Kantonalbank konnte den Jahresgewinn deutlich um +25,2 Prozent auf 89,0 Millionen Franken steigern. Die Erhöhung des Geschäftsertrags um +9,1 Prozent auf 377,3 Millionen Franken zeigt, dass die strategische Neupositionierung der Bank greift. Gleichzeitig konnte die Solidität gestärkt werden, indem das Risikoprofil verbessert und die Kapitalbasis verbreitert wurde. Mit einer Gesamtkapitalquote von 18,6 Prozent und einer Leverage Ratio von 10,4 Prozent gehört die Basler Kantonalbank zur Gruppe der am stärksten kapitalisierten Universalbanken der Schweiz. Vom guten Ergebnis profitieren auch der Kanton Basel-Stadt mit einer höheren Gesamtablieferung von 70,0 Millionen Franken und die Inhaber von BKB-Partizipationsscheinen in Form einer unveränderten Dividende von 3.10 Franken. Die Dividendenrendite liegt damit bei attraktiven 4,5 Prozent.Der Konzern BKB weist im Geschäftsjahr 2015 einen Konzerngewinn (vor Reserven) von 227,1 Millionen Franken (+13,3 Prozent) und einen Geschäftsertrag von 576,6 Millionen Franken (+0,4 Prozent) aus.

Stammhaus BKB: Neue BKB nimmt Gestalt an

 

Jahresgewinn deutlich über Vorjahr

Dank einem verbesserten operativen Ergebnis ist es der Basler Kantonalbank gelungen, in einem zunehmend schwierigen Umfeld den Jahresgewinn um +25,2 Prozent auf 89,0 Millionen Franken zu steigern.

 

Im Negativzinsumfeld gut behauptet

Prägende Ereignisse und Entwicklungen waren die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank, das negative Zinsumfeld sowie der sich verschärfende Regulierungsdruck. Weil die Basler Kantonalbank die Negativzinsen nicht an ihre Privatkunden weitergibt, ist der Druck auf die Margen gestiegen. Dennoch fällt der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft mit 181,1 Millionen Franken dank der rechtzeitig getätigten Absicherung der Zinsrisiken und einer risikobewussten Kreditvergabe um +2,3 Prozent höher aus als im Vorjahr.

 

Weissgeldstrategie umgesetzt, Vertriebsentschädigungen an Kunden weitergegeben

Die Umsetzung der Weissgeldstrategie hat auch im Geschäftsjahr 2015 das Ergebnis beeinflusst. Einerseits wurde der Geschäftserfolg durch die erzielte Einigung mit den deutschen Behörden belastet, andererseits wurde das Kundenportfolio weiter bereinigt. Die Basler Kantonalbank setzt beim gesamten Kundenstamm auf Steuerkonformität. Die bewusste Trennung von unversteuerten Vermögen sowie die Weitergabe der Vertriebsentschädigungen im Anlagegeschäft an die Kunden haben dazu geführt, dass der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um –15,8 Prozent auf 75,2 Millionen Franken gesunken ist.

 

Starker Handelserfolg

Ein gutes Ergebnis konnte im Handel erzielt werden: Die Aufhebung der Euro-Untergrenze und die höhere Volatilität an den Devisenmärkten führten dazu, dass mehr Kunden Absicherungsgeschäfte getätigt haben. Der Handelserfolg konnte um +27,4 Prozent gesteigert werden und liegt mit 63,1 Millionen Franken markant über dem Vorjahr.

 

Investitionen in die Strategie

Die Aufwandseite wird von den Investitionen in die strategische Neuausrichtung geprägt. Die Personalkosten sind um +10,3 Prozent auf 126,3 Millionen Franken angestiegen. Dieser Anstieg ist primär damit erklärbar, dass im Rahmen der Kooperationen im Konzern 50 Mitarbeitende der Bank Coop übernommen wurden. Ausserdem wurden im Zuge der Lohngleichheitspolitik punktuelle Lohnanpassungen vorgenommen. Der Sachaufwand hat sich um +8,9 Prozent auf 69,7 Millionen Franken erhöht: Während sich 2014 viele Strategieprojekte in der Konzeptphase befanden, startete im vergangenen Jahr deren konkrete Umsetzung. Investitionen wurden etwa in den Umbau der Filiale Gellert getätigt – der ersten Filiale, die gemäss dem neuen Filialkonzept eingerichtet wurde. Weitere Kosten sind entstanden im Zusammenhang mit der Ausbildung von Kundenberatern und mit der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie. Insgesamt investierte die BKB über 30 Millionen Franken in das zukünftige Geschäftsmodell.

 

Operatives Ergebnis deutlich verbessert

Aufgrund der Einigung in der Steuerangelegenheit mit Deutschland über 38,6 Millionen Euro liegt der Geschäftserfolg mit 118,4 Millionen Franken –4,0 Prozent tiefer als im Vorjahr. Ohne diesen Sondereffekt wäre das operative Ergebnis mit 158,3 Millionen Franken um rund +28,4 Prozent höher ausgefallen als 2014. Der Jahresgewinn übersteigt mit 89,0 Millionen Franken – bei gleichzeitiger Reservenbildung von sehr hohen 167,5 Millionen Franken – das Ergebnis des Vorjahres (71,1 Millionen Franken) deutlich um +25,2 Prozent.

 

Im Jahresabschluss per 31.12.2013 hat die Basler Kantonalbank eine Rückstellung für eine mögliche Busse und die damit zusammenhängenden Verfahrenskosten im US-Steuerfall von 100 Millionen Franken bekannt gegeben. Die Höhe dieser Rückstellung entspricht nach wie vor der derzeitigen Risikoeinschätzung. Die Bank geht davon aus, diesen Fall im laufenden Jahr abschliessen zu können.

 

Höhere Gewinnausschüttung

Vom guten Geschäftsergebnis profitieren auch die Kapitalgeber der Basler Kantonalbank. Mit einer Ablieferung an den Kanton Basel-Stadt von 70,0 Millionen Franken leistet die Bank einen um +9,4 Prozent höheren Beitrag als im Vorjahr. Auch die Inhaber von BKB-Partizipations­scheinen kommen bei einer konstant hohen Dividende von 3.10 Franken in den Genuss einer attraktiven Dividendenrendite von 4,5 Prozent.

 

Tiefere Risiken, mehr Kapital

Das erfreuliche Jahresergebnis ist das Resultat der konsequent wertorientierten Steuerung der Bank. Einerseits konnten durch den Abbau von risikotragenden Positionen die Risiken gesenkt werden. Andererseits wurde die Kapitalbasis durch die Erhöhung des Dotationskapitals um 100,0 Millionen Franken die Ausgabe einer nachrangigen Anleihe um Umfang von 100,0 Millionen Franken sowie die Zuweisung an die Reserven in der Höhe von 167,5 Millionen Franken weiter gestärkt. Damit belaufen sich die ausgewiesenen eigenen Mittel auf 2,9 Milliarden Franken (+7,8 Prozent). Mit einer risikogewichteten Gesamtkapitalquote von 18,6 Prozent und einer Leverage Ratio von 10,4 Prozent gehört die Bank per 31.12.2015 zu den am stärksten kapitalisierten Universalbanken der Schweiz. Auch die neuen Liquiditätsvorschriften erfüllt die Basler Kantonalbank komfortabel: Die Quote für die kurzfristige Liquidität (Liquidity Coverage Ratio, LCR) lag im vierten Quartal 2015 im Durchschnitt bei 143,5 Prozent.

 

Direktionspräsident Guy Lachappelle: „Mit dem erfreulichen Jahresergebnis ist die BKB nicht nur ertragsstärker geworden. Mit der gezielten Reduktion von Geschäftsrisiken und der Verstärkung des Kapitals gehört sie auch zur absoluten Spitze der bestkapitalisierten Banken in der Schweiz.“

 

Gutes Konzernergebnis

 

Konzerngewinn (vor Reserven) deutlich über Vorjahr

Das Geschäftsjahr 2015 ist von der erfolgreichen Strategieumsetzung des Konzerns BKB in einem herausfordernden Umfeld geprägt. Insgesamt resultiert eine leichte Zunahme des Geschäftsertrags um +0,4 Prozent auf 576,6 Millionen Franken. Praktisch unverändert präsentiert sich die Kostensituation. Trotz beträchtlichen Investitionen in die Zukunft der BKB und der Bank Coop wurde der Geschäftsaufwand mit 340,6 Millionen Franken auf gleichem Niveau gehalten wie im Vorjahr. Aufgrund der Bereinigung der Steuerangelegenheit mit Deutschland resultiert eine Abnahme des Geschäftserfolgs auf 179,3 Millionen Franken (–15,8 Prozent). Unter Ausklammerung der Kosten für diese Einigung liegt der Geschäftserfolg mit 219,2 Millionen Franken +3,0 Prozent höher als im Jahr 2014. Der Konzerngewinn (vor Reserven) konnte mit +13,3 Prozent deutlich auf 227,1 Millionen Franken gesteigert werden. Ohne die einmaligen Kosten aus der Steuereinigung mit Deutschland würde der Konzerngewinn mit 267,1 Millionen Franken (vor Reserven) um 33,2 Prozent höher liegen als im Vorjahr.


Stabiles Bilanzwachstum

Die konsolidierte Bilanzsumme erhöht sich im Geschäftsjahr 2015 leicht auf 38,5 Milliarden Franken (+1,2 Prozent). Verantwortlich für diesen leichten Anstieg ist in erster Linie die Zunahme der Flüssigen Mittel um +401,6 Millionen Franken. Die Kundenausleihungen weisen mit einer Zunahme auf 27,1 Milliarden Franken (+0,4 Prozent) ein gesundes Wachstum auf.

 

Hervorragende Kapitalisierung

Die hohe Ertragskraft des Konzerns BKB ermöglicht eine substanzielle Stärkung der ausgewiesenen eigenen Mittel um +7,0 Prozent auf 3,7 Milliarden Franken. Die risikogewichtete Gesamtkapitalquote beträgt per Jahresende hohe 17,6 Prozent. Die Leverage Ratio liegt bei 8,8 Prozent. Die Quote für die kurzfristige Liquidität beläuft sich im 4. Quartal 2015 auf durchschnittlich 139,1 Prozent.

 

Ausblick 2016

Der Konzern BKB ist für das laufende Jahr vorsichtig optimistisch. Im Rahmen der Strategieumsetzung werden erneut beträchtliche Investitionen getätigt. Alleine das Stammhaus wird 2016 37,7 Millionen Franken in die eigene Zukunft investieren; dies vor allem in die Erneuerung der Filialen und in die Digitalisierungsstrategie. Auch ertragsseitig bleibt das Umfeld herausfordernd. Es ist damit zu rechnen, dass die Negativzinsen und das anspruchsvolle Umfeld an den Finanz­märkten das Geschäftsjahr 2016 prägen werden.

 

Bankpräsident Dr. Andreas Sturm: „Die Resultate zeigen, dass die BKB mit ihrer neuen Strategie und dem auf die Region ausgerichteten Geschäftsmodell sowohl für die Eigner, für die Volkswirtschaft und die Basler Bevölkerung einen bedeutenden ökonomischen, gesellschaftlichen und auch sozialen Nutzen stiftet.“

 

Die Informationen zu den Jahresabschlüssen Stammhaus Basler Kantonalbank und Konzern BKB finden Sie auch auf der Website www.bkb.ch.