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Basler Kantonalbank mit höherem Halbjahresgewinn

Basel, 28. Juli 2011

Das Stammhaus Basler Kantonalbank erwirtschaftete in einem anspruchsvollen Umfeld im

1. Semester 2011 ein respektables Ergebnis. Der Halbjahresgewinn konnte um 5,1% auf 42,9 Mio. CHF erhöht werden.

Der Konzern BKB steigerte im 1. Semester 2011 den Halbjahresgewinn gegenüber dem Vorjahr um +14,4% auf 124,2 Mio. CHF.

Halbjahresabschluss 2011 Stammhaus Basler Kantonalbank:

Kundenausleihungen um +528,2 Mio. CHF gesteigert

Die Bilanzsumme der Basler Kantonalbank nahm im 1. Semester 2011 um +2,7% auf 23,0 Mrd. CHF zu. Die Kundenausleihungen verzeichneten in der Berichtsperiode eine Zunahme von +528,2 Mio. CHF bzw. +4,4%, womit diese per 30.06.2011 einen Umfang von 12,5 Mrd. CHF aufwiesen. Gegenüber Jahresbeginn konnten bei den Hypothekarforderungen erfreuliche Zuwächse von +4,8% auf 9,3 Mrd. CHF erzielt werden, wobei der grösste Teil dieses Zuwachses auf Darlehen mit hypothekarischer Deckung an grosse Firmenkunden zurückzuführen ist.

Marktsituation beeinflusst Kundenvermögen negativ

Die Kundenvermögen reduzierten sich per 30.06.2011 u.a. aufgrund negativer Marktperformance und Wechselkurseffekte um -10,1% auf 29,6 Mrd. CHF (31.12.2010: 33,0 Mrd. CHF). Zudem mussten Abflüsse von zwei institutionellen Kunden verzeichnet werden, welche eine Veräusserung eines Geschäftsfeldes, bzw. einen Zusammenzug der Depots bei einer anderen Bank vollzogen haben. Dies erklärt im Wesentlichen den damit verbundenen Netto-Neugeld-Abfluss in Höhe von -2,3 Mrd. CHF.

Stabiles Zinsengeschäft

Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft liegt mit 105,9 Mio. CHF (-1,1%) praktisch unverändert auf Vorjahreshöhe. Dank erneutem Volumenwachstum konnten der weiter anhaltende Margendruck im Ausleihungsgeschäft und die eingeschränkten Anlagemöglichkeiten für die überschüssige kurzfristige Liquidität weitgehend kompensiert werden. In der Berichtsperiode sind zudem, aufgrund der konsequent angewandten und langfristig ausgerichteten Risikostrategie, um rund 30% höhere Kosten für die Absicherung der Bilanz gegen Zinsänderungsrisiken angefallen.

Leicht rückläufiges Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte mit 59,4 Mio. CHF resp. -4,2% nicht ganz an die gute Vorjahresperiode anknüpfen. Aufgrund der unsicheren Lage an den Finanzmärkten verharren die Anleger in ihrer passiven Rolle, wodurch die Courtageeinnahmen gegenüber dem Vorjahr um fast 20% gesunken sind. Im Vermögensverwaltungsgeschäft konnten im 1. Semester 2011 auch kaum erfolgsabhängige Gebühren vereinnahmt werden.

Handelserfolg beeinträchtigt vom Marktumfeld

Die Basler Kantonalbank erwirtschaftete im ersten Halbjahr einen Handelserfolg von 45,4 Mio. CHF. Dieser liegt zwar -18,4% unter dem Resultat des 1. Semesters des Vorjahres, entspricht aber unseren Erwartungen, da das Marktumfeld vor einem Jahr deutlich besser war.

Übriger ordentlicher Erfolg

Der übrige ordentliche Erfolg fiel mit 16,4 Mio. CHF um -6,4 Mio. CHF unter dem Vorjahr aus. Dies ist primär auf Veräusserungen von Finanzanlagen im Vorjahr zurückzuführen, sowie auf die negative Börsenentwicklung, die zu einem tieferen Bewertungserfolg der Finanzanlagen führte.

Tiefere Kosten

Der Rückgang des Betriebsertrags von -8,3% auf 227,1 Mio. CHF konnte teilweise durch geringere Kosten kompensiert werden. So belief sich der Personalaufwand auf 63,8 Mio. CHF und lag damit -1,4% unter der Vergleichsperiode des Vorjahres. Dank der hohen Budgetdisziplin gelang es, beim bereinigten Sachaufwand eine erfreuliche Reduktion von -3,1% auf 31,6 Mio. CHF zu erzielen. Dadurch ergibt sich ein bereinigter Bruttogewinn (ohne IT-Migration) von 131,8 Mio. CHF resp. -12,5% im Vergleich zum Vorjahr.

Höheres Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis beträgt 118,9 Mio. CHF resp. +6,9% gegenüber dem Vorjahr. Diese Verbesserung erklärt sich massgeblich mit tieferen Abschreibungen durch den Wegfall der in der Vorjahresperiode vorgenommenen Abschreibung bei der Beteiligung an der AAM Privatbank AG. Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste betragen 6,7 Mio. CHF (Vorjahr: 9,7 Mio. CHF). Damit ist sichergestellt, dass für sämtliche erkennbaren Risiken ausreichend Rückstellungen gebildet wurden.

Halbjahresgewinn +5,1% gegenüber Vorjahr

Dank dem erfreulichen Betriebsergebnis konnte den Reserven für allgemeine Bankrisiken erneut ein substanzieller Betrag von 64,0 Mio. CHF (Vorjahr: 54,0 Mio. CHF) zugewiesen werden. Dies stellt ein Plus von 10 Mio. CHF gegenüber dem Vorjahr dar und trägt damit zur weiteren Stärkung der soliden Eigenmittelsituation vom Stammhaus Basler Kantonalbank bei. Der Halbjahresgewinn konnte gegenüber Vorjahr um +5,1% gesteigert werden und beträgt 42,9 Mio. CHF.

Konsolidiertes Halbjahresergebnis 2011:

Der Konzern BKB besteht aus dem Stammhaus Basler Kantonalbank und der Bank Coop AG. Auf Konzernebene wirkten sich in der Berichtsperiode die gleichen Faktoren aus wie in den einzelnen Konzerngesellschaften.

Halbjahresgewinn im Konzern BKB steigt um +14,4% auf 124,2 Mio. CHF

Der Konzern BKB steigerte im 1. Semester 2011 das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um +13,1% und den Halbjahresgewinn sogar um +14,4% auf 124,2 Mio. CHF (Vorjahr: 108,6 Mio. CHF). Diese markanten Veränderungen sind im Wesentlichen auf deutlich tiefere Abschreibungen u.a. durch den Wegfall der in der Vorjahresperiode vorgenommenen Abschreibung bei der Beteiligung an der AAM Privatbank AG zurückzuführen. Im Weiteren reduzierte sich auch der Wertberichtigungsbedarf dank der hohen Qualität des Kreditportfolios um die Hälfte. Dagegen blieb der konsolidierte Bruttogewinn (ohne die Kosten der IT-Migration auf Avaloq) in einem anspruchsvollen Bankenumfeld mit 162,5 Mio. CHF um -7,1% unter dem Resultat des Vorjahres.

Solider Zinserfolg auf Vorjahresniveau

Im Hauptgeschäftsfeld konnte trotz enger werdender Zinsmarge ein solider Zinserfolg auf Vorjahresniveau von 181,4 Mio. CHF erzielt werden (+0,1%). Aufgrund der schwierigen Marktverhältnisse resultierten aus dem Kommissionsgeschäft mit 93,4 Mio. CHF (-7,0%) und aus der Handelstätigkeit mit 48,5 Mio. CHF (-12,1%) geringere Erträge als im Vorjahr.

Tiefere Kosten

Dank Kosteneinsparungen gelang es, den Geschäftsaufwand im abgelaufenen Semester um -7,2 Mio. CHF (-4,3%) zu reduzieren. Kostendämpfend wirkte sich primär die Konzentration der Kräfte im Konzern aus; z.B. durch Effizienzsteigerungen in den Competence Centern, welche Konzernleistungen für beide Banken erbringen.

Erfreuliches Wachstum im Kundengeschäft

Die konsolidierte Bilanzsumme lag per Ende Juni 2011 bei 36,0 Mrd. CHF (+1,8%). Unter Einhaltung einer unverändert konservativen Kreditpolitik konnten die Kundenausleihungen um +3,3% auf 25,0 Mrd. CHF per 30.06.2011 gesteigert werden. Als sehr erfreulich ist auch die Entwicklung bei den Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform zu werten, die sich in der Berichtsperiode um +3,4% erhöhten. Mit einem Bestand von 13,0 Mrd. CHF umfassen sie damit rund 58% der gesamten Kundengelder von 22,4 Mrd. CHF per 30.06.2011.

Ausblick 2. Semester 2011 Stammhaus und Konzern BKB

Die Frankenstärke und die Zurückhaltung der Kundschaft an den Finanzmärkten führen auch im 2. Semester zu einem sehr anspruchsvollen Umfeld. Dazu kommt ein anhaltend tiefes Zinsniveau mit hohem Margendruck im Bilanzgeschäft. Dank der starken Positionierung verbunden mit einer hohen Kosteneffizienz dürfte der Konzern BKB im 2. Halbjahr jedoch erneut ein gutes und solides Ergebnis ausweisen.

Die Informationen zu den Halbjahresabschlüssen Stammhaus Basler Kantonalbank und Konzern BKB finden Sie auch auf der Website www.bkb.ch

Für weitere Auskünfte:

Dr. Michael Buess
Leiter Generalsekretariat / Medienstelle / IR
Basler Kantonalbank
Tel.: 061/266 29 77
E-Mail: michael.buess@bkb.ch