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Erfreulicher Jahresabschluss in schwierigem Umfeld

Basel, 19. Februar 2009

Die Basler Kantonalbank erarbeitete in einem sehr schwierigen Finanzmarktumfeld einen um lediglich 8,9% tieferen Jahresgewinn von 77,9 Mio. CHF. Der Bruttogewinn erreichte hohe 251,7 Mio. CHF (-17,0%). Die um 20,1% höheren Kundengelder sowie über 18'000 neue Kundenbeziehungen zeugen vom ungebrochenen Vertrauen in die Basler Kantonalbank.

Starker Zuwachs bei den Kundengeldern

Die Bilanzsumme der Basler Kantonalbank konnte im Geschäftsjahr 2008 massiv um 16,3% auf einen neuen Rekordwert von 19,4 Mia. CHF gesteigert werden. Besonders erfreulich ist die markante Ausweitung der Kundengelder um 20,1% auf 10,8 Mia. CHF, wodurch sich ein beträchtliches Ertragspotential für die Zukunft eröffnet. Zudem konnten über 18'000 neue Kundinnen und Kunden gewonnen werden. Damit hat die Basler Kantonalbank die 200'000-Kunden-Grenze überschritten. Das Vertrauen in die Basler Kantonalbank spiegelt sich auch im anhaltenden Neugeldzufluss wider, welcher im Berichtsjahr 2,0 Mia. CHF betrug. Darin ist allerdings bereits ein Rückzug einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft von 750 Mio. CHF mit enthalten. Dabei handelte es sich um eine kurzfristige Anlage über das Jahresende 07/08. Ohne Berücksichtigung dieser Einzelposition betrug der Neugeldzufluss sogar 2,7 Mia. CHF.

Kundenausleihungen über 10 Mia. CHF

Dieser beträchtliche Mittelzufluss wurde auf der Aktivseite der Bilanz grösstenteils für die Kreditvergabe an Privatpersonen als Hypothekarforderungen und an Firmenkunden in Form von kommerziellen Krediten verwendet. Insbesondere konnten die Kundenausleihungen um 670 Mio. CHF auf über 10 Mia. CHF gesteigert werden. Folglich sieht die Basler Kantonalbank keine Anzeichen einer sogenannten Kreditklemme. Ein sehr gutes Wachstum von +3,3% zeigen auch die Hypothekarforderungen. Ebenso ist ein starkes Wachstum bei den Bankengeldern feststellbar, womit die Basler Kantonalbank ihren Beitrag an einen funktionsfähigen Interbankenmarkt leistet. Der Refinanzierungsgrad als Verhältniszahl der Publikumsgelder zu den Kundenausleihungen verbesserte sich auf einen neuen Höchststand von 125,8% (Vorjahr: 120,7%).

Erfreuliches Zinsengeschäft

Beim Erfolg aus dem Zinsengeschäft von 233,6 Mio. CHF oder +3,7% gegenüber dem Vorjahr profitierte das Stammhaus BKB von einer beträchtlichen Volumenausweitung, womit die leichte Schmälerung der Zinsmarge aufgefangen werden konnte.

Rückläufiges Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft ging um 17,8% zurück. Dabei sanken die Courtageeinnahmen gegenüber dem Vorjahr um rund einen Viertel und die Erträge aus dem Vermögensverwaltungsgeschäft, wo die performanceabhängigen Gebühren infolge der schlechten Börsen vollständig ausblieben (Vorjahr: 5,9 Mio. CHF), um mehr als die Hälfte.

Hervorragendes Handelsgeschäft

In Anbetracht der schwierigen Marktverhältnisse konnte das Handelsgeschäft mit einem hervorragenden Ergebnis abschliessen, das mit 60,5 Mio. CHF (-0,8%) praktisch auf dem Niveau des rekordhohen Vorjahres liegt.

Tieferer übriger ordentlicher Erfolg

Im übrigen ordentlichen Erfolg wurden 26,8 Mio. CHF erwirtschaftet (Vorjahr: 53,3 Mio. CHF). Wie bereits im Halbjahresabschluss 2008 publiziert, konnte die BKB im Vorjahr noch von Zuschreibungen von 14,3 Mio. CHF auf der strategischen Beteiligung an der Nationale Suisse profitieren, welche im Berichtsjahr infolge tieferer Börsenbewertung der Nationale Suisse nicht mehr angefallen sind. Im Weiteren erhöhte sich der andere ordentliche Aufwand auf 15,4 Mio. CHF aufgrund von Wertminderungen in den Finanzanlagen.

Der um die Kosten der IT-Migration bereinigte Bruttogewinn erreicht somit 251,7 Mio. CHF, was ein Rückgang von 17,0% im Vergleich zum Rekordergebnis von 2007 bedeutet. Ohne den genannten Sondereffekt Nationale Suisse würde lediglich ein Rückgang des Bruttogewinns von 12,9% gegenüber dem Vorjahr resultieren.

Vorteilhafte Kostensituation

Der Geschäftsaufwand beträgt 181,4 Mio. CHF und hat im Vergleich zum Vorjahr um 5,1% leicht zugenommen. Davon entfielen 114,9 Mio. CHF (Vorjahr: 107,1 Mio. CHF) auf den Personalaufwand. Diese Erhöhung begründet sich hauptsächlich durch eine vom Arbeitgeber finanzierte Leistungsverbesserung der Pensionskasse, während die Gehälter und Zulagen lediglich um 0,8% zugenommen haben. Der Sachaufwand beträgt 89,8 Mio. CHF. Davon entfallen rund 23,3 Mio. CHF für die IT-Migration auf Avaloq. Der bereinigte Sachaufwand ohne IT-Migration ist mit +1,4% gegenüber Vorjahr faktisch gleich geblieben.

Vorsichtige Risikopolitik

Die Abschreibungen auf dem Anlagevermögen betragen 46,7 Mio. CHF (Vorjahr: 25,7 Mio. CHF). Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf die Abschreibung an der strategischen Beteiligung an Nationale Suisse von 21,7 Mio. CHF zurückzuführen. Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste betragen 18,8 Mio. CHF (Vorjahr: 12,3 Mio. CHF). Damit ist sichergestellt, dass im Jahresabschluss 2008 für sämtliche erkennbaren Risiken ausreichend Rückstellungen gebildet wurden.

Eigene Mittel steigen auf 2,2 Mia. CHF

Nach Gewinnverwendung verfügt die Basler Kantonalbank über eigene Mittel von 2,2 Mia. CHF (Vorjahr: 2,1 Mia. CHF). Dank dem erfreulichen Ergebnis auf hohem Niveau konnten den Reserven für allgemeine Bankrisiken erneut ein substanzieller Beitrag von 47 Mio. CHF zugewiesen werden.

Unveränderte Dividende von (brutto) 3.-- CHF pro BKB-PS

Mit 77,9 Mio. CHF kann der zweitbeste Jahresgewinn in der Geschichte der Basler Kantonalbank ausgewiesen werden. Die vorsichtige Geschäftsstrategie der Basler Kantonalbank erlaubt es – gerade in schwierigen Zeiten – eine nachhaltige Ausschüttungspolitik zu betreiben. Die PS-Inhaberinnen und -Inhaber erhalten eine unveränderte Dividende (brutto) von 3.-- CHF pro BKB-PS, womit sich eine attraktive Dividendenrendite von 2,6% ergibt.

Im Gleichschritt mit der Ausschüttung der PS-Dividende erfolgt auch die ordentliche Gewinnablieferung. Die Gewährsträger-Abgeltung (mit dieser wird bekanntlich die öffentliche Gewährleistung, eingeschlossen die Staatsgarantie und die Steuerbefreiung umfassend abgegolten) beläuft sich auf 32,4 Mio. CHF und bildet sich damit analog zur Ertragsentwicklung zurück. Insgesamt ergibt dies zusammen mit der ordentlichen Gewinnablieferung von 48,3 Mio. CHF und der Verzinsung des Dotationskapitals von 6,5 Mio. CHF eine Gesamtausschüttung an den Kanton Basel-Stadt von hohen 87,2 Mio. CHF.

Ausblick 2009

Die Basler Kantonalbank ist mit ihrer diversifizierten Ertragsstruktur aus Zinsengeschäft, Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie Handel sehr gut positioniert, um auch in einem schwierigen Marktumfeld Erträge auf hohem Niveau zu erwirtschaften. Zudem war die Basler Kantonalbank schon in Vergangenheit für ihre ausgeprägte Kostendisziplin bekannt, was der Bank nun zu Gute kommt. Hans Rudolf Matter, Direktionspräsident der Basler Kantonalbank: „Sofern sich die Finanzmärkte im laufenden Jahr stabilisieren, wird sich dies positiv auf unsere Ertragslage auswirken.“

Konsolidierte Jahresrechnung 2008

Weil die Basler Kantonalbank über eine Mehrheitsbeteiligung an der Bank Coop verfügt, muss sie ebenfalls einen konsolidierten Abschluss vorlegen. Dabei ist zu beachten, dass die Resultate der beiden Einzelabschlüsse nicht nur addiert werden können, sondern gegenseitige Beziehungen zu eliminieren sind (beispielsweise Dividende der Bank Coop im Abschluss BKB). Auf Konzernebene wirkten sich im Berichtsjahr 2008 die gleichen Faktoren aus wie im Stammhaus Basler Kantonalbank und ihrer Tochtergesellschaft Bank Coop.

Bewertungskorrekturen auf Nationale Suisse

Wie bereits im Halbjahresabschluss 2008 publiziert, zeigt sich auch im Konzernabschluss 2008 der negative Effekt aus den Bewertungskorrekturen auf der strategischen Beteiligung an der Nationale Suisse. Konnten hier im 2007 noch Zuschreibungen von 14,3 Mio. CHF verbucht werden, mussten im Berichtsjahr Abschreibungen in Höhe von 23,2 Mio. CHF vorgenommen werden. Fast die Hälfte des Rückgangs von 84,3 Mio. CHF im Konzerngewinn ist deshalb alleine auf den Sondereffekt Nationale Suisse zurückzuführen. Ohne diesen Sondereffekt von kumuliert 37,5 Mio. CHF reduziert sich der Konzerngewinn um 17,6% auf 219,2 Mio. CHF.

Bilanzsumme von 31,2 Mia. CHF

Die hohe Ertragskraft des Konzerns BKB ermöglichte eine weitere Stärkung der eigenen Mittel auf einen Bestand von insgesamt 2,7 Mia. CHF. Die Bilanzsumme erhöht sich per 31.12.2008 um 12,1% auf 31,2 Mia. CHF. Damit gehört der Konzern BKB zu den acht grössten Schweizer Bankengruppen. Insbesondere die Kundengelder konnten sehr erfreulich um 15,7% auf 19,5 Mia. CHF gesteigert werden. Auch bei den Kundenausleihungen gelang es mit +5,5% gegenüber dem Vorjahr die Kreditvergabe an Private und Firmen deutlich auszuweiten.

Für weitere Auskünfte:

Dr. Michael Buess
Leiter Generalsekretariat / Medienstelle / IR
Basler Kantonalbank
Tel.: 061/266 29 77
E-Mail: michael.buess@bkb.ch