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Erhöhte Ausschüttung an Kanton und PS-Inhaber

Basel, 7. Februar 2006

Mit einem erfreulichen Zuwachs des Bruttogewinns von 4,8% auf rekordhohe 296,8 Mio. CHF ist es der BKB erneut gelungen, ein operatives Spitzenresultat zu erzielen. Das Betriebsergebnis steigt um starke 7,5% auf einen Höchstwert von 252,0 Mio. CHF. Neben einer erhöhten PS-Dividende von brutto 2,25 CHF (VJ: 2,15 CHF) kann auch der Kanton aufgrund der neu eingeführten Gewährsträgerabgeltung von einer gestiegenen Gesamtablieferung in Höhe von 75,5 Mio. CHF profitieren.

In einem äusserst anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld darf die Basler Kantonalbank (BKB) wiederum auf ein ausgezeichnetes Geschäftsjahr 2005 zurückblicken, kommentierte Willi Gerster, Bank- und Konzernpräsident BKB, das Stammhaus-Ergebnis. Das Verhältnis von Kosten zu Erträgen - die sogenannte Cost-Income-Ratio - konnte nochmals verbessert werden und beträgt nunmehr für Bankenverhältnisse ausserordentlich tiefe 33,0% (VJ: 33,8%).

Hohes Ertragsniveau

Der bereits auf sehr hohem Niveau liegende Bruttogewinn konnte nochmals um 4,8% auf rekordhohe 296,8 Mio. CHF gesteigert werden. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft liegt mit 206,0 Mio. CHF leicht (+0,2%) über dem Vorjahresergebnis. Angesichts des verschärften Wettbewerbs im zinstragenden Geschäft ist dieses Ergebnis, gemäss den Ausführungen des Direktionspräsidenten und Vorsitzenden der Konzernleitung, Hans Rudolf Matter, als gutes Resultat zu würdigen. Eine eindrucksvolle Erhöhung zeigte der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, welcher mit einer Zunahme um 18,7% massiv auf 134,3 Mio. CHF gesteigert werden konnte. Die gute Performance sowie die verbesserte Stimmung an den Aktienmärkten führten zu einem Anstieg der verwalteten Vermögen und zu einer intensivierten Kundenaktivität, welche die Ursachen dieses ausgezeichneten Ergebnisses sind. Davon ebenfalls profitieren konnte mit 54,4 Mio. CHF (+10,4%) der Erfolg aus dem Handelsgeschäft. Der übrige ordentliche Erfolg blieb im Berichtsjahr mit 48,5 Mio. CHF um 11,5 Mio. CHF hinter dem Vorjahr zurück. Gründe hierfür sind geringere Veräusserungen von Finanzanlagen sowie der Rückgang des Beteiligungsertrags infolge von tieferen kursbedingten Zuschreibungen. Insgesamt resultierte eine signifikante Zunahme des Betriebsertrags auf 443,1 Mio. CHF (VJ: 427,9 Mio. CHF).

Effektives Kostenmanagement

Trotz deutlich erweiterter Geschäftstätigkeit, ist es der BKB dank kostengünstiger und leistungsfähiger Strukturen gelungen, den Geschäftsaufwand auf tiefem Niveau zu halten. Mit einem Anstieg um lediglich 1,6 Mio. CHF auf 146,3 Mio. CHF (VJ: 144,7 Mio. CHF) liegt er nur unwesentlich über dem ausgezeichneten Vorjahreswert. Das im Bankenvergleich einmalige Kosten-/Ertragsverhältnis (Cost-Income-Ratio) konnte gegenüber dem Vorjahr von 33,8% gar auf 33,0% verbessert werden. Die damit zum Ausdruck kommende Kosteneffizienz und Stärke des Stammhauses spiegelt sich auch in dem vor kurzem durch die Agentur Standard & Poor’s aufgewerteten Ausblick sowie dem bestätigten AA+ Rating wider.

Starke Dotierung der Eigenmittel

Das markant gestiegene Betriebsergebnis von 252,0 Mio. CHF (+7,5%) bildete die Voraussetzung für die grosszügige Dotierung der Reserven für allgemeine Bankrisiken um 150,5 Mio. CHF (VJ: 160,0 Mio. CHF). Die ausgewiesenen Eigenmittel der BKB belaufen sich nach der Gewinnverwendung auf 1.816,1 Mio. CHF und übertreffen damit das bankgesetzliche Erfordernis deutlich. Trotz des kontinuierlichen Ausbaus der Eigenmittel-Basis beträgt die betriebliche Eigenmittel-Rendite hohe 14,2%.

Höhere Dividende und Gewinnablieferung

Angesichts des positiven Geschäftsabschlusses 2005 wurde die Einführung einer neuen Ablieferungskomponente an den Kanton beschlossen. Die Gesamtablieferung an den Kanton wird inskünftig drei Komponenten umfassen: Die Verzinsung des Dotationskapitals, die eigentliche Gewinnablieferung und neu eine Gewährsträgerabgeltung, die einerseits die Abgeltung für die Staatsgarantie (gem. bisherigem Modell) sowie andererseits eine erweiterte Abgeltung, deren Bezugsbasis das Betriebsergebnis bildet, beinhaltet. Die BKB hat sich infolge ihrer komfortablen Ertragsentwicklung der letzten Jahre aus einer Position der Stärke heraus entschieden, diese erweiterte Ablieferungskomponente einzuführen. Deren Bemessung ist gemäss Modellrechnungen vergleichbar mit dem Steuerprivileg, das die BKB als öffentlich-rechtliches Institut geniesst. Gesamthaft liegt damit die Ablieferung an den Kanton für das Geschäftsjahr 2005 bei absoluten 75,5 Mio. CHF (VJ: 46,9 Mio. CHF), was einer Erhöhung von 28,6 Mio. CHF entspricht. Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs wird auch die Dividende des BKB-Partizipationsscheins deutlich auf 2,25 CHF (VJ: 2,15 CHF) pro Partizipationsschein erhöht. Weil die neue Gewährsträgerabgeltung nicht wie die bisherige Staatsgarantieabgeltung innerhalb der Gewinnverwendung, sondern neu ähnlich einem ausserordentlichen Aufwand nach dem Betriebsergebnis verbucht wird, ergibt sich mit 70,0 Mio. CHF gegenüber dem Vorjahr (VJ: 74,5 Mio. CHF) ein etwas niedriger ausgewiesener Jahresgewinn.

Steigerung der Depot- und Kundenvermögen

Trotz einer Ausweitung der Kundenausleihungen ergab sich infolge jahresendbedingter Transaktionen eine leichte Reduktion der Bilanzsumme um -1,4% auf 14,1 Mrd. CHF. Die Kundenausleihungen stiegen per Jahresende gesamthaft um 1,4% auf 9,2 Mrd. CHF. Bei den Hypothekarforderungen betrug der Anstieg 3,6%, was in Anbetracht des starken Konkurrenzumfelds als besondere Leistung hervorzuheben ist. Auf der Passivseite liegen die Verpflichtungen ggü. Kunden in Spar- und Anlageform um 1,5% höher und erreichen 4,5 Mrd. CHF. Eine weitaus stärkerer Anstieg ist bei den Kunden- und Depotvermögen festzustellen. Die Kundenvermögen betrugen zum Stichtag 24,0 Mrd. CHF (+8,5%). Die Depotvermögen konnten um markante 15,7% auf 16,8 Mrd. CHF zulegen.

Erfolgreiche Fortsetzung der Geschäftsführung

Aufgrund des ersten vollständigen Geschäftsjahres der BKB unter der operativen Leitung von Hans Rudolf Matter, bemerkte Willi Gerster, dass die Erfolgsgeschichte der BKB durch Herrn Matter und seine Geschäftsleitungskollegen eine erfreuliche Fortsetzung findet. Nur durch "Kontinuität und Wandel" sowie hohes Engagement sei es möglich, ein nachhaltiges Wachstum sicherzustellen.