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Kanton Basel-Stadt startet grosses Klimaschutzprogramm

Basel, 31. Januar 2008

Über die Hälfte des Schweizer Kohlendioxid-Ausstosses hängt mit dem Betrieb und der Nutzung von Gebäuden zusammen. Basel-Stadt geht nun in diesem wichtigen Bereich in die Offensive: Ein heute gestartetes Gebäudesanierungsprogramm hilft Hauseigentümern dabei, ihre Liegenschaft umfassend energetisch zu sanieren. Bauherren erhalten vom Kanton weit gehende fachliche und finanzielle Unterstützung. Ziel ist es, in den nächsten drei Jahren 200 Gebäude nachhaltig zu erneuern.

Mit einem neuen Programm lädt der Kanton Basel-Stadt alle Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer dazu ein, jetzt ihre Gebäude umfassend zu sanieren. Denn mit einer Rundumerneuerung der Gebäudehülle lässt sich enorm Energie sparen: Der Heizwärmeverbrauch sinkt um bis zu 80 Prozent. «Damit können die Hauseigentümer viel Energiekosten sparen, aber auch die Klimaemissionen massiv senken», sagte die zuständige Regierungsrätin Barbara Schneider heute bei der Lancierung. «Zudem hat die Sanierungsaktion auch Auswirkungen auf das Stadtbild: die sanierten Gebäude präsentieren sich wie neu und können zu einer Aufwertung ganzer Strassenzüge führen. »

Eine Gesamterneuerung kommt unter dem Strich günstiger als eine etappenweise Sanierung. Doch die auf einmal anfallenden Investitionskosten hielten bislang viele Hauseigentümer davon ab. Mit Förderbeiträgen bis zu einem Drittel der Sanierungskosten erleichtert nun das Amt für Umwelt und Energie den Hausbesitzenden den Entscheid für eine umfassende Sanierung. Dabei gilt: Wer besser saniert, erhält höhere Zuschüsse. Bedingung ist, dass das Gebäude vor 1984 erbaut wurde und einen Wohnanteil von mindestens 70 Prozent aufweist. Die Mittel für das Programm stammen aus der Förderabgabe des Kantons.

«Mit einer Gesamtsanierung wird ein Gebäude wieder fit für die nächsten 30 Jahre», sagte Armin Binz, Leiter des Instituts Energie am Bau der Fachhochschule Nordwestschweiz. Um die energetischen Ziele zu erreichen, braucht es indes solides bau- und energietechnisches Know-how. Hauseigentümer erhalten daher nicht bloss Zuschüsse, sondern ihnen wird auch ein sogenannter Energiecoach zu Seite gestellt. Diese Fachleute beraten energiebewusste Bauherren kostenlos und begleiten sie Schritt für Schritt durch ihr Projekt.

Das Sanierungsprogramm wird von Partnern aus Wirtschaft und Forschung unterstützt. So etwa von den IWB, der Fachhochschule Nordwestschweiz sowie vom SIA Basel. Die Basler Kantonalbank finanziert jeweils die Energieanalyse, die am Anfang jedes Sanierungsprojekts steht, und bietet den Sanierungswilligen eine besonders günstige Hypothek an. «Mit der BKB-Renova Plus-Hypothek erhalten unsere Kunden während 3 Jahren eine Zinsreduktion von 1% p.a. auf dem Zinssatz für variable Hypotheken. Damit spart der Sanierungswillige bis CHF 12'000.-», erklärte Hans Rudolf Matter, Direktionspräsident der Basler Kantonalbank. «Das Programm passt perfekt zu unserem Nachhaltigkeitskonzept».

Das Gebäudesanierungsprogramm läuft unter dem Motto «s het solangs het» bis das Budget des Kantons von 12 Millionen Franken aufgebraucht ist – längstens aber bis Ende 2010. Interessierte finden auf der Website www.energie.bs.ch (neues Fenster) alle Unterlagen dazu. Ziel des AUE ist es, mindestens 200 Gebäude wieder fit für die Zukunft zu machen. Damit liessen sich jedes Jahr rund 20 Gigawattstunden Heizenergie einsparen. Über die durchschnittliche Wirkungsdauer einer Sanierung von dreissig Jahren entspricht dies einer Einsparung von insgesamt etwa 150’000 Tonnen CO2. Das Sanierungsprogramm ist somit die grösste vom Kanton je gestartete Initiative für den Klimaschutz.

Auskünfte
Thomas Fisch,
Leiter Hauptabteilung Energie
Telefon 061 225 97 30
Amt für Umwelt und Energie Kanton Basel-Stadt, Basel

Prof. Armin Binz
Leiter des Instituts Energie am Bau
Telefon Tel. 061 467 45 45
Fachhochschule Nordwestschweiz, Muttenz

Dr. Michael Buess
Leiter Generalsekretariat / Medienstelle / IR
Basler Kantonalbank
Tel.: 061/266 29 77
E-Mail: michael.buess@bkb.ch