home

Was muss ich bei den Steuern beachten?

Handänderungssteuer, Eigenmietwert, Abzüge, Vermögenssteuer, Grundstücksgewinnsteuer und weitere Punkte

Neues Eigenheim – was ich bei den Steuern beachten muss

Mit dem Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung ändert sich einiges in Ihrem Leben. Unter anderem gilt es, bei der Steuererklärung einige Dinge zu berücksichtigen. Die wichtigsten Punkte haben wir hier für Sie aufgeführt.

  1. Die Handänderungssteuer
    Als erstes werden Sie die Handänderungssteuer antreffen. Sie wird beim Kauf einer Liegenschaft fällig und beträgt im Kanton Basel-Stadt in der Regel 3 Prozent des für die Steuerbemessung massgebenden Liegenschaftswertes; meistens entspricht dies dem Kaufpreis. Bei Neuerwerb und bei Ersatzerwerb von selbstgenutztem Eigentum ermässigt sich der Steuersatz auf 1.5%, bzw. der hälftige Anteil des Käufers ist in der Praxis nicht zu bezahlen.
  2. Der Eigenmietwert
    Eine Schweizer Spezialität ist der Eigenmietwert einer Immobilie. Der Eigenmietwert stellt ein kalkulatorisches Einkommen dar, das zu Ihren sonstigen Einkünften wie Lohn etc. hinzugerechnet wird. Der Eigenmietwert sollte dem Betrag entsprechen, den Sie als Eigentümer erzielen würden, wenn Sie die Immobilie vermieten. Beachten Sie: Grössere Umbauten oder Renovationen können dazu führen, dass sich der Wert der Immobilie und damit der Eigenmietwert erhöht.
  3. Abzüge vom steuerbaren Einkommen
    Der Eigenmietwert erhöht Ihr steuerbares Einkommen, im Gegenzug dürfen Sie Schuldzinsen und Kosten für den Unterhalt für Ihre Immobilie vom Einkommen abziehen. Für Unterhaltskosten kann ein Pauschalabzug gemacht werden, oder Sie weisen die effektiven Ausgaben für den Unterhalt in der Steuererklärung nach. Kosten für Unterhaltsarbeiten können meist nur abgezogen werden, wenn sie werterhaltenden Charakter haben also etwa der Ersatz einer alten Badewanne. Wertvermehrende Arbeiten wie der Einbau eines Whirlpools hingegen sind meist nicht abzugsfähig. Viele Steuerämter publizieren Listen, mit denen Sie sich über die Abzugsfähigkeit von Unterhaltskosten informieren können.
  4. Vermögenssteuer auf Liegenschaften
    Alle Kantone erheben eine Steuer auf Ihr Vermögen – neu gehört Ihr Haus oder Ihre Eigentumswohnung zu Ihrem Vermögen. Massgebend ist auch hier der Steuerwert Ihrer Immobilie; die nachgewiesenen Schulden auf der Immobilie mindern den Vermögenswert.
  5. Die Grundstückgewinnsteuer
    Wollen Sie Ihre Immobilie dereinst verkaufen, müssen Sie eine Grundstückgewinnsteuer entrichten. Diese Steuer wurde von vielen Kantonen eingeführt, um Spekulationen mit Immobilien Vorschub zu leisten. Wird beim Verkauf einer Liegenschaft (im Vergleich zum damaligen Kaufpreis) ein Gewinn erzielt, wird darauf eine Steuer erhoben. Diese Steuer ist von vielen Faktoren abhängig, unter anderem von der Dauer der Nutzung der Liegenschaft.

Klären Sie steuerliche Aspekte vor dem Kauf

Für Sie als neuer Eigenheim-Besitzer spielen also insbesondere der Eigenmietwert und die steuerlich möglichen Abzüge eine Rolle. Die Annahme, dass Immobilienbesitz immer zu einer tieferen Steuerbelastung führt, stimmt so generell nicht. Die Höhe der zu entrichtenden periodischen Steuern ist vom Eigenmietwert abhängig, aber auch von der Art der Ausgaben, die Sie für Unterhalt, Renovation oder Ausbau tätigen. Informieren Sie sich vor dem Kauf bei Ihrer Bank und beim kantonalen Steueramt, welche zusätzlichen Faktoren mit dem Liegenschaftskauf auf Sie zukommen.