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Basler Kantonalbank mit solidem Jahresergebnis

Basel, 1. März 2011

Das Stammhaus Basler Kantonalbank erarbeitete nach einem ausserordentlich guten, durch Einmaleffekte begünstigten Vorjahresergebnis, 2010 einen um -9,4% tieferen Jahresgewinn von 88,3 Mio. CHF. Der Bruttogewinn reduzierte sich nach einem markanten Zuwachs von +30,4% im Vorjahr nun um -13,7% auf vergleichsweise hohe 283,3 Mio. CHF. Die dem Stammhaus Basler Kantonalbank anvertrauten Kundenvermögen betrugen fast 33 Mrd. CHF (Vorjahr: 28,9 Mrd. CHF).

Der Jahresabschluss des Konzerns BKB ist mit einem Bruttogewinn von 342,5 Mio. CHF um -13,8% erwartungsgemäss schwächer als 2009 ausgefallen. Der Konzerngewinn liegt mit 254,3 Mio. CHF um -12,1% unter dem rekordhohen Vorjahresergebnis, in welchem Sonderfaktoren zu einem Gewinnsprung von +47,7% führten. Die Spargelder konnten mit +9,1% deutlich auf 12,6 Mrd. CHF gesteigert werden.

Jahresrechnung 2010 Stammhaus Basler Kantonalbank:

Deutliche Steigerung der verwalteten Kundenvermögen

Die Bilanzsumme des Stammhauses Basler Kantonalbank konnte im Geschäftsjahr 2010 mit einem Zuwachs von +10,7% auf 22,4 Mrd. CHF weiter ausgebaut werden. Die verwalteten Kundenvermögen erreichten fast 33 Mrd. CHF (Vorjahr: 28,9 Mrd. CHF). Gleichzeitig konnten über 13'000 neue Kundinnen und Kunden gewonnen werden.

Kundenausleihungen erstmals über 12 Milliarden-Franken-Grenze

Mit einem Zuwachs von +640,6 Mio. CHF übertrafen die Kundenausleihungen erstmals die 12 Milliarden-Franken-Grenze. Von den neu gewährten Krediten entfielen 462,4 Mio. CHF auf die Forderungen gegenüber Kunden (+17,4%) und 178,2 Mio. CHF auf die Hypothekarforderungen (+2,0%). Letztere erreichten per 31.12.2010 ein Volumen von 8,9 Mrd. CHF (Vorjahr: 8,7 Mrd. CHF), womit, nicht zuletzt aufgrund der konservativen Tragbarkeits- und Belehnungsrichtlinien, ein eher moderates Hypothekarwachstum resultierte.

Während die Finanzanlagen mit -7,4% auf 1,8 Mrd. CHF leicht rückläufig waren, erhöhten sich die Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen mit +46,8% deutlich auf 2,6 Mrd. CHF. Einerseits wurden überschüssige und niedrig verzinste Bankengelder in Wertschriften von inländischen Industriegesellschaften mit einer attraktiven Dividendenausschüttung investiert. Andererseits führten Handelsaktivitäten mit der Emission von strukturierten Produkten zu einem höheren Bestand an Aktien und Obligationen.

Leicht rückläufiges Zinsengeschäft

Mit 219,0 Mio. CHF (Vorjahr: 230,3 Mio. CHF) stellt der Erfolg aus dem Zinsengeschäft nach wie vor der bedeutendste Ertragspfeiler dar, welcher allerdings -4,9% unter dem Vorjahresergebnis zu liegen kam. Die Volumenzunahmen konnten die negativen Auswirkungen der Zinsabsicherungskosten und des anhaltenden Drucks auf die Zinsmarge nicht vollständig kompensieren.

Höhere Erträge aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte mit +3,6% beachtlich auf 125,0 Mio. CHF gesteigert werden. Hier verzeichnete insbesondere das Wertschriften- und Anlagegeschäft eine erfreuliche Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr.

Handelsgeschäft entspricht den Erwartungen

Das Ergebnis aus dem Handelsgeschäft trug mit hohen 89,2 Mio. CHF erneut wesentlich zum Bruttogewinn bei. Dieses blieb allerdings -27,1% erwartungsgemäss unter dem ausserordentlich erfolgreichen Vorjahr, in welchem einmalige Kursgewinne auf dem Obligationen-Portfolio im Handelsbestand angefallen sind. Mit dem vorliegenden Ergebnis übertraf das Handelsgeschäft die Resultate der früheren Jahre jedoch immer noch um rund einen Drittel (2008: 60,5 Mio. CHF, 2007: 61,0 Mio. CHF) und zeigt eindrücklich die erzielten Fortschritte des Handels auf.

Höherer übriger ordentlicher Erfolg

Der übrige ordentliche Erfolg fiel mit 46,3 Mio. CHF um 4,3 Mio. CHF oder -8,5% unter dem Vorjahr aus. Dies hängt primär mit einem tieferen Bewertungserfolg bei den Finanzanlagen und mit geringeren konzerninternen Leistungsverrechnungen zusammen, sowie mit der Gewinnrealisierung aus einzelnen Wertschriftenverkäufen.

Vorteilhafte Kostensituation

Der um die Kosten der IT-Migration bereinigte Geschäftsaufwand verharrte mit 196,2 Mio. CHF (+0,5 Mio. CHF) auf dem Vorjahresniveau. Der Personalaufwand fiel mit 128,1 Mio. CHF aufgrund zusätzlicher Personaleinheiten sowie generellen Lohnsteigerungen um +4,4% höher als 2009 aus. Der bereinigte Sachaufwand sank um fast 5 Mio. CHF auf noch 68,2 Mio. CHF (Vorjahr: 73,2 Mio. CHF). Letzteres hängt mit den um rund einen Drittel tieferen Informatikkosten zusammen, da sich der Betrieb und Unterhalt von Avaloq im Vergleich zum noch 2009 genutzten IT-System vom Real Time Center (RTC) bedeutend günstiger gestaltete.

Der gleichbleibende Geschäftsaufwand (+0,2%) vermochte den Rückgang des Betriebsertrages (-8,5%) nicht zu kompensieren, womit der Bruttogewinn mit 283,3 Mio. CHF um 13,7% tiefer ausfiel. So resultierte eine leicht höhere Cost-Income-Ratio von 40,9% (Vorjahr: 37,4%), was im Branchenvergleich ein ausgezeichneter Wert darstellt.

Vorsichtige Risikopolitik

Die Abschreibungen auf dem Anlagevermögen sind gegenüber dem Vorjahr mit 46,3 Mio. CHF leicht tiefer (-1,0%). Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste betragen trotz einer vorsichtigen Wertberichtigungspolitik lediglich 11,2 Mio. CHF (Vorjahr: 19,8 Mio. CHF). Die Basler Kantonalbank legt dabei grossen Wert auf eine solide Risikovorsorge und verfolgt eine konstante, sehr konservative Kreditrisikopolitik.

Unveränderte Dividende von (brutto) CHF 3.30 pro BKB-PS

Der Jahresgewinn von 88,3 Mio. CHF vom Stammhaus Basler Kantonalbank darf als erfreulich bezeichnet werden und stellt das zweitbeste je erzielte Resultat dar. Zwar liegt dieser um -9,1 Mio. CHF unter dem Höchstwert vom Vorjahr von 97,4 Mio. CHF, doch vermochte er gleichzeitig den Jahresgewinn von 2008 um +13.4% zu übertreffen. Das solide Jahresergebnis erlaubt die Ausschüttung einer unveränderten Dividende an die PS-Inhaber von CHF 3.30 brutto pro BKB-PS.

Durch den tieferen Jahresgewinn und die intensiv geführten Diskussionen zu den neuen Eigenmittelvorschriften für Banken in der Schweiz wurde die ordentliche Gewinnablieferung an den Kanton Basel-Stadt um -8,3% auf 48,8 Mio. CHF (Vorjahr: 53,2 Mio. CHF) zu Gunsten einer stärkeren Innenfinanzierung reduziert. Zusammen mit der Verzinsung des Dotationskapitals von 5,2 Mio. CHF und der Gewährsträger-Abgeltung von 31,1 Mio. CHF beträgt die Gesamtausschüttung an den Kanton Basel-Stadt für das Jahr 2010 exakt 85,0 Mio. CHF oder -11,7% im Vergleich zum Vorjahr.

Eigene Mittel steigen auf 2,45 Mrd. CHF

Zur weiteren Stärkung der Eigenkapitalbasis wurde den Reserven für allgemeine Bankrisiken, bzw. den Reserven für eigene Beteiligungstitel ein Beitrag von 126 Mio. CHF zugewiesen. Nach Gewinnverwendung verfügt die Basler Kantonalbank über eigene Mittel von 2,45 Mrd. CHF (Vorjahr: 2,31 Mrd. CHF).

Konsolidierte Jahresrechnung 2010

Der Konzern BKB besteht im Wesentlichen aus dem Stammhaus Basler Kantonalbank und der Bank Coop AG. Auf Konzernebene wirkten sich im Berichtsjahr 2010 die gleichen Faktoren aus wie in den einzelnen Konzerngesellschaften.

Ergebnis durch Sonderfaktoren geprägt

Der Jahresabschluss des Konzerns BKB ist mit einem bereinigten Bruttogewinn von 342,5 Mio. CHF um -13,8% erwartungsgemäss schwächer ausgefallen. So blieben die im Handelserfolg des Vorjahres erzielten ausserordentlichen Kursgewinne auf den umfangreichen eigenen Obligationenbeständen aus. Zudem haben sich im Vorjahr massgebliche Sondererträge aus Beteiligungsverkäufen an der Sourcag AG und an der Jurassischen Kantonalbank ergeben.

Handelsgeschäft wie erwartet tiefer als a.o. Vorjahr

Im Rahmen des ordentlichen Geschäftsgangs führten die höheren Kosten zur Absicherung der Bilanz gegen Zinsänderungsrisiken sowie der anhaltende Margendruck zu einem im Vergleich zum Vorjahr um -3,3% tieferen Zinserfolg. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft kommt mit 193,5 Mio. CHF (Vorjahr: 195,1 Mio. CHF) auf Vorjahreshöhe zu liegen. Das Handelsgeschäft liegt -33,5% unter dem ausserordentlich erfolgreichen Vorjahr, in welchem jedoch einmalige Kursgewinne auf dem Obligationen-Portfolio im Handelsbestand angefallen sind.

Ungebrochen hohes Kundenvertrauen

Die konsolidierte Bilanzsumme stieg um +7,7% auf 35,4 Mrd. CHF an. Die Kundenausleihungen konnten um +1,3 Mrd. CHF gesteigert werden, wobei diese Zunahme mit einer unverändert konservativen Kreditpolitik erreicht wurde. Der erfreuliche Zuwachs der Spargelder um +9,1% auf 12,6 Mrd. CHF zeugt vom ungebrochen hohen Vertrauen unserer Kundschaft. Die Kundenvermögen haben gegenüber Ende 2009 um +2,5% zugenommen und kommen damit knapp unter die Grenze von 50 Mrd. CHF zu liegen.

Ausblick Stammhaus und Konzern 2011

Das Anlageumfeld bleibt aufgrund der globalen Konjunkturdynamik und der Euro-Schuldenkrise nach wie vor sehr unsicher. Das Tiefzinsniveau dürfte sich erst in der zweiten Jahreshälfte 2011 leicht erhöhen. Die Basler Kantonalbank geht deshalb für das Geschäftsjahr 2011 wiederum von einem guten und soliden Ergebnis aus.

Für weitere Auskünfte:

Dr. Michael Buess
Leiter Generalsekretariat / Medienstelle / IR
Basler Kantonalbank
Tel.: 061/266 29 77
E-Mail: michael.buess@bkb.ch