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Basler Kantonalbank mit Rekordergebnis

Basel, 4. März 2010

Das Stammhaus Basler Kantonalbank konnte 2009 den operativen Bruttogewinn um +30,4% auf 328,2 Mio. CHF steigern. Gleichzeitig stieg auch der Jahresgewinn um +25,1% auf 97,4 Mio. CHF, was das höchste je erwirtschaftete Ergebnis darstellt. Das starke Vertrauen in die Basler Kantonalbank spiegelt sich im anhaltenden Neugeldzufluss von 1,4 Mrd. CHF wider.

Auch der Konzern BKB darf auf ein ausgezeichnetes Geschäftsjahr zurückblicken. Der konsolidierte Bruttogewinn erhöhte sich um +16,6% auf 397,2 Mio. CHF. Der Konzerngewinn konnte massiv um +47,7% auf rekordhohe 289,4 Mio. CHF (Vorjahr: 196,0 Mio. CHF) gesteigert werden.

Jahresrechnung 2009 Stammhaus Basler Kantonalbank:

Anhaltender Neugeldzufluss

Die Bilanzsumme des Stammhauses Basler Kantonalbank konnte im Geschäftsjahr 2009 weiter ausgebaut werden und hat mit einem Zuwachs um +4,3% auf 20,2 Mrd. CHF erstmals die 20-Milliarden-CHF-Grenze überschritten. Es konnten über 16'000 neue Kundinnen und Kunden gewonnen werden. Der Neugeldzufluss betrug 1,4 Mrd. CHF und die verwalteten Kundenvermögen erreichten fast 29 Mrd. CHF (Vorjahr: 25,7 Mrd. CHF).

Erhöhung der Kundenausleihungen um +9,0%

Bei den Kundenausleihungen konnte ein Zuwachs um +9,0% auf 11,4 Mrd. CHF realisiert werden. Allein die Hypothekarforderungen legten um erfreuliche +9,6% zu und erreichten ein Volumen von 8,7 Mrd. CHF. Gleichzeitig verzeichneten auch die kommerziellen Kredite eine Zunahme um +7,0% auf 2,7 Mrd. CHF. Folglich sieht die Basler Kantonalbank auch im Berichtsjahr keine Anzeichen einer Kreditklemme.

Während die Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen mit +7,3% nur moderat zunahmen, erhöhten sich die Finanzanlagen mit +40,9% auf fast 2,0 Mrd. CHF deutlich. Neben der Anlage der überschüssigen Bankenmittel in bonitätsmässig einwandfreie Schuldtitel beteiligte sich das Stammhaus Basler Kantonalbank auch an den im Frühling 2009 platzierten Pfandbriefanleihen an die Grossbanken.

Stabiles Zinsengeschäft

Als stabiler Ertragspfeiler erwies sich mit 230,3 Mio. CHF erneut das Zinsengeschäft (Vorjahr: 233,6 Mio. CHF). Der weiter verstärkte Margendruck und die hohen Zinsabsicherungskosten konnten dabei nahezu vollständig durch die beachtliche Volumenausweitung kompensiert werden.

Deutlich höhere Erträge aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft

Die um +7,5% höheren Einnahmen aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft haben sich mit 120,7 Mio. CHF für 2009 (Vorjahr: 112,3 Mio. CHF) sehr erfreulich entwickelt. So konnten performanceabhängige Gebühren von insgesamt 11,9 Mio. CHF vereinnahmt werden.

Hervorragendes Handelsgeschäft

Ein in jeder Beziehung aussergewöhnliches Jahr erlebte 2009 der Handel, wo sich der Erfolg mit 122,4 Mio. CHF zum Vorjahr mehr als verdoppelte (+102,3%). Neben annähernd gleichen Devisenhandelserfolgen aus dem Kunden- und Eigenhandel von 42,9 Mio. CHF (Vorjahr: 44,2 Mio. CHF) profitierte das Stammhaus Basler Kantonalbank vor allem im Zinsenhandel mit 72,4 Mio. CHF (Vorjahr: 11,4 Mio. CHF) von operativ höheren Ergebnissen und von Kursgewinnen auf den bankeigenen Wertschriftenbeständen aufgrund der Verringerung der Bonitätsaufschläge (Credit Spreads).

Höherer übriger ordentlicher Erfolg

Der übrige ordentliche Erfolg konnte deutlich um +89,0% auf 50,6 Mio. CHF gesteigert werden. Diese Erhöhung ist auf Bewertungsgewinne bei den Finanzanlagen und auf zusätzliche konzerninterne Leistungen zurückzuführen. Während im 2008 der Buchwert der Finanzanlagen aufgrund von negativen Kursentwicklungen korrigiert werden musste, ergaben sich im 2009 erfreuliche Werterholungen.

Moderate Kostenerhöhung

Bei dem um die Kosten der IT-Migration bereinigten Geschäftsaufwand von 195,7 Mio. CHF ergab sich eine Zunahme um +7,9%. Diese ist einerseits auf den Personalaufwand von 122,7 Mio. CHF (+6,8%) zurückzuführen. Mit der antizyklischen Schaffung zusätzlicher Stellen im Frontbereich konnten Marktanteile dazugewonnen werden. Gleichzeitig erhöhten sich andererseits die Sachkosten um +9,8% auf 73,0 Mio. CHF. Neben diversen Infrastrukturinvestitionen für Umbauten resultierten Mehrkosten primär für die Informatik-Dienstleistungen der Real-Time Center AG (RTC). Der Sachaufwand für die IT-Migration auf Avaloq beträgt 25,8 Mio. CHF. Für die gesamten Investitionen im Zusammenhang mit der IT-Migration sind ausreichend Rückstellungen gebildet worden. Diese werden im Rahmen der angefallenen Aufwendungen jeweils über den "Ausserordentlichen Ertrag" aufgelöst.

Der um die Kosten der IT-Migration bereinigte Bruttogewinn konnte damit um +30,4% auf 328,2 Mio. CHF gesteigert werden. Bei einer markanten Ertragssteigerung von +21,0% und einer moderaten Kostenerhöhung von +7,9% resultierte Ende 2009 eine erfreuliche Cost-Income-Ratio I von 37,4% (Vorjahr: 41,9%), was schweizweit zweifellos ein Spitzenwert darstellen dürfte.

Vorsichtige Risikopolitik

Die Abschreibungen auf dem Anlagevermögen sind gegenüber dem Vorjahr mit 46,8 Mio. CHF nahezu unverändert (+0,1%). Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste betragen 19,8 Mio. CHF (Vorjahr: 18,8 Mio. CHF). Damit ist sichergestellt, dass im Jahresabschluss 2009 für sämtliche erkennbaren Risiken ausreichend Rückstellungen gebildet wurden. Die Basler Kantonalbank legt dabei grossen Wert auf eine solide Risikovorsorge und verfolgt eine konstante, sehr konservative Kreditrisikopolitik.

Das ausgezeichnete operative Ergebnis von Ende 2009 erlaubte es, die Reserven für allgemeine Bankrisiken erneut grosszügig mit 109,4 Mio. CHF weiter zu äufnen. Im ausserordentlichen Ertrag konnten verschiedene Veräusserungsgewinne von Beteiligungen erzielt werden.

Bestes je erwirtschaftetes Jahresergebnis / Solide Eigenmittel-Situation

Der Jahresgewinn 2009 von 97,4 Mio. CHF stellt das höchste vom Stammhaus Basler Kantonalbank je erwirtschaftete Ergebnis dar. Er übertrifft das Vorjahr von 77,9 Mio. CHF um +25,1% und den bisherigen Höchstwert von 2007 von 85,5 Mio. CHF um +13,9%. Nach Gewinnverwendung verfügt das Stammhaus der Basler Kantonalbank über ausgewiesene eigene Mittel von 2,31 Mrd. CHF (Vorjahr 2,18 Mrd. CHF).

Erhöhung der Dividende

Vom erfreulichen Geschäftsgang profitieren auch die PS-Inhaberinnen und -Inhaber. Diese erhalten eine gegenüber dem Vorjahr um 10,0% erhöhte Dividende von 3,30 CHF brutto pro BKB-PS.

Im Gleichschritt dazu steigt die ordentliche Gewinnablieferung an den Kanton Basel-Stadt ebenfalls um 10,0% auf 53,2 Mio. CHF. Zusammen mit der Verzinsung des Dotationskapitals von 5,5 Mio. CHF und einer um +15,9% höheren Gewährtsträger-Abgeltung von 37,5 Mio. CHF umfasst die Gesamtausschüttung an den Kanton Basel-Stadt hohe 96,2 Mio. CHF (Vorjahr: 87,2 Mio. CHF oder +10,3%).

Ausblick 2010

Hans Rudolf Matter, Direktionspräsident der Basler Kantonalbank: „Die Anzeichen eines Konjunkturaufschwungs haben sich in den letzten Monaten verstärkt. Die Unsicherheit über die künftige Entwicklung ist aber immer noch gross. Es wird im laufenden Jahr deshalb sehr anspruchsvoll sein, das ausgezeichnete Geschäftsergebnis von 2009 zu erreichen.“

Konsolidierte Jahresrechnung 2009

Der Konzern BKB besteht aus dem Stammhaus Basler Kantonalbank, der Bank Coop AG sowie neu aus der AAM Privatbank AG, welche im konsolidierten Abschluss zusammengefasst werden. Auf Konzernebene wirkten sich im Berichtsjahr 2009 die gleichen Faktoren aus wie in den einzelnen Konzerngesellschaften.

Ausgezeichnetes Konzernergebnis

Der Konzern BKB konnte im zurückliegenden Geschäftsjahr seine Position der Stärke weiter ausbauen und erneut ein Spitzenergebnis ausweisen. So gelang es, den konsolidierten, um die IT-Migration bereinigten, Bruttogewinn um +16,6% auf 397,2 Mio. CHF zu erhöhen. Der Konzerngewinn stieg massiv um +47,7% auf operativ rekordhohe 289,4 Mio. CHF (Vorjahr: 196,0 Mio. CHF). Dies ist auf einen Rückgang der Position Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste und auf einen umfangreichen ausserordentlichen Erfolg von 28,7 Mio. CHF, als Folge von Gewinnen aus Beteiligungsverkäufen zurückzuführen.

Die hohe Ertragskraft des Konzerns BKB ermöglichte eine weitere Stärkung der eigenen Mittel um +7,1% auf einen Bestand von insgesamt 2,9 Mrd. CHF. Die Bilanzsumme erhöht sich per 31.12.2009 um +5,1% auf 32,8 Mrd. CHF. Sowohl die Kundenausleihungen als auch die Kundengelder konnten mit + 6,7% resp. +11,1% substanziell gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet werden. Die Kundenvermögen stiegen deutlich um +18,0% auf einen neuen Rekordwert von knapp 48 Mrd. CHF.

Für weitere Auskünfte:

Dr. Michael Buess
Leiter Generalsekretariat / Medienstelle / IR
Basler Kantonalbank
Tel.: 061/266 29 77
E-Mail: michael.buess@bkb.ch