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Medienmitteilungen

Untenstehend finden Sie die Medienmitteilungen aus dem laufenden und dem vergangenen Jahr.

Basel, 24. Juli 2014

Halbjahresergebnis im Zeichen der strategischen Neuausrichtung

Das Jahr 2014 steht für das Stammhaus Basler Kantonalbank im Zeichen der konsequenten Fortführung der strategischen Neuausrichtung. Der Bruttogewinn beträgt 92,5 Mio. CHF und liegt damit um 20,2% über dem Vorjahr. Der Halbjahresgewinn erhöhte sich leicht um 1,5% auf 35,8 Mio. CHF. Das Vorjahresergebnis wurde durch einmalige Sonderfaktoren beeinflusst, welche in diesem Jahr nicht mehr auftraten, weshalb die Vergleichbarkeit zum Vorjahr eingeschränkt ist. Das operative Geschäft wurde massgeblich durch die strategische Neuausrichtung des Geschäftsmodells der Bank geprägt. So wurden die Risiken in diversen Geschäftsfeldern bewusst reduziert. Zusätzlich haben schwierige Marktverhältnisse und ein herausforderndes Handelsumfeld zu einem deutlich tieferen Handelserfolg geführt (-34,7%). Im Weiteren konzentriert die BKB ihre Standorte auf Basel und schliesst die ausserkantonalen Vertretungen. Ebenso eingestellt wurde die Emission von strukturierten Produkten. BKB Finance Ltd. in Guernsey wird liquidiert. Damit fokussiert sich die BKB als führende Bank auf die Region Basel. Ein Beleg dafür ist auch die Eröffnung eines neuen Standorts im Gellert-Quartier im Laufe des Jahres 2015.

 

Der Konzern BKB konnte im 1. Semester 2014 einen Bruttogewinn von 131,8 Mio. CHF (-7,9%) und einen Konzerngewinn von 105,1 Mio. CHF (-18,3%) ausweisen. Beide Grössen sind durch operative Einflüsse aus der strategischen Neuausrichtung geprägt. Die beim Stammhaus BKB erwähnten Sonderfaktoren vom Vorjahr wirken sich auch beim Konzern BKB aus.

Halbjahresabschluss 2014 Stammhaus Basler Kantonalbank:

 

Unverändert risikobewusste Kreditvergabepraxis

Die Bilanzsumme im Stammhaus BKB reduzierte sich um 978 Mio. CHF auf 24,1 Mrd. CHF. Diese Reduktion lässt sich im Wesentlichen auf den bewussten Abbau überschüssiger Liquidität zurückführen. Ebenfalls zurückgegangen sind die Forderungen gegenüber Banken (-31,3%). Demgegenüber nahmen die Kundenausleihungen erfreulich um 2,1% auf 13,3 Mrd. CHF zu (31.12.2013: 13,0 Mrd. CHF), womit die risikobewusste Kreditvergabepraxis der Basler Kantonalbank unterstrichen wird. Davon entfielen 96 Mio. CHF auf die Hypothekarforderungen und 183 Mio. CHF auf die Forderungen gegenüber Kunden.

 

Erfreuliche Zunahme der Spargelder

Die Spar- und Anlagegelder konnten erfreulicherweise um 1,7% auf 6,3 Mrd. CHF gesteigert werden, womit das Bedürfnis der Kunden nach Sicherheit und Stabilität im derzeitigen labilen Umfeld unterstrichen wird. Weiter reduzierten sich die übrigen Verpflichtungen gegenüber Kunden um 573 Mio. CHF. Aufgrund dem bewussten Abbau von überschüssiger Liquidität verringerten sich die Kundengelder um 3,8% auf 12,2 Mrd. CHF.

 

Zinsengeschäft durch historisch tiefes Zinsniveau geprägt

Mit einem Erfolg aus dem Zinsengeschäft von 94,4 Mio. CHF konnte der Vorjahreswert nicht erreicht werden (-4,2%). Wesentlich hierfür sind geringere Zins- und Dividendeneinnahmen aus Finanzanlagen (-24,4%), da attraktiv verzinste Obligationen fällig wurden, die nicht adäquat ersetzt werden konnten. Weitere Einflussfaktoren waren der anhaltende Margendruck sowie das historisch tiefe Zinsniveau. Zudem übte die Basler Kantonalbank auch bei der unverändert seriösen Kreditvergabe eine grosse Zurückhaltung aus und lehnte margenschwache und bonitätsmässig ungenügende Geschäfte ab. Ebenso werden Zinsrisiken konsequent abgesichert. 

 

Strategische Grundsatzentscheide wirken sich erwartungsgemäss auf das Kommissionsgeschäft aus

Die konsequente Umsetzung der Weissgeldstrategie, die Beschränkung des grenzüberschreitenden Geschäfts sowie die Überprüfung der Zusammenarbeit mit externen Vermögensverwaltern führten im 1. Semester 2014 dazu, dass die Kundenvermögen auf 27,9 Mrd. CHF zurückgingen (31.12.2013: 28,3 Mrd. CHF). Diese Faktoren mündeten auch in einen Nettoneugeldabfluss von 1,2 Mrd. CHF. Wesentlich ist, dass sich diese Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr deutlich verlangsamt hat und der grösste Teil der Vermögensabflüsse auf die risikoadäquate Liquiditäts-Steuerung zurückzuführen ist. Als Konsequenz daraus kam der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit 45,2 Mio. CHF für das 1. Semester 2014 um 12,4% unter dem Vorjahr zu liegen.

 

Schwierige Marktverhältnisse und herausforderndes Handelsumfeld

Eine geringe Volatilität und sich nur in engen Schwankungsbreiten bewegende Zinssätze und Devisenkurse haben zu einem mehrheitlich inaktiven Handelsmarkt geführt. Entsprechend hielten sich auch die Handelskunden merklich zurück, Transaktionen durchzuführen oder ihre Geschäfte abzusichern. Aufgrund der rückläufigen Kapitalaufnahme von Unternehmen und Körperschaften hat auch die Nachfrage nach Anleihens-Emissionen abgenommen. Zudem verlieren Absicherungen mit Zinsderivaten angesichts der geringen Volatilität temporär an Bedeutung. Die Euro-Untergrenze der Schweizerischen Nationalbank führt weiterhin zu geringeren Absicherungsbedürfnissen bei den Devisenkunden. Die rückläufigen Handelsaktivitäten haben sich entsprechend negativ auf den Handelserfolg ausgewirkt. So betrug dieser im 1. Semester 2014 26,0 Mio. CHF (Vorjahr: 39,8 Mio. CHF). Davon stammen 12,0 Mio. CHF (Vorjahr: 21,9 Mio. CHF) aus dem Handel mit Wertschriften und Zinsderivaten. Die Erträge aus dem Sortengeschäft betrugen 3,7 Mio. CHF (Vorjahr: 4,5 Mio. CHF) und diejenigen aus dem Devisen- und Edelmetallhandel 10,3 Mio. CHF (Vorjahr: 13,4 Mio. CHF).

 

Bewertungsanpassungen auf eigenen BKB-Partizipationsscheinen

Der BKB-Partizipationsschein hat seit Anfang Jahr einen leichten Kursrückgang von 2,8% verzeichnet. Dementsprechend mussten Bewertungsanpassungen von insgesamt 3,0 Mio. CHF auf dem Eigenbestand an BKB-Partizipationsscheinen (30.06.2014: 1,69 Mio. Stück, 31.12.2013: 1,75 Mio. Stück) vorgenommen werden. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Bewertungskorrekturen auf den eigenen BKB-Partizipationsscheinen ist der übrige ordentliche Erfolg mit 19,2 Mio. CHF positiv ausgefallen.  

 

Anhaltende Kostendisziplin trotz bedeutenden Investitionen in Neuausrichtung der Bank

Der Geschäftsaufwand nahm im 1. Halbjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 13,0 Mio. CHF ab. Zu erwähnen ist, dass im Vorjahreswert beim Personalaufwand ein Sonderbeitrag von 18,4 Mio. CHF an die Pensionskassen-Ausfinanzierung enthalten war. Gleichzeitig wurde eine Rückstellung für die Schliessung der Private Banking Standorte Zürich und Bern gebildet. Vom Geschäftsaufwand entfielen 57,6 Mio. CHF auf die Personalkosten (-21,2%) und 34,6 Mio. CHF auf den Sachaufwand (+7,8%). Erfreulich ist, dass die Kostenseite trotz grossen Anstrengungen bei der Neuausrichtung und beginnenden Investitionen in die Zukunft der Bank dank konsequentem Kostenmanagement auf tiefem Niveau gehalten werden konnte.

 

Anstieg des Bruttogewinns um 20,2% gegenüber dem Vorjahr

Der Anstieg des Betriebsertrags auf 184,8 Mio. CHF (Vorjahr: 182,2 Mio. CHF) sowie die Reduktion des Geschäftsaufwands auf 92,2 Mio. CHF (Vorjahr: 105,2 Mio. CHF) führten schlussendlich zu einer Steigerung des Bruttogewinns auf 92,5 Mio. CHF. Dies bedeutet einen Anstieg von 20,2% gegenüber dem Vorjahr. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen von 7,7 Mio. CHF (Vorjahr: 6,6 Mio. CHF) sowie deutlich tieferen Wertberichtigungen und Rückstellungen von 7,9 Mio. CHF (Vorjahr: 13,1 Mio. CHF) ergibt sich ein Betriebsergebnis von 77,0 Mio. CHF (+34,3%).

 

Fortgesetzte Kooperation mit amerikanischen Steuerbehörden

Am Vorgehen betreffend der Steuerangelegenheit mit den USA hat sich nichts geändert. Die BKB kooperiert im Rahmen der Schweizer Rechtsordnung vollumfänglich mit den US-Behörden mit dem Ziel einer Lösung auf Verhandlungsebene. Im Dezember 2013 hat die BKB eine Rückstellung für eine Busse und Verfahrenskosten in Höhe von 100 Mio. CHF bekannt gegeben. Die Höhe dieser Rückstellung entspricht nach wie vor der derzeitigen Risikoeinschätzung, womit diese im Halbjahresabschluss per 30.06.2014 unverändert bestehen bleibt.

 

Solide Eigenmittelausstattung

Das höhere Betriebsergebnis führt dementsprechend auch zu einer um 5,5 Mio. CHF höheren Gewährsträger-Abgeltung. Die über den ausserordentlichen Aufwand verbuchte Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken betrug 35,0 Mio. CHF (Vorjahr: 36,5 Mio. CHF). Dadurch betragen die ausgewiesenen eigenen Mittel 2,68 Mrd. CHF, womit die BKB sehr gut kapitalisiert ist.

 

Halbjahresgewinn um 1,5% über Vorjahr

Der im Vorjahr verbuchte Erlös aus dem Verkauf des Bankgebäudes „Spiegelgasse 2“ von 15,5 Mio. CHF fiel erwartungsgemäss im 1. Halbjahr 2014 nicht mehr an, womit sich der ausserordentliche Ertrag reduzierte. Schliesslich ergibt sich ein um 1,5% höherer Halbjahresgewinn von 35,8 Mio. CHF.

 

 

Konsolidiertes Halbjahresergebnis 2014:

 

Der Konzern BKB besteht im Wesentlichen aus dem Stammhaus Basler Kantonalbank und der Bank Coop AG. Auf Konzernebene wirkten sich in der Berichtsperiode die gleichen Faktoren aus wie in den einzelnen Konzerngesellschaften. Während Wertanpassungen auf eigenen BKB-Partizipationsscheinen im Abschluss des Stammhauses berücksichtigt werden, sind diese im konsolidierten Abschluss des Konzerns nach dem Prinzip „True and Fair View“ nicht enthalten. Dies führte im Vergleich zum Vorjahr zu einer gegenläufigen Ergebnisentwicklung zwischen dem Abschluss des Stammhauses und demjenigen des Konzerns.

 

Ertragsschmälerungen beeinträchtigen Brutto- und Konzerngewinn

Der Konzern BKB konnte im 1. Semester 2014 einen Bruttogewinn von 131,8 Mio. CHF (-7,9%) und einen Konzerngewinn von 105,1 Mio. CHF (-18,3%) ausweisen. Ursache des Ergebnisrückgangs sind im Wesentlichen Ertragsschmälerungen im Handelsgeschäft und im Kommissionsgeschäft.

 

Neben den geringeren Einnahmen aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit 79,2 Mio. CHF (-8,9 Mio. CHF) wirkte sich insbesondere der tiefere Handelserfolg von 32,4 Mio. CHF (-17,2 Mio. CHF) auf das Halbjahresergebnis aus. Demgegenüber bewegte sich der Zinserfolg mit 173,7 Mio. CHF (-1,7 Mio. CHF) annähernd auf dem Vorjahresniveau. Als Resultat ergab sich in der Berichtsperiode ein tieferer Betriebsertrag von 290,2 Mio. CHF (-10,4%). Diesem stand ein geringerer Geschäftsaufwand von 158,5 Mio. CHF (-22,3 Mio. CHF) gegenüber. Der Rückgang ist auf den Wegfall des Einmaleffekts zur Pensionskassen-Ausfinanzierung im Vorjahr zurück zu führen. Dank einem strikten Kostenmanagement sind die Aufwendungen trotz den Investitionen im Rahmen der neuen Konzernstrategie nur leicht angestiegen.

 

Erfreulicher Zufluss bei den Spargeldern

Die konsolidierte Bilanzsumme reduzierte sich im 1. Halbjahr 2014 leicht um 0,8% auf 38,9 Mrd. CHF. Die Kundenausleihungen verzeichneten mit 705 Mio. CHF auf einen Stand von 27,2 Mrd. CHF bewusst eine eher moderate Zunahme (31.12.2013: 26,5 Mrd. CHF). Die Veränderung teilt sich auf die Hypothekarforderungen mit +485 Mio. CHF und auf die Forderungen gegenüber Kunden mit +220 Mio. CHF auf. Erfreulich präsentiert sich in den ersten 6 Monaten der Zufluss bei den Spar- und Anlagegeldern mit 323 Mio. CHF. Diese erreichen damit einen neuen Höchststand von 15,0 Mrd. CHF (31.12.2013: 14,7 Mrd. CHF).

 

Ausblick 2. Semester 2014 Stammhaus und Konzern BKB

Zwei Aspekte sind für den Ausblick für das 2. Halbjahr 2014 ausschlaggebend. Erstens: Die weiteren Entwicklungen der herausfordernden ökonomischen und regulatorischen Rahmenbedingungen. Zweitens: Die mit der strategischen Neuausrichtung verbundene Transformationsphase der Basler Kantonalbank. Aus diesen Gründen ist eine verlässliche Einschätzung zur Entwicklung des Geschäftsergebnisses für 2014 nur beschränkt möglich. In Anbetracht dessen ist die BKB für das 2. Semester 2014 „verhalten optimistisch“.

Guy Lachappelle, Vorsitzender der Konzernleitung: „Wir können mit dem operativen Ergebnis nicht zufrieden sein, müssen das Ergebnis aber im Rahmen der anhaltenden Altlastenbereinigung und Neuausrichtung der Bank verstehen. Die Auswirkungen des Umbaus der Basler Kantonalbank sind deshalb deutlich spürbar. Trotz der Steigerung des Bruttogewinns, welche vor allem auf das durch Sonderfaktoren beeinträchtigte Vorjahresergebnis zurückzuführen ist, erwarten wir mehr und haben für die nächsten Jahre höhere Ziele. Mit der strategischen Neuausrichtung, welche planmässig voranschreitet, werden wir das Vertrauen der Kundinnen und Kunden zurückgewinnen und die Erträge wieder steigern. So investieren wir auch im Kanton Basel-Stadt und werden im Laufe des Jahres 2015 einen neuen Standort im Gellert-Quartier eröffnen.

 

Die Informationen zu den Halbjahresabschlüssen Stammhaus Basler Kantonalbank und Konzern BKB finden Sie auch auf der Website www.bkb.ch.