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BKB kann professionelles Derivate-Team für sich gewinnen

Basel, 3. August 2006

Das Stammhaus der Basler Kantonalbank (BKB) konnte im 1. Semester 2006 mit 137,6 Mio. CHF (+4,2%) ein rekordhohes Betriebsergebnis generieren. Beim Konzernabschluss per 30.6.06 übertreffen sowohl der Bruttogewinn mit 205,4 Mio. CHF (+4,3%) als auch das Betriebsergebnis mit 177,2 Mio. CHF (+11,0%) die hohen Werte des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Zudem eröffnet die erfolgreiche Akquisition eines hochqualifizierten Derivate-Teams aussichtsreiche Zukunftsperspektiven.

Stammhaus BKB

Starkes Zinsengeschäft

Der Betriebsertrag steigt im 1. Semester 2006 auf hohe 231,9 Mio. CHF; dies sind 1,0% mehr als im ersten Halbjahr 2005. Der substantielle Erfolg aus dem Zinsengeschäft liegt mit 103,1 Mio. CHF um 1,2% über dem vergleichbaren Vorjahreswert, was angesichts des hohen Margendrucks als besonderer Erfolg zu würdigen ist.

Markanter Erfolg aus dem Handelsgeschäft

Nach dem fulminanten Börsenstart im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2006 haben die Rückgänge im zweiten Quartal ihre Spuren hinterlassen. So ging der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft gegenüber dem Vorjahr um 5,6% auf 63,2 Mio. CHF zurück. Ursächlich hierfür sind vor allem die Ausfälle bei den performanceabhängigen Kommissionen. Hingegen konnte der Erfolg aus dem Handelsgeschäft um namhafte 19,3% auf 35,3 Mio. CHF gesteigert werden. Der übrige ordentliche Erfolg liegt mit 30,3 Mio. CHF (VJ: 31,1 Mio. CHF) leicht unter dem Vorjahreswert.

Hohes absolutes Ertragsniveau

Der Geschäftsaufwand des Stammhauses ist per Jahresmitte planmässig um 4,5% auf 77,4 Mio. CHF gestiegen. Grösstenteils ist diese Erhöhung auf eine Personalaufstockung im Competence Center IT zurückzuführen, bedingt durch Insourcing-Aktivitäten. Die Cost-Income-Ratio I (Geschäftsaufwand im Verhältnis zum Betriebsertrag) liegt mit 33,4% (VJ: 32,3%) auf weiterhin sehr tiefem Niveau. Die damit zum Ausdruck kommende hohe Effizienz verkörpert einen zentralen Erfolgsfaktor der BKB. In der Konsequenz beläuft sich der Bruttogewinn auf einen praktisch unveränderten Wert von 154,5 Mio. CHF (VJ: 155,5 Mio. CHF). Im Vergleich zu anderen Instituten ähnlicher Grösse bewegt sich die BKB damit auf einem äusserst hohen absoluten Ertragsniveau.

Für alle per 30. Juni 2006 erkennbaren Risiken wurden nach dem Vorsichtsprinzip die betriebsnotwendigen Wertberichtigungen und Rückstellungen gebildet. Die Reserven für allgem. Bankrisiken wurden weiter verstärkt und belaufen sich am Stichtag auf 1.289,4 Mio. CHF (+9,3%).

Erfreuliches Hypothekenwachstum

Die Bilanzsumme des Stammhauses ist im Vergleich zum Jahresbeginn mit 14,1 Mrd. CHF unverändert geblieben. Angesichts des wettbewerbsintensiven Umfelds ist die Steigerung der Hypothekarforderungen von 2,2% auf 7,6 Mrd. CHF besonders beachtlich. Den Kundenausleihungen von 9,3 Mrd. CHF (+1,3%) stehen Publikumsgelder (inkl. Anleihen und Pfandbriefdarlehen) von unveränderten 10,2 Mrd. CHF gegenüber. Die rückläufigen Spargelder und übrigen Kundenverpflichtungen wurden durch vermehrte Zeichnungen von Kassenobligationen und Neuemissionen von Obligationen- und Pfandbriefdarlehen kompensiert. Die ausgewiesenen Eigenmittel belaufen sich am Stichtag auf 1.973,4 Mio. CHF und die betriebliche Eigenkapitalrendite beträgt attraktive 14,6%.

Personelle Verstärkungen

Aufgrund seiner ausgezeichneten Marktkontakte ist es dem Stammhaus BKB gelungen, ein 4-köpfiges Derivate-Team für sich zu gewinnen. Damit wird die BKB voraussichtlich ab Mitte Oktober 06 in der Lage sein, eigene Warrants und strukturierte Produkte zu emittieren. Im weiteren konnte zwischenzeitlich die vakante Stelle des Bereichsleiters Privatkunden erfolgreich besetzt werden. Per 1.10.06 tritt mit Dr. Reto Erdin (als neues Geschäftsleitungsmitglied) ein ausgewiesener Vertriebsexperte in die BKB ein, der über einen breiten Erfahrungsschatz in verschiedenen Banken verfügt.

Konzern BKB

Zum Konzern BKB zählen hauptsächlich das Stammhaus Basler Kantonalbank (BKB) und die Bank Coop. Im ersten Semester 2006 hat die BKB ihre Beteiligung an der Bank Coop von 51,15% auf 52,24% weiter aufgestockt. Gesamtschweizerisch ist der Konzern BKB (gem. Bilanzsumme) die 8. grösste Bankengruppe.

Erfolgreiche Ertragsdiversifikation

Auf Konzernebene übertreffen der Bruttogewinn wie auch das Betriebsergebnis die hohen Werte des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Einen wesentlichen Anteil an diesem erfreulichen Zuwachs trägt die Bank Coop, die ihren Bruttogewinn in der Berichtsperiode um überdurchschnittliche 15,4% steigern konnte. Im Zinsengeschäft verzeichnet der Konzern mit 190,3 Mio. CHF ein um 3,3% höheres Ergebnis, was angesichts der ausgeprägten Wettbewerbsintensität besonders hervorzuheben ist. Ebenfalls zugelegt hat der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit einem Anstieg um 2,5% auf 98,5 Mio. CHF. Der Handelserfolg liegt mit 42,8 Mio. CHF markante 28,3% über dem Vorjahreswert. Der übrige ordentliche Erfolg ist um 13,3% auf 21,5 Mio. CHF zurückgegangen. Dabei ist zu beachten, dass im sehr hohen Vorjahreswert ein einmaliger Buchgewinn aus einem Liegenschaftsverkauf enthalten war. Insgesamt hat der Betriebsertrag um erfreuliche 4,3% auf 353,0 Mio. CHF zugelegt.

Nach Abzug des Geschäftsaufwandes von 147,7 Mio. CHF (+4,4%) ergibt sich ein um 4,3% höherer Bruttogewinn von 205,4 Mio. CHF. Das konsolidierte Betriebsergebnis liegt bei rekordhohen 177,2 Mio. CHF und damit markante 11,0% über dem Vorjahreswert. Die daraus resultierende Cost-Income-Ratio I im Konzern liegt bei unverändert guten 41,8%. Die betriebliche Eigenkapitalrendite beträgt attraktive 15,4%.

Solide Refinanzierungsbasis

Die Konzern-Bilanzsumme ist mit 24,6 Mrd. CHF (-0,4%) praktisch unverändert geblieben. Besonders zu würdigen ist das erfreuliche Wachstum der Hypothekarforderungen von 526,5 Mio. CHF (+3,2%) auf 16,7 Mrd. CHF. Die Kundenausleihungen sind per 30. Juni 2006 zu 103,9% durch Publikumsgelder gedeckt. Damit verfügt der Konzern unverändert über eine sehr solide Refinanzierung. Die konsolidierten Eigenmittel betragen am Stichtag 2.374,8 Mio. CHF.

Nichtvergleichbarkeit

Bedingt durch die Einführung der neuen Ablieferungskomponente Gewährsträgerabgeltung an den Kanton Basel-Stadt ist der Konzern-Halbjahresgewinn nicht mit dem entsprechenden Vorjahresergebnis vergleichbar. Dies gilt ebenso für das Stammhaus BKB.

Neue Competence Center zur intensivierten Synergienutzung

Mit der Schaffung von drei neuen Competence Centers (Marketing, Finanzen und Personal) ist es möglich, wichtige Harmonisierungen nach einheitlichen Grundsätzen vorzunehmen sowie kostenreduzierende Synergiewirkungen zu realisieren.

Aussichten

Sollten sich das wirtschaftliche Umfeld und die Situation an den Finanzmärkten nicht markant verschlechtern, dürfte sich auch im 2. Semester 2006 die Geschäftsentwicklung auf hohem Niveau fortsetzen.