Papier als wichtiger Faktor nachhaltigen Handelns
Die Basler Kantonalbank setzt auf Recyclingpapier
In unserem Verständnis von „fair banking“ ist der faire Umgang mit der Umwelt untrennbar verbunden. Wir sprechen jedoch nicht nur darüber, sondern wir handeln. Daher reduzieren wir in unseren betrieblichen Abläufen nach Möglichkeit laufend den Ressourcenverbrauch und schonen die Umwelt.
Im vergangenen Jahr benötigte die Basler Kantonalbank für Drucksachen, Korrespondenz und Kundendokumente rund 150 Tonnen Papier. Auch wenn wir bemüht sind, den Papierverbrauch unter anderem durch die Nutzung der elektronischen Kommunikationsmöglichkeiten laufend zu reduzieren, wird der papierlose Bankbetrieb sicher auf lange Zeit eine Illusion bleiben. Deshalb haben wir uns entschieden, den ökologischen Aspekt bei der Wahl der eingesetzten Papiere hoch zu gewichten und wenn immer möglich, Papiere einzusetzen, die aus 100 % Recyclingfaserstoffen hergestellt wurden. Über die letzten Jahre konnte die Recyclingquote am Gesamtpapierverbrauch auf 53% gesteigert werden. Dieser Anteil wird ab Anfang 2011 durch die Einführung von Recyclingpapier für die Verarbeitung des Kundenoutputs massiv gesteigert.
Jeder Einwohner verbraucht in der Schweiz jedes Jahr rund 230 kg Papier, dafür müssen rund 450 kg Holz geschlagen werden.
Konventionelles Papier ist problematisch
Die Produktion von Neufaserpapier ist mit grossem Ressourcenverbrauch und mit Umweltbelastungen verbunden. Recyclingpapiere sind die nachhaltig bessere Lösung.
Papier besteht zur Hauptsache aus Zellulosefasern, welche zu 95% aus Holz gewonnen werden. Heute werden 19% der weltweiten Holzernte in der Zellstoff- und Papierindustrie verarbeitet. Nur in geringer Teil dieses Holzes stammt aus gut bewirtschafteten Wäldern. Ein grosser Teil wird illegal gefällt oder stammt aus Wäldern mit hohem Naturschutzwert, die dadurch zerstört werden. Zunehmend werden für die Zellstoffproduktion Plantagen angelegt. Dies sind jedoch häufig ökologische Einöden, die nur einen Bruchteil der natürlichen Tier- und Pflanzenvielfalt aufweisen. Naturwälder sind nicht nur für die Biodiversität von unschätzbaren Wert, sondern auch Kultur- und Lebensraum für viele Menschen. Allein in den Tropenwäldern leben ca. 300 Millionen Menschen – darunter viele indigene Völker – direkt im oder vom Wald. Holzschlag und verantwortungslose Plantagenwirtschaft bedrohen und zerstören ihren Lebensraum.
Die eigentliche Herstellung von Papier belastet die Umwelt zusätzlich. So gehört die Zellstoff- und Papierindustrie zu den weltweit größten Verbrauchern von Energie und Wasser und verursacht einen hohen Anteil der Treibhausgasen. Darüber hinaus erzeugt diese Branche weltweit grosse Mengen an Schadstoffen und Deponieabfällen.
Recyclingpapier ist erste Wahl
Die Herstellung von Recyclingpapier verbraucht braucht 2/3 weniger Wasser und nur halb so viel Energie wie diejenige von Primärfaserpapier.
Echtes Recyclingpapier wird aus Altpapier hergestellt. Je nach Reinheit und Sortierung des Rohstoffes werden unterschiedliche Weissegrade erreicht. Ökologisch sinnvoll produzierte Recyclingpapiere tragen die Umweltlabel «Blauer Engel» oder «FSC Recycling». Mit dem «Blauen Engel» werden Papiere ausgezeichnet, die hohen ökologischen Anforderungen bezüglich Wasser- und Energieverbrauch bei der Herstellung, der Auswahl der eingesetzten Altpapiere (Post-Konsum) und der Verwendung von Chemikalien und Hilfsstoffen entsprechen. Zusätzlich müssen auch Qualitätskriterien erfüllt werden, z. B. hinsichtlich Gebrauch oder Archivierbarkeit. Die Basler Kantonalbank verwendet nur Recyclingpapiere, die mit den Label «Blauer Engel» oder «FSC Recycling» ausgezeichnet sind.
Engagement der Basler Kantonalbank für die Umwelt
Für den Betrieb der Bank nutzen wir Energie, verbrauchen Ressourcen und belasten das Klima. Die Steigerung der betrieblichen Ressourceneffizienz bzw. die Reduktion des Ressourcenverbrauchs und die Minderung der Umweltbelastungen sind deshalb wesentliche Anliegen im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsengagements.
Der Papierverbrauch der Basler Kantonalbank konnte über die vergangenen Jahre trotz Zunahme der Kundenbeziehungen und Ausbau der Geschäftstätigkeit in etwa stabil gehalten werden. Dazu beigetragen haben gezielte Massnahmen wie beispielsweise die Reduktion von Drucksachen und die vermehrten Nutzung der elektronischen Kommunikationsmittel.

Grafik: Papierverbrauch absolut und relativ in kg pro Mitarbeitende/r. Erfassungsperiode jeweils 01.07. – 30.06.
Zudem setzt die Basler Kantonalbank aus ökologischen Überlegungen seit Jahren konsequent auf Recyclingpapier. Der Anteil Recyclingpapier am gesamten Papierverbrauch der Bank Coop beträgt mittlerweile 53%. Dieser Anteil wird ab Anfang 2011 durch die Einführung von Recyclingpapier für die Verarbeitung des Kundenoutputs massiv gesteigert.

Grafik: Zusammensetzung des Papierverbrauches während der Messperiode 2009/2010.
Bereits 2007 wurde die nachhaltige Papierbeschaffung der Basler Kantonalbank neben derjenigen der Bank Coop und der Alternativen Bank in einer Studie, die im Auftrag des WWF Schweiz durchgeführt wurde, als „vorbildlich“ bezeichnet. Seither haben wir unsere Anstrengungen zur Senkung der Umweltbelastungen durch den Papierverbrauch fortgesetzt. Diesen Weg werden wir konsequent weiterverfolgen.








