Die Jury hat drei Projekte ausgewählt
Die Jury von «Ideen für Basel» hat entschieden
und unterstützt
die Umsetzung von 3 Projekten: velopass Basel, das Projekt Basler Frühling sowie elektronische Rheintemperaturanzeigen.
Der Ideenwettbewerb wurde von der Basler Kantonalbank aus Anlass ihres 111-jährigen Bestehens ins Leben
gerufen. Insgesamt standen 111'000 CHF als Unterstützungsbeitrag zur Verfügung.
«Die
Jury-Arbeit hat uns grossen Spass gemacht» - so fasst Barbara Schneider die
Arbeit der vergangenen Wochen zusammen. «Nach umfassender Vorbereitung haben wir uns
an zwei Jury-Sitzungen intensiv mit den Projekten auseinander gesetzt, den Nutzen für die Bevölkerung
und vor allem die Realisierbarkeit geprüft. Im Zentrum stand dabei immer das Ziel, die Lebensqualität
in der Region Basel zu steigern».
Im Rahmen des Wettbewerbs wurden insgesamt gegen 300 Projekte eingereicht. Von
markierten Joggingrouten durch die Stadt über ein Zirkusmuseum bis zu einer „Gluggerbahn“ den Rheinsprung
hinunter wurden Projekte aus den verschiedensten Bereichen eingereicht. Die Jury, bestehend aus Barbara
Schneider, Christine Wirz-von Planta, Georges Delnon, Dr. Christoph Koellreuter und Hans Rudolf Matter
hat nun 3 Projekte ausgewählt. Diese Projekte werden von der Basler Kantonalbank mit einem finanziellen
Beitrag unterstützt.
| Projektverfasser | Peter Gschwend, velopass Deutschschweiz |
| BKB-Unterstützungsbeitrag | 70'000 CHF |
velopass ist ein nationales Ausleihsystem für Velos zur Selbstbedienung.
An verschiedenen Standorten in der Stadt werden Verleihstationen aufgestellt. Jede Station besteht aus
einer Empfangssäule und Fahrradhalterungen, die es ermöglichen, sich zu identifizieren und ein Velo
rund um die Uhr auszuleihen oder zurückzugeben. Jedes Velo verfügt über ein Verschlusssystem, mit dem
es aus der Halterung entfernt und später wieder eingestellt werden kann. Mit 7 Gängen, einem Warenkorb,
einem verstellbaren Sattel sowie Vorder- und Rücklicht bieten die Velos ein Maximum an Sicherheit und
Komfort.
Das Ausleihsystem velopass ist bereits
in anderen Städten der Schweiz
im Einsatz. Mit einer einzigen Karte haben die Benutzer Zugriff auf alle diese Netzwerke. Vor Ort kümmern
sich lokale Organisationen um Betrieb und Unterhalt der Stationen. In Basel ist für diese Aufgabe der
Job Club vorgesehen. Der Verein Job Club ist eine gemeinnützige Non-Profit-Organisation
im Bereich der Begleitung von Stellenlosen und Sozialhilfeempfängern bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt.
Mit Unterstützung der Basler Kantonalbank soll velopass nun auch in Basel etabliert werden. Mit den
Mitteln aus dem Jubiläumswettbewerb werden die ersten beiden Verleihstationen in Basel gebaut. Verschiedene
Standorte werden momentan in Zusammenarbeit mit dem Kanton geprüft.
Dr.
Christoph Koellreuter: «Die Jury war der Meinung, dass es an der Zeit ist, dass
auch die Velostadt Basel ein Verleihsystem bekommt. Solche Systeme werden in immer mehr Städten im In-
und Ausland mit grossem Erfolg betrieben. Mit dieser Unterstützung wollen wir dem Projekt in Basel zum
Start verhelfen». Peter Gschwend, Koordinator für velopass in der Deutschschweiz
freut sich: «Wir spüren grosses Interesse von Museen und Firmen an einem solchen Verleihsystem
in Basel; gefehlt hat aber noch der erste Schritt. Mit dem Bau der ersten zwei Verleihstationen wird
dieses Projekt nun ins Rollen kommen».
Die
Jury ist überzeugt, dass ein Verleihsystem bei Einheimischen, Pendlern und Touristen grossen Anklang
findet. Entscheidend für den Zuschlag war auch die Tatsache, dass das Projekt länderübergreifend in
der gesamten Region einen Nutzen stiftet. Bei der Einführung kann zudem auf die Erfahrung aus anderen
Städten zurückgegriffen werden.
| Projektverfasser | Dieter Rohr |
| BKB-Unterstützungsbeitrag | 35'000 CHF |
Das Leben im und am Rhein wird immer attraktiver. An heissen Sommertagen sind
es Hunderte, die bachab schwimmen, den Münsterhügel an sich vorbeiziehen lassen und die Strömung geniessen.
Immer mehr Baslerinnen und Basler interessieren sich daher auch für die Rheintemperatur. Mit einer grossen
Anzeige im Raum Schifflände und weiteren kleineren Anzeigen entlang dem Rhein, soll die aktuelle Rheintemperatur
gut sichtbar kommuniziert werden. «Mich als passionierten Rheinschwimmer interessiert
es immer wieder, wie warm das Wasser ist», sagt der Projektinitiant Dieter Rohr.
«Die Idee einer
Temperaturanzeige
hatte ich schon lange im Kopf – ich wusste einfach nicht, an wen ich mich wenden sollte. Der Ideenwettbewerb
der Basler Kantonalbank kam daher gerade recht». Auch Hans Rudolf Matter freut
sich: «Dieses Projekt passt ausgezeichnet zur Basler Kantonalbank, unterstützen wir
doch seit Jahren bereits das Basler Rheinschwimmen».
In
Zusammenarbeit mit dem Kanton werden nun mögliche Standorte evaluiert. Pünktlich zur Rheinschwimmsaison
2011 sollen die Anzeigen im Einsatz sein
| Projektverfasser | Katja Hugenschmidt, Ökostadt Basel |
| BKB-Unterstützungsbeitrag | 6'000 CHF |
Basel blüht – unter diesem Motto steht das Projekt von Katja Hugenschmidt,
Leiterin der Organisation Ökostadt Basel. In Zusammenarbeit mit der Stadtgärtnerei und den Stadthelfern
werden im Herbst 2010 rund 20'000 Blumenzwiebeln in Grasrabatten und unter Bäumen entlang von Durchgangsstrassen
gepflanzt. Im Frühling erblüht Basel und zeigt sich von einer frischen, farbigen Seite. Die jährlich
wiederkehrende Blüte ist nachhaltig und wertet das Wohnumeld auf.
Das Projekt soll aber auch Ansporn sein: «Zusätzlich zur Aufwertung
des Lebensraumes geht es uns auch darum, die Quartierbewohnerinnen und –bewohner zur weiteren Aufwertung
ihrer Umgebung zu animieren», sagt Katja Hugenschmidt. Bei der Jury ist das Projekt schnell auf
Begeisterung gestossen. Christine Wirz-von Planta: «mit wenigen
finanziellen Mitteln wird hier ein tolles Resultat entstehen».
Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Projekt «Stadthelfer»
realisiert, einem Projekt der Sozialhilfe Basel. Motivierte Sozialhilfebeziehende werden als Freiwillige
in die Gemeinnützigenarbeit bestehender Organisationen in der Region Basel vermittelt. Der Einsatz stärkt
das Selbstwertgefühl der Teilnehmenden und unterstützt sie im Ausbau und Erhalt ihrer sozialen Rollen
und Netzwerke.
Sympathieprojekte
Verschiedene spannende und interessante Projekte konnten
im Rahmen des Wettbewerbs nicht prämiert werden. Drei der nicht ausgewählten Projekte fanden bei der
Jury besonderen Anklang. Dazu gehört das
Projekt «Café Münsterplatz»,
bei dem in den Räumlichkeiten der Allgemeinen Lesegesellschaft am Münsterplatz 8 ein kleines Café eingerichtet
werden sollte, der
Reiseführer in die Industriegeschichte der Region Basel
oder das
Projekt «Rhein-Licht», eine Unterwasserbeleuchtung
des Rheins für spezielle Tage.
«Leider konnten wir nicht alle guten Ideen umsetzen»
sagt
Hans Rudolf Matter, Vertreter der Basler Kantonalbank in der Jury.
«Wir
hoffen und wünschen aber, dass weitere Projekte aus dem Wettbewerb Interesse und Unterstützung bei anderen
Organisationen oder Stiftungen finden. Bei Interesse stellen wir den Kontakt zu den Projektinitianten
gerne her». Alle eingereichten Ideen werden bis Ende Jahr auf
www.ideen-fuer-basel.ch
aufgeschaltet bleiben.
Die Basler Kantonalbank bedankt
sich bei allen Bewohnerinnen und Bewohner der Region
Basel, die am Ideenwettbewerb teilgenommen haben.
Für weitere Auskünfte:
Mats Bachmann Ihr
Stv. Leiter Generalsekretariat /
Medienstelle / IR
Basler Kantonalbank
Tel.: 061/266 25 10
E-Mail:
mats.bachmann@bkb.ch