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BKB-Ideenwettbewerb: Jury wählt drei Projekte aus

Basel, 20. August 2010

Die Jury von «Ideen für Basel» hat entschieden und unterstützt die Umsetzung von 3 Projekten: velopass Basel, das Projekt Basler Frühling sowie elektronische Rheintemperaturanzeigen. Der Ideenwettbewerb wurde von der Basler Kantonalbank aus Anlass ihres 111-jährigen Bestehens ins Leben gerufen. Insgesamt standen 111'000 CHF als Unterstützungsbeitrag zur Verfügung.

«Die Jury-Arbeit hat uns grossen Spass gemacht» - so fasst Barbara Schneider die Arbeit der vergangenen Wochen zusammen. «Nach umfassender Vorbereitung haben wir uns an zwei Jury-Sitzungen intensiv mit den Projekten auseinander gesetzt, den Nutzen für die Bevölkerung und vor allem die Realisierbarkeit geprüft. Im Zentrum stand dabei immer das Ziel, die Lebensqualität in der Region Basel zu steigern».

Im Rahmen des Wettbewerbs wurden insgesamt gegen 300 Projekte eingereicht. Von markierten Joggingrouten durch die Stadt über ein Zirkusmuseum bis zu einer „Gluggerbahn“ den Rheinsprung hinunter wurden Projekte aus den verschiedensten Bereichen eingereicht. Die Jury, bestehend aus Barbara Schneider, Christine Wirz-von Planta, Georges Delnon, Dr. Christoph Koellreuter und Hans Rudolf Matter hat nun 3 Projekte ausgewählt. Diese Projekte werden von der Basler Kantonalbank mit einem finanziellen Beitrag unterstützt.

velopass Basel

Info table
Projektverfasser
Peter Gschwend, velopass Deutschschweiz
BKB-Unterstützungsbeitrag
70'000 CHF
 Velopass - Velo am Rhein Velopass - Logo
velopass ist ein nationales Ausleihsystem für Velos zur Selbstbedienung. An verschiedenen Standorten in der Stadt werden Verleihstationen aufgestellt. Jede Station besteht aus einer Empfangssäule und Fahrradhalterungen, die es ermöglichen, sich zu identifizieren und ein Velo rund um die Uhr auszuleihen oder zurückzugeben. Jedes Velo verfügt über ein Verschlusssystem, mit dem es aus der Halterung entfernt und später wieder eingestellt werden kann. Mit 7 Gängen, einem Warenkorb, einem verstellbaren Sattel sowie Vorder- und Rücklicht bieten die Velos ein Maximum an Sicherheit und Komfort.

Das Ausleihsystem velopass ist bereits in anderen Städten der Schweiz im Einsatz. Mit einer einzigen Karte haben die Benutzer Zugriff auf alle diese Netzwerke. Vor Ort kümmern sich lokale Organisationen um Betrieb und Unterhalt der Stationen. In Basel ist für diese Aufgabe der Job Club vorgesehen. Der Verein Job Club ist eine gemeinnützige Non-Profit-Organisation im Bereich der Begleitung von Stellenlosen und Sozialhilfeempfängern bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Mit Unterstützung der Basler Kantonalbank soll velopass nun auch in Basel etabliert werden. Mit den Mitteln aus dem Jubiläumswettbewerb werden die ersten beiden Verleihstationen in Basel gebaut. Verschiedene Standorte werden momentan in Zusammenarbeit mit dem Kanton geprüft.

Dr. Christoph Koellreuter: «Die Jury war der Meinung, dass es an der Zeit ist, dass auch die Velostadt Basel ein Verleihsystem bekommt. Solche Systeme werden in immer mehr Städten im In- und Ausland mit grossem Erfolg betrieben. Mit dieser Unterstützung wollen wir dem Projekt in Basel zum Start verhelfen». Peter Gschwend, Koordinator für velopass in der Deutschschweiz freut sich: «Wir spüren grosses Interesse von Museen und Firmen an einem solchen Verleihsystem in Basel; gefehlt hat aber noch der erste Schritt. Mit dem Bau der ersten zwei Verleihstationen wird dieses Projekt nun ins Rollen kommen».

Die Jury ist überzeugt, dass ein Verleihsystem bei Einheimischen, Pendlern und Touristen grossen Anklang findet. Entscheidend für den Zuschlag war auch die Tatsache, dass das Projekt länderübergreifend in der gesamten Region einen Nutzen stiftet. Bei der Einführung kann zudem auf die Erfahrung aus anderen Städten zurückgegriffen werden.

Rheintemperaturanzeigen


Projektverfasser
Dieter Rohr
BKB-Unterstützungsbeitrag
35'000 CHF
Das Leben im und am Rhein wird immer attraktiver. An heissen Sommertagen sind es Hunderte, die bachab schwimmen, den Münsterhügel an sich vorbeiziehen lassen und die Strömung geniessen. Immer mehr Baslerinnen und Basler interessieren sich daher auch für die Rheintemperatur. Mit einer grossen Anzeige im Raum Schifflände und weiteren kleineren Anzeigen entlang dem Rhein, soll die aktuelle Rheintemperatur gut sichtbar kommuniziert werden. «Mich als passionierten Rheinschwimmer interessiert es immer wieder, wie warm das Wasser ist», sagt der Projektinitiant Dieter Rohr. «Die Idee einer

Temperaturanzeige hatte ich schon lange im Kopf – ich wusste einfach nicht, an wen ich mich wenden sollte. Der Ideenwettbewerb der Basler Kantonalbank kam daher gerade recht». Auch Hans Rudolf Matter freut sich: «Dieses Projekt passt ausgezeichnet zur Basler Kantonalbank, unterstützen wir doch seit Jahren bereits das Basler Rheinschwimmen».

In Zusammenarbeit mit dem Kanton werden nun mögliche Standorte evaluiert. Pünktlich zur Rheinschwimmsaison 2011 sollen die Anzeigen im Einsatz sein

Basler Frühling

Info table
Projektverfasser
Katja Hugenschmidt, Ökostadt Basel
BKB-Unterstützungsbeitrag
6'000 CHF

Basel blüht – unter diesem Motto steht das Projekt von Katja Hugenschmidt, Leiterin der Organisation Ökostadt Basel. In Zusammenarbeit mit der Stadtgärtnerei und den Stadthelfern werden im Herbst 2010 rund 20'000 Blumenzwiebeln in Grasrabatten und unter Bäumen entlang von Durchgangsstrassen gepflanzt. Im Frühling erblüht Basel und zeigt sich von einer frischen, farbigen Seite. Die jährlich wiederkehrende Blüte ist nachhaltig und wertet das Wohnumfeld auf.

Das Projekt soll aber auch Ansporn sein: «Zusätzlich zur Aufwertung des Lebensraumes geht es uns auch darum, die Quartierbewohnerinnen und -bewohner zur weiteren Aufwertung ihrer Umgebung zu animieren», sagt Katja Hugenschmidt. Bei der Jury ist das Projekt schnell auf Begeisterung gestossen. Christine Wirz-von Planta: «mit wenigen finanziellen Mitteln wird hier ein tolles Resultat entstehen».

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Projekt «Stadthelfer» realisiert, einem Projekt der Sozialhilfe Basel. Motivierte Sozialhilfebeziehende werden als Freiwillige in die Gemeinnützigenarbeit bestehender Organisationen in der Region Basel vermittelt. Der Einsatz stärkt das Selbstwertgefühl der Teilnehmenden und unterstützt sie im Ausbau und Erhalt ihrer sozialen Rollen und Netzwerke.

Sympathieprojekte

Verschiedene spannende und interessante Projekte konnten im Rahmen des Wettbewerbs nicht prämiert werden. Drei der nicht ausgewählten Projekte fanden bei der Jury besonderen Anklang. Dazu gehört das Projekt «Café Münsterplatz», bei dem in den Räumlichkeiten der Allgemeinen Lesegesellschaft am Münsterplatz 8 ein kleines Café eingerichtet werden sollte, der Reiseführer in die Industriegeschichte der Region Basel oder das Projekt «Rhein-Licht», eine Unterwasserbeleuchtung des Rheins für spezielle Tage. «Leider konnten wir nicht alle guten Ideen umsetzen» sagt Hans Rudolf Matter, Vertreter der Basler Kantonalbank in der Jury. «Wir hoffen und wünschen aber, dass weitere Projekte aus dem Wettbewerb Interesse und Unterstützung bei anderen Organisationen oder Stiftungen finden. Bei Interesse stellen wir den Kontakt zu den Projektinitianten gerne her». Alle eingereichten Ideen werden bis Ende Jahr auf www.ideen-fuer-basel.ch aufgeschaltet bleiben.
Die Basler Kantonalbank bedankt sich bei allen Bewohnerinnen und Bewohner der Region Basel, die am Ideenwettbewerb teilgenommen haben.

Für weitere Auskünfte:

Mats Bachmann Ihr
Stv. Leiter Generalsekretariat / Medienstelle / IR
Basler Kantonalbank
Tel.: 061/266 25 10
E-Mail: mats.bachmann@bkb.ch